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Filme à la carte

Paris ist in gewisser Weise auch die Stadt der Filme – ist sie doch immer wieder zumindest eine gutaussehende Kulisse, wenn nicht der zentrale Handlungsort von Kinoproduktionen. Und ist mensch in der Stadt unterwegs, dann macht es Spaß, die Drehorte des eigenen Lieblingsfilms zu besuchen – im Fall von Amélie Poulain gibt es wahre Pilgerströme.

Mit der “cinemacity cinemap” macht arte genau das möglich: Drehorte und andere Informationen zu mehr als 100 in Paris gedrehten Filmen sind auf einer Karte verzeichnet und können teilweise mit Spaziergängen erkundet werden.

Kritische Leser_innen werden an dieser Stelle fragen, was das nun mit Medienpädagogik zu tun hat. Ich finde, dass die Website ein Anlass sein kann, bei der Klassenfahrt nach Paris eine besonders praktische Form der Filmbildung zu platzieren – dass außerdem die Website auch zu Hause bzw. im Französischunterricht ein Weg sein kann, sich der französischen Hauptstadt auf eine neue Weise zu nähern – und obendrein ein schönes Beispiel, wie sich mit Karten Wissen vermitteln lässt.

Und wer auf den Geschmack gekommen ist, dem/der bietet arte die Möglichkeit, eigene Geschichten zu erzählen oder eigene Versionen existierender Filme zu erzählen (“sweded films“) – so wird aus der Auseinandersetzung mit “alten” Filmen aktive Videoarbeit. Mehr Informationen hierzu finden sich im cinelab.

Stoff für die Filmbildung

Film hat als Medium in Schule, Jugendarbeit und speziell auch der Medienpädagogik in den letzten Jahren eine kleine Renaissance erlebt – sei es klassisch im Unterricht oder bei (Kinder)Kinoveranstaltungen mit anschließenden Filmgesprächen. Auch solche Filmbildung baut auf fundierten Informationen auf – zu Filmen, ihrer Machart und Entstehungsgeschichte, Hintergründen etc.

Genau das bietet die österreichische Seite “Kino macht Schule“, die zu zahlreichen Dokumentar- und Spielfilmen Informationen zum Hintergrund, Entstehung, Filmsprache, Macher_innen und vielem mehr bereitstellt, meist auch aus verschiedenen Quellen. Das bietet eine Erleichterung für die Besprechung bestimmter Filme – oder Inspiration für die Filmauswahl zur nächsten Veranstaltung.

60 Sekunden-Videos

"60 Sekunden Videos in der Medienpädagogik"Bei 60-Sekunden-Videos werden bekannte Kinofilme in einer Minute und einem Take nachverfilmt. Dazu muss die Gruppe zunächst die Geschichte vereinfachen und auf die wesentlichen Elemente reduzieren. Daher hat die Methode nicht nur einen immensen Spaßfaktor, sondern ist auch ein schöner Anlass, um sich mit Erzählstrukturen, Drehbüchern und dem Geschichtenerzählen auseinander zu setzen. Den ganzen Beitrag lesen

Mit Filmbegriffen auf Du und Du

Filmbegriffe in der Medienpädagogik3D, 4D, 4K, 5.1, 8K, 1080p, 1080i: Wer sich mit Video und Film beschäftigt, der/die stolpert zwangsläufig über viele Abkürzungen, technische Spezifikationen und Fachbegriffe. In der Medienpädagogik ist das dann oft ein willkommener Lernanlass, denn Kinder und Jugendliche sollen ja nicht nur “ihre” Filme machen, sondern auch viel über Hintergründe und Standards lernen.

Ein sehr praktischer Ort zum Nachschlagen ist für solche Fälle das Filmlexikon der Uni Kiel. Die Website wartet mit 7000 Fachbegriffen aus den Bereichen Genres, Motive, Figuren, Technik, Handwerk, Kinopraxis, Produktion, Aufführung, Institutionen und Filmtheorie und -wissenschaft auf. Mehr geht kaum.

DVDs gestalten mit GNU/Linux

DVDs gestalten mit Linux in der MedienpädagogikIn der medienpädagogischen Projektarbeit ist es heute üblich den Teilnehmenden die Ergebnisse ihrer Arbeit in Form von CDs oder DVDs mitzugeben. Dies erscheint auch sinnvoll, denn so kann die Produktion eines Films erlernt und reflektiert werden, also der Prozess von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung. Aber auch zum Archivieren der Ergebnisse sind Programme zum Erstellen von DVDs sehr gut geeignet. Was liegt da näher als hier zwei Programme vorzustellen, mit denen auf einfache und leichte Weise DVDs mit GNU/Linux erstellt werden können. Den ganzen Beitrag lesen

Powercam – Fotografieren und Filmen mit iOS

Fotografieren und Filmen mit dem Smartphone wird immer mehr Bestandteil medienpädagogischer Angebote und Projekte. Immer wieder gibt es tolle Foto-Apps für iOS, kostenpflichtige und auch kostenlose. Heute ist mir die App Powercam über den Schirm gelaufen, die ich natürlich gleich ausprobiert habe. Neben den zahlreichen und übersichtlich angeordneten Effekten und Filtern haben mich vor allem der Tilt-Shift Effekt und die Color-Splash Funktion begeistert. Rundum eine tolle App für Foto und Video, übersichtlich und dazu kostenlos… Viel Spaß.

Film- und Videoschule

Aktive Videoarbeit in der Medienpädagogik

Still aus "Freitag Nachmittag" von cineschool.de

So etabliert die Aktive Videoarbeit mittlerweile in der Medienpädagogik ist, so unerschöpflich ist sie auch, was Thema, Gestaltung und Genre angeht. Deswegen bin ich immer dankbar für alle Materialien, Inspirationen und Beispielsammlungen.

Eine wahre Fundgrube in diesem Sinne ist Cineschool. Das Angebot der PH Freiburg dokumentiert zum Einen Projektergebnisse aus der Videoarbeit mit Kindern und Jugendlichen – mehr als 200, sehr gut nach Schlagworten und Genres sortiert. Zum Anderen ist auf der Website neben einem umfangreichen Filmglossar das Konzept des Freiburger Filmcurriculums zu finden, ein rezeptions- und produktionsorientiertes Filmbildungskonzept.

[via jugend.rlp.de]

Was Jugendliche bewegt

Dokumentar- und Spielfilme in Bildungsarbeit und Medienpädagogik

Screenshot aus "Woher kommt der Hass in mir"

Freundschaft, Liebe, Gewalt, Rassismus, Kriminalität, Musik, Zukunft, Werte – das sind einige der zentralen Themen von Jugendlichen. Und es sind auch einige Themen von “Human Pictures“, einer Filmplattform (Fotos sollen folgen), auf der die MacherInnen Dokumentationen, Kurz- und Langspielfilme für Jugendliche und die Bildungsarbeit allgemein bereitstellen möchten.

Die Filme sind meiner Meinung nach sehr gut geeignet, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und eine Auseinandersetzung mit Themen anzuregen. Insofern sind sie auch ein möglicher Einstieg für die inhaltliche Arbeit in Projekten der Medienpädagogik. Und daher meine Empfehlung des Tages.

Die Website soll auch eine Plattform für “fremde” Produktionen sein. Sie kann sich also auch für die Veröffentlichung von anspruchsvollen medienpädagogischen Projekten eignen.

Video im Unterricht und darüber hinaus

Video im Unterricht in der Medienpädagogik

Quelle: lokal-global.de

Medien in der Schule müssen raus aus der Exklusivität eines “Medien”-Fachs oder Medienprojekten in der Projektwoche und hin zu einem selbstverständlichen Teil jedes Unterrichts. Das gilt auch für Video und Film, die Frage ist nur wie.

Eine große Hilfe auf diesem Weg können zwei Materialsammlungen sein: Der LehrerInnenfortbildungsserver BaWü bietet im Bereich Video viele Angebote für die Videoarbeit – von Programmlinks über Tutorials bis hin zu Referenzen. Besonders interessant ist die Fortbildung “Video im Unterricht“, wo sich viele Beispiele für den alltäglichen Einsatz im Unterricht finden, zusammen mit Checklisten, HowTos und anderen Materialien. In eine ähnliche Richtung geht ein Angebot von Lehrer-Online. Und selbstverständlich können auch viele dieser Materialien in der außerschulischen medienpädagogischen Videoarbeit eingesetzt werden.

Filme mit Filmen vermitteln

Audiovisuelle Filmvermittlung in der Medienpädagogik

Screenshot aus dem Trailer von "The Pervert's Guide to Cinema"

Gute Idee, schlechte Umsetzung: Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) erkennt, “dass der größte Teil der Filmvermittlung durch Texte geschieht” und produziert ein Dossier zur audiovisuellen Filmvermittlung. So weit, so gut. Allerdings besteht dieses Dossier zu einem Großteil selbst aus Bleiwüsten und die einzigen Filme, die zu sehen sind, sind Videointerviews.

Das, was die Überschrift eigentlich erwarten lässt (zumindest bei mir) – Hinweise auf Filme und DVDs zum Thema – findet mensch nur am Rande in diesem Dossier. Dennoch: Die Texte sind recht erkenntnisreich, will mensch sich dem Thema nähern, und liefern einige methodische Tipps. Und die BpB-Veröffentlichung ist für mich ein guter Anlass, weitere Filme oder DVDs zu sammeln, die wirklich zur Filmvermittlung geeignet sind.

Für mich ist das bspw. der Film “The Pervert’s Guide to Cinema” und die grandiose DVD “Filme sehen lernen“. Welche Filme kennen und nutzen Sie? Ergänzen Sie mit einem Kommentar.

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