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Rechtlich gut im Bilde sein

"Hf30He63Dg12²Ob276" von just.Luc (just.Censored) auf flickr.com

"Hf30He63Dg12²Ob276" von just.Luc (just.Censored) auf flickr.com

Die Sensibilität für UrheberInnen- und Persönlichkeitsrechte wird ständig größer und über jedem Veranstaltungsflyer oder auch Jahresbericht mit Fotos schwebt das Damoklesschwert von Einzelpersonen, die das Recht am eigenen Bild verletzt sehen. Die erhöhte Sensibilität ist grundsätzlich eine gute Entwicklung, führt aber bei PädagogInnen zu großer Unsicherheit oder auch Angst.

Eine hilfreiche Publikation ist daher der “Ratgeber Bild- und Urheberrecht” beim jugendnetz-berlin.de. Eine Expertin beschreibt dort sehr praxisnah die rechtlichen Implikationen bei der Verwendung von Fotos von (jugendlichen) TeilnehmerInnen in eigenen Veröffentlichungen.

Bei den zahlreichen Nachfragen zum Thema kann mensch als MedienpädagogIn ab sofort noch mit zwei weiteren Materialien glänzen: mekonet beschreibt im PDF “Rechtsfragen in der digitalen Welt“, was bei der Publikation von Inhalten im Netz rechtlich beachtet werden muss. Ähnliches bietet lehrer-online mit einem Online-Kurs zum Thema.

Was kommt nach dem Copyright?

"All users keep right" von magnetbox auf flickr.com

"All users keep right" von magnetbox auf flickr.com

Die Piraten sind auf dem Vormarsch – zuletzt bei der Bundestagswahl, aber bereits seit Jahren, wenn es darum geht Musik und Filme zu kopieren. Für Jugendliche ist das (nicht legale) Kopieren auch von urheberrechtlich geschütztem Material oft selbstverständlich, und spätestens da können MedienpädagogInnen ins Spiel kommen.

Im Rahmen der Ars Electronica in Linz entstand zu dem Thema eine 45minütige Dokumentation “Was kommt nach dem Copyright?”, die sich mit KopiererInnen, HerausgeberInnen, AnwältInnen, aber auch mit KünstlerInnen beschäftigt und ein differenziertes Bild davon zeichnet, wie es aktuell um das Copyright bestellt ist und was evtl. danach kommen kannR.

Die 3sat-Doku ist bei youtube und vimeo aufgetaucht. Grund genug für uns, statt eines medienpädagogischen Beispielfilms in dieser Woche einen Input zu dem Themenkomplex UrheberInnenrecht, Copyright, CreativeCommons und Co. zu bringen. Wir wünschen erkenntnisreiche 45 Minuten.

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Keine Haftung für Urheberrechtsverletzungen

Über Online-Angeboten schwebt bisher immer das Damoklesschwert der Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung, was auch medienpädagogische Webprojekte mit Blogs, Gästebüchern oder Foren nicht einfacher macht. Gute Nachrichten kommen in diesem Zusammenhang aus dem Norden: Das OLG Hamburg hat in einem aktuellen Urteil Forenbetreiber von einer Haftung in diesem Zusammenhang freigesprochen. heise online dokumentiert das Urteil umfassend und bietet eine gute Grundlage für das eigene Arbeiten auf rechtssicherem Terrain.

Die elf besten Dialekt-Videos

Dialekte sind wieder im Kommen. Den Eindruck kann mensch zumindest bei einem Blick auf erfolgreiche youtube-Videos bekommen: Dort haben mit Dialekten nachsynchronisierte Ausschnitte bekannter Filme Hochkonjunktur. Das ist aber nicht nur höchst unterhaltsam, sondern der kleine Trend hat meiner Meinung nach eine (medien)pädagogische Dimension: Einmal sind medienpädagogische “Dialekt-Videoprojekte” ein hervorragender Anlass, sich mit Nachvertonung, Synchronisation, Audioqualität uvm. auseinander zu setzen. Zum Anderen lassen sich anhand der Schicksale berühmter Videos und deren MacherInnen im Internet Urheberrechtsaspekte thematisieren. Und schließlich macht das ganze nicht nur Spaß, auch wird das Projekt schnell zu einer Auseinandersetzung mit der regionalen Kultur und ihren Eigenheiten – und der oft belächelte und als Nachteil empfundene Dialekt kann auf einmal zum Vorteil werden.

Genug Gründe also, hier einmal ein “Showcase” der besten im Internet verfügbaren Dialekt-Videos zusammen zu stellen – zur Unterhaltung der geneigten LeserInnenschaft und vor allem als Motivation und Inspiration für eigene Projekte. Selbstverständlich mit einigen Hintergrundinfos. Wie immer gilt: Ergänzungen einfach als Kommentar posten!

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Urheberrecht, seine Probleme und mögliche Lösungen

Filmverleihe und Musikkonzerne fahren große Kampagnen, die die Verletzung von UrheberInnenrechten kriminalisieren sollen. Bei genauem Hinsehen zeigt sich aber, dass das Problem woanders liegt: Urheberrecht ist alles andere als modern und wird insbesondere den Möglichkeiten der Technik und der Vervielfältigung nicht mehr gerecht.

Der Elektrische Reporter hat sich auf seine erfrischende und tiefgründige Weisen in zwei Folgen dem Urheberrecht gewidmet: Zunächst werden die Problemlagen und die Reformbedürftigkeit des Konstruktes herausgearbeitet, in einer zweiten Folge geht es darum, wie zeitgemäß sichergestellt werden kann, dass KünstlerInnen und AutorInnen angemessen für ihre Arbeit honoriert werden – bspw. mit Creative Commons. Sehenswert und ein guter Impuls auch für medienpädagogische Diskussionen.

Freie Musik

Medienpädagogische (Video)Projekte und freie bzw. GEMA-freie Musik gehören eng zusammen, denn die Verwendung der Lieblingsmusik für den eigenen Film ist gerade für Jugendliche sehr attraktiv, aber die Rechtefrage beim Einsatz von urheberrechtlich geschützter Musik ist kompliziert und mit vielen Hürden versehen. Und nicht zuletzt wird die Verwertung von medienpädagogischen Produkten auf DVDs und bei Festivals kompliziert und teuer durch darin enthaltene kommerzielle Musik. Auf dieser Seite stellen wir Hintergrundinformationen und vor allem Quellen für (GEMA)freie, kostenlose, evtl. CreativeCommons-lizensierte Musik sowie für Sounds und Geräusche zusammen.


Grundsätzliches, Rechtliches


Freie und kostenlose Musik zum Download

  • Jamendo: Auf Jamendo stellen KünstlerInnen ihre Musik frei, legal und kostenlos zur Verfügung.
  • CCHits: Die Seite stellt Hitparaden freier, CC-lizensierter Musik zusammen. Die Tracks sind durchsuchbar und stehen auch zum Download zur Verfügung.
  • mp3.com: Das Musikportal hat auch eine “free Music”-Abteilung.
  • dogmazic.net: Auch auf dieser Website können Musikstücke direkt von den MacherInnen geladen werden.
  • opsound: Ästhetische Seite, gut geordnet, alle Musik wird als Download gesendet.
  • ccMixter: Freie Musikcommunity mit Remixes
  • Loca Records: Ein Label, aber alle Musikstücke sind CC-lizensiert und downloadbar.
  • SoundClick: Hier können MusikerInnen ihre eigene Musik veröffentlichen und zum kostenlosen und freien Download bereitstellen. Zur Nutzung ist eine Registrierung erforderlich, diese ist kostenlos
  • AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
  • TuneFinder: Die Seite sammelt kostenlos verfügbare Musik im Internet, die Rechtelage ist allerdings hier eingeschränkt – genau hinschauen!
  • Musiktracks bei brickfilms.com: Archiv mit einfacher Hintergrundmusik
  • Bargus Musikbibliothek: Einige vor allem klassische Musikstücke zum direkten Download.
  • archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
  • ArtistServer: KünstlerInnen-Community, in der freie Musik zum Download angeboten wird.
  • Gratisvibes: Linksammlung zu Netlabels mit kostenloser Musik
  • Stadtgruen: Netlabel mit CreativeCommons-Musik zum Download
  • Tribe of Noise: Online-Community mit Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
  • Jamglue: freie Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
  • [offline?] Free!Music: viel russisch, aber auch international

Freie Sounds und Geräusche

  • Hörspielbox: Freies Soundarchiv im MP3-Format
  • freesound: Freies Soundarchiv
  • FindSounds: Englischsprachige Sound-Suchmaschine
  • Soundarchiv von mediaculture-online.de: Reden, Hörspiele, Musik
  • Soundsnap: Sounds, Effekte, Loops
  • ccMixter: Freie Musikcommunity, auch mit Loops und Samples
  • AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
  • Geräuschbibliothek von brickfilms.com: Auf der Brickfilm-Seite sind Archive mit Atmo-, Comic-, Outdoor-, ScienceFiction- und anderen Geräuschen zum Download verfügbar.
  • Bargus Soundbibliothek: Einige freie Geräusche zum direkten Download.
  • archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
  • FreeLoops: Loops, Sounds und Geräusche unter CreativeCommons-Lizenz
  • Tribe of Noise: Online-Community mit freier Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
  • Jamglue: freie Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
  • SoundTransit: Ein Archiv mit Feldaufnahmen aus der ganzen Welt.
  • Public Domain Sounds: Eine Soundcommunity mit Alltagsgeräuschen.
  • WikiMedia Commons: Die Sounds der Wikimedia Websites zum Download

Freie, aber kostenpflichtige Musik

  • Podsafe Music Network: Auf PMN gibt es freie Musik, die aber nur gekauft werden kann.
  • Magnatune: Keine freie, aber online lizensierbare Musik, auch für Video.
  • Audio Network: Freie Sounds und Musik, die online gekauft werden können.
  • SoundPool24: GEMAfreie Sounds und freie mp3-Musik im Online-Shop
  • Universal Publishing Production Music: Sound- und Musikarchiv von Universal. Gegen geringes Entgelt können die Dateien für eigene Produktionen lizensiert werden.
  • Soundarchiv: Sounds aus Natur, Technik, Alltag usw., die mit verschiedenen Lizenzen eingesetzt werden können.

Urheberrechtlich geschützte, aber kostenlose Musik

  • Tonspion: Die MacherInnen der Seite durchstöbern das Netz regelmäßig nach Kostenlos-Angeboten von Musikverlagen u. a. und stellen Links auf die entsprechenden Seiten und mp3-Tracks zur Verfügung.
  • Tauschnix: Der Mitschnitt von Musik aus dem Internetradio ist völlig legal. Tauschnix klärt über Rechte und technische Möglichkeiten auf und bietet Programme für den Mitschnitt.
  • VGMusic: Die MacherInnen bieten tausende von Originaltunes aus Computerspielen (!) im mp3- und Midi-Format zum (freien) Download an.

Datenschutz, Urheberrecht, Sicherheit & Co.

Ehrlich gesagt ist es ein bisschen wie die Sendung mit der Maus, nur kommt keinE normal SterblicheR an Armin und Christoph ran – er versucht es trotzdem und ist damit immerhin informativ: Moritz, die Hauptfigur der Infoclips der Landeszentrale für politische Bildung NRW. In jeder Folge sieht sich der Student mit einem Problem aus dem Internet oder mit seinem Handy konfrontiert, das er zusammen mit ExpertInnen löst. Dabei geht es meist um Datenschutz, das Urheberrecht, allgemeine VerbraucherInnensicherheit und ähnliche Dinge.

Mittlerweile gibt es 17 Folgen, die alle einzeln auf der Website der LzpB angeschaut werden können. Die kurzen Filme eignen sich dabei sowohl zum Selbststudium als auch als kurzer Input bei medienpädagogischen Projekten. Ich hab beispielsweise heute gelernt, dass es doch Sinn macht, mein Handy besser zu schützen.

Dossier zum Urheberrecht der BpB

Und noch mal UrheberInnenrecht: Nun stellt auch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) auf ihrer Internetseite eine Zusammenstellung von Informationen zum Themengebiet zur Verfügung. Und – viel wichtiger – den ExpertInnen ist es wirklich gelungen, die vorhandenen Nachschlagewerke zu toppen oder zumindest zu ergänzen: Im Dossier wird umfassend über die Hintergründe des Urheberrechts und die vielfältigen Interessen der AkteurInnen – UrheberInnen, Verlage, NutzerInnen, die Öffentlichkeit, Verwertungsgesellschaften und TechnikanbieterInnen – informiert. Das alles wird ergänzt durch praktische Informationen über das Urheberrecht im Alltag, z.B. in der Schule oder in der Ausbildung. Alles in allem also eine Quelle, die durchaus in medienpädagogischen Zusammenhängen zum Einsatz kommen kann.

Freie Musik für medienpädagogische (Video)Projekte

[Update: Eine immer aktuelle Liste von Quellen freier Musik und Sounds findet sich ab sofort auf einer eigenen Seite unter dem Menüpunkt "Freie Musik"]

Schon des öfteren habe ich hier zu Urheberrecht und GEMA-Pflicht in der Medienpädagogik geschrieben. Immer wieder ein Thema ist die Musik für die eigenen Videoprojekte. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass die Kinder und Jugendlichen am liebsten die Musik vom eigenen MP3-Player für den eigenen Kurzfilm verwenden – und so lange nur die Oma und die Kumpels und Kumpelinnen den Film zu Gesicht bekommen ist das auch kein Problem. Der Haken beginnt allerdings größer zu werden, wenn eine DVD veröffentlicht oder das Produkt am Ende sogar bei einem Wettbewerb oder Festival eingereicht werden soll. Meine Tendenz daher seit einiger Zeit: Mit (GEMA-)freier Musik ist mensch auf der sicheren Seite, dauerhaft und für alle Verwertungsebenen.

Und dieser Tage ist mir eine Seite mit ebensolcher freier Musik über den Mauszeiger gelaufen: Jamendo. Dort gibt es freie Musik in einem ästhetischen Rahmen zum anhören und runterladen. Und nach zwei Minuten ist auch das letzte Vorurteil gegenüber GEMA-freier Musik gefallen – die Musik bei Jamendo hat nämlich nichts mehr vom “Porno-Sound”, der gemafreie Musik früher so unverwechselbar machte. Fazit: eine schöne Seite mit ebensolcher Musik, gut geordnet und leicht herunterzuladen.

Bei der Gelegenheit habe ich noch nach weiteren Seiten Ausschau gehalten, die freie Musik (meist unter der CreativeCommons(CC)-Lizenz) zur Verfügung stellen. Hier kommt die Liste: Den ganzen Beitrag lesen

Broschüre zum Urheber-/Persönlichkeitsrecht

Wissen über das Persönlichkeitsrecht gehört mittlerweile fast genauso zu den relevanten Inhalten der Medienpädagogik wie das Urheberrecht: Beiträge zu virtuellen Online-Communities und die Beteiligung in Blogs und Internetforen gehören zu den neuen Standards der Online-Nutzung, auch die Platzierung von persönlichen Steckbriefen und Fotos auf den unterschiedlichen Plattformen ist für viele UserInnen heutzutage selbstverständlich.

Die notwendigen Rechtskenntnisse dazu bietet die neue Broschüre von klicksafe und irights.info “Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt“, die als PDF heruntergeladen oder über die Webseite von klicksafe kostenlos bestellt werden kann.

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