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Urheber? Werk? Urheberrechtsgesellschaft?

Screenshot aus einem Video
So lange es noch existiert, bleibt das Urheberrecht gerade in der Medienpädagogik ein wichtiges Thema. Bei allen guten Materialien, die dazu veröffentlicht werden, sind zentrale Begriffe für NichtjuristInnen nicht leicht zu verstehen: Was ist einE UrheberIn? Was ist ein Werk? Was ist eine Urheberrechtsgesellschaft?
Einen einfachen Weg zum Urheberrechtsverständnis hat die Autorenvereinigung CISAC geschaffen. In drei unterhaltsam, spannend und informativ gestalteten Videos im Comicstil werden die drei genannten Begriffe sehr gut erklärt. Wie geschaffen für den nächsten Vortrag oder Projektinput.
[via PriorMart Blog]
Urheberrecht zum Anfassen

Screenshot von iRights.info
Auch im digitalen Zeitalter darfs für MedienpädagogInnen ab und zu mal was gedrucktes sein: zum Nachschlagen, Schmökern, Mitnehmen.
Seit diesem Frühjahr gibt es das geballte Wissen der Website iRights.info zum Urheberrecht in der digitalen Welt als Buch – in gedruckter und digitaler Form. Die Publikation kann bei iRights heruntergeladen und bestellt werden.
Einführung ins Urheberrecht
Auch wenn der Trend klar zu CreativeCommons geht: Die Sensibilität für das Urheberrecht in Schulen, in der Medienpädagogik und in der Jugendarbeit wächst, die Zahl der Begleitmaterialien auch. Eine Broschüre von Schulen ans Netz ergänzt den Reigen der Publikation zum Thema und beantwortet grundlegende Fragen wie “Was sind urheberrechtlich geschützte Werke?” oder “Welche Werke sind frei nutzbar?” Hilfreich besonders für den Bildungsbereich sind Hinweise zum Zitieren und zur Veröffentlichung von SchülerInnenarbeiten.
Rechtlich gut im Bilde sein

"Hf30He63Dg12²Ob276" von just.Luc (just.Censored) auf flickr.com
Die Sensibilität für UrheberInnen- und Persönlichkeitsrechte wird ständig größer und über jedem Veranstaltungsflyer oder auch Jahresbericht mit Fotos schwebt das Damoklesschwert von Einzelpersonen, die das Recht am eigenen Bild verletzt sehen. Die erhöhte Sensibilität ist grundsätzlich eine gute Entwicklung, führt aber bei PädagogInnen zu großer Unsicherheit oder auch Angst.
Eine hilfreiche Publikation ist daher der “Ratgeber Bild- und Urheberrecht” beim jugendnetz-berlin.de. Eine Expertin beschreibt dort sehr praxisnah die rechtlichen Implikationen bei der Verwendung von Fotos von (jugendlichen) TeilnehmerInnen in eigenen Veröffentlichungen.
Bei den zahlreichen Nachfragen zum Thema kann mensch als MedienpädagogIn ab sofort noch mit zwei weiteren Materialien glänzen: mekonet beschreibt im PDF “Rechtsfragen in der digitalen Welt“, was bei der Publikation von Inhalten im Netz rechtlich beachtet werden muss. Ähnliches bietet lehrer-online mit einem Online-Kurs zum Thema.
Was kommt nach dem Copyright?

"All users keep right" von magnetbox auf flickr.com
Die Piraten sind auf dem Vormarsch – zuletzt bei der Bundestagswahl, aber bereits seit Jahren, wenn es darum geht Musik und Filme zu kopieren. Für Jugendliche ist das (nicht legale) Kopieren auch von urheberrechtlich geschütztem Material oft selbstverständlich, und spätestens da können MedienpädagogInnen ins Spiel kommen.
Im Rahmen der Ars Electronica in Linz entstand zu dem Thema eine 45minütige Dokumentation “Was kommt nach dem Copyright?”, die sich mit KopiererInnen, HerausgeberInnen, AnwältInnen, aber auch mit KünstlerInnen beschäftigt und ein differenziertes Bild davon zeichnet, wie es aktuell um das Copyright bestellt ist und was evtl. danach kommen kannR.
Die 3sat-Doku ist bei youtube und vimeo aufgetaucht. Grund genug für uns, statt eines medienpädagogischen Beispielfilms in dieser Woche einen Input zu dem Themenkomplex UrheberInnenrecht, Copyright, CreativeCommons und Co. zu bringen. Wir wünschen erkenntnisreiche 45 Minuten.
Keine Haftung für Urheberrechtsverletzungen
Über Online-Angeboten schwebt bisher immer das Damoklesschwert der Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung, was auch medienpädagogische Webprojekte mit Blogs, Gästebüchern oder Foren nicht einfacher macht. Gute Nachrichten kommen in diesem Zusammenhang aus dem Norden: Das OLG Hamburg hat in einem aktuellen Urteil Forenbetreiber von einer Haftung in diesem Zusammenhang freigesprochen. heise online dokumentiert das Urteil umfassend und bietet eine gute Grundlage für das eigene Arbeiten auf rechtssicherem Terrain.
Die elf besten Dialekt-Videos
Dialekte sind wieder im Kommen. Den Eindruck kann mensch zumindest bei einem Blick auf erfolgreiche youtube-Videos bekommen: Dort haben mit Dialekten nachsynchronisierte Ausschnitte bekannter Filme Hochkonjunktur. Das ist aber nicht nur höchst unterhaltsam, sondern der kleine Trend hat meiner Meinung nach eine (medien)pädagogische Dimension: Einmal sind medienpädagogische “Dialekt-Videoprojekte” ein hervorragender Anlass, sich mit Nachvertonung, Synchronisation, Audioqualität uvm. auseinander zu setzen. Zum Anderen lassen sich anhand der Schicksale berühmter Videos und deren MacherInnen im Internet Urheberrechtsaspekte thematisieren. Und schließlich macht das ganze nicht nur Spaß, auch wird das Projekt schnell zu einer Auseinandersetzung mit der regionalen Kultur und ihren Eigenheiten – und der oft belächelte und als Nachteil empfundene Dialekt kann auf einmal zum Vorteil werden.
Genug Gründe also, hier einmal ein “Showcase” der besten im Internet verfügbaren Dialekt-Videos zusammen zu stellen – zur Unterhaltung der geneigten LeserInnenschaft und vor allem als Motivation und Inspiration für eigene Projekte. Selbstverständlich mit einigen Hintergrundinfos. Wie immer gilt: Ergänzungen einfach als Kommentar posten!
Urheberrecht, seine Probleme und mögliche Lösungen
Filmverleihe und Musikkonzerne fahren große Kampagnen, die die Verletzung von UrheberInnenrechten kriminalisieren sollen. Bei genauem Hinsehen zeigt sich aber, dass das Problem woanders liegt: Urheberrecht ist alles andere als modern und wird insbesondere den Möglichkeiten der Technik und der Vervielfältigung nicht mehr gerecht.
Der Elektrische Reporter hat sich auf seine erfrischende und tiefgründige Weisen in zwei Folgen dem Urheberrecht gewidmet: Zunächst werden die Problemlagen und die Reformbedürftigkeit des Konstruktes herausgearbeitet, in einer zweiten Folge geht es darum, wie zeitgemäß sichergestellt werden kann, dass KünstlerInnen und AutorInnen angemessen für ihre Arbeit honoriert werden – bspw. mit Creative Commons. Sehenswert und ein guter Impuls auch für medienpädagogische Diskussionen.
Freie Musik
Medienpädagogische (Video)Projekte und freie bzw. GEMA-freie Musik gehören eng zusammen, denn die Verwendung der Lieblingsmusik für den eigenen Film ist gerade für Jugendliche sehr attraktiv, aber die Rechtefrage beim Einsatz von urheberrechtlich geschützter Musik ist kompliziert und mit vielen Hürden versehen. Und nicht zuletzt wird die Verwertung von medienpädagogischen Produkten auf DVDs und bei Festivals kompliziert und teuer durch darin enthaltene kommerzielle Musik. Auf dieser Seite stellen wir Hintergrundinformationen und vor allem Quellen für (GEMA)freie, kostenlose, evtl. CreativeCommons-lizensierte Musik sowie für Sounds und Geräusche zusammen.
Grundsätzliches, Rechtliches
- Einführung in die Thematik Urheberrecht, Musikrecht, Lizenzen des Bundesverband Jugend und Film (BJF)
Freie und kostenlose Musik zum Download
- Jamendo: Auf Jamendo stellen KünstlerInnen ihre Musik frei, legal und kostenlos zur Verfügung.
- mp3.com: Das Musikportal hat auch eine “free Music”-Abteilung.
- dogmazic.net: Auch auf dieser Website können Musikstücke direkt von den MacherInnen geladen werden.
- opsound: Ästhetische Seite, gut geordnet, alle Musik wird als Download gesendet.
- ccMixter: Freie Musikcommunity mit Remixes
- SoundClick: Hier können MusikerInnen ihre eigene Musik veröffentlichen und zum kostenlosen und freien Download bereitstellen. Zur Nutzung ist eine Registrierung erforderlich, diese ist kostenlos
- AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
- TuneFinder: Die Seite sammelt kostenlos verfügbare Musik im Internet, die Rechtelage ist allerdings hier eingeschränkt – genau hinschauen!
- Musiktracks bei brickfilms.com (ZIP): Archiv mit einfacher Hintergrundmusik
- Bargus Musikbibliothek: Einige vor allem klassische Musikstücke zum direkten Download.
- archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
- ArtistServer: KünstlerInnen-Community, in der freie Musik zum Download angeboten wird.
- Musopen: Musikstücke, deren Urheberrechte erloschen sind, werden eingespielt und zur Verfügung gestellt.
- Gratisvibes: Linksammlung zu Netlabels mit kostenloser Musik
- Starfrosch: Schweizer Community mit freier Musik zum Download
- Stadtgruen: Netlabel mit CreativeCommons-Musik zum Download
- Tribe of Noise: Online-Community mit Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
- OpenMusicContest: Bundesweiter Musikwettbewerb, dessen Beiträge unter einer CC-Lizenz stehen.
- Pimp my Rights: CD-Sampler mit freier Musik, u.a. von den Beastie Boys
Freie Sounds und Geräusche
- Hörspielbox: Freies Soundarchiv im MP3-Format
- freesound: Freies Soundarchiv
- FindSounds: Englischsprachige Sound-Suchmaschine
- Soundarchiv von mediaculture-online.de: Reden, Hörspiele, Musik
- ccMixter: Freie Musikcommunity, auch mit Loops und Samples
- AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
- Geräuschbibliothek von brickfilms.com: Auf der Brickfilm-Seite sind Archive mit Atmo-, Comic-, Outdoor-, ScienceFiction- und anderen Geräuschen zum Download verfügbar.
- Bargus Soundbibliothek: Einige freie Geräusche zum direkten Download.
- archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
- FreeLoops: Loops, Sounds und Geräusche unter CreativeCommons-Lizenz
- Tribe of Noise: Online-Community mit freier Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
- SoundTransit: Ein Archiv mit Feldaufnahmen aus der ganzen Welt.
- Public Domain Sounds: Eine Soundcommunity mit Alltagsgeräuschen.
- WikiMedia Commons: Die Sounds der Wikimedia Websites zum Download
Freie, aber kostenpflichtige Musik
- Podsafe Music Network: Auf PMN gibt es freie Musik, die aber nur gekauft werden kann.
- Magnatune: Keine freie, aber online lizensierbare Musik, auch für Video.
- Audio Network: Freie Sounds und Musik, die online gekauft werden können.
- SoundPool24: GEMAfreie Sounds und freie mp3-Musik im Online-Shop
- Universal Publishing Production Music: Sound- und Musikarchiv von Universal. Gegen geringes Entgelt können die Dateien für eigene Produktionen lizensiert werden.
- Soundarchiv: Sounds aus Natur, Technik, Alltag usw., die mit verschiedenen Lizenzen eingesetzt werden können.
- Soundsnap: Sounds, Effekte, Loops
- Soundtaxi.net: Gemafreie Musik / Lizenzfreie Musik / Filmmusik
Urheberrechtlich geschützte, aber kostenlose Musik
- Tonspion: Die MacherInnen der Seite durchstöbern das Netz regelmäßig nach Kostenlos-Angeboten von Musikverlagen u. a. und stellen Links auf die entsprechenden Seiten und mp3-Tracks zur Verfügung.
- Freeload: Ein ähnliches Angebot wie der Tonspion.
- Tauschnix: Der Mitschnitt von Musik aus dem Internetradio ist völlig legal. Tauschnix klärt über Rechte und technische Möglichkeiten auf und bietet Programme für den Mitschnitt.
- VGMusic: Die MacherInnen bieten tausende von Originaltunes aus Computerspielen (!) im mp3- und Midi-Format zum (freien) Download an.
- Moby: Ja, genau der Moby. Für MedienpädagogInnen und Nonprofit-Projekte kostenlos. Anmelden und los!
Datenschutz, Urheberrecht, Sicherheit & Co.
Ehrlich gesagt ist es ein bisschen wie die Sendung mit der Maus, nur kommt keinE normal SterblicheR an Armin und Christoph ran – er versucht es trotzdem und ist damit immerhin informativ: Moritz, die Hauptfigur der Infoclips der Landeszentrale für politische Bildung NRW. In jeder Folge sieht sich der Student mit einem Problem aus dem Internet oder mit seinem Handy konfrontiert, das er zusammen mit ExpertInnen löst. Dabei geht es meist um Datenschutz, das Urheberrecht, allgemeine VerbraucherInnensicherheit und ähnliche Dinge.
Mittlerweile gibt es 17 Folgen, die alle einzeln auf der Website der LzpB angeschaut werden können. Die kurzen Filme eignen sich dabei sowohl zum Selbststudium als auch als kurzer Input bei medienpädagogischen Projekten. Ich hab beispielsweise heute gelernt, dass es doch Sinn macht, mein Handy besser zu schützen.

