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Keine Bildung ohne Medien!

"Demo 29.10.09" von sepp_der_bauer auf flickr.com

"Demo 29.10.09" von sepp_der_bauer auf flickr.com

Je größer die Rolle ist, die die Medien im Leben der Menschen und vor allem im Leben von Jugendlichen spielen, desto größer wird auch die Rolle der Medienpädagogik. Das beobachten wir in jüngster Zeit vermehrt in unserer Praxis: KollegInnen aus Jugendarbeit, Schule und Erwachsenenbildung organisieren mehr und mehr Projekte, Vorträge, Workshops und fragen nach unserer Unterstützung. Die geben wir gerne, es zeigt sich aber, dass die bestehenden medienpädagogischen Angebote angesichts der neuen Bedarfe bei weitem nicht mehr ausreichen.

Es bedarf daher einer umfassenden Förderung der medienpädagogischen Angebote in allen Bereichen der Bildungspraxis und in einer neuen Qualität – und insbesondere personeller, infrastruktureller und finanzieller Investitionen auf Länder‐ und Bundesebene. Das formuliert das Medienpädagogische Manifest ganz hervorragend und zeigt unserer Meinung nach sehr gut die Richtung auf, in die Jugend- und Bildungspolitik in den nächsten Jahren in diesem Bereich gehen muss. Das Manifest ist nicht mehr ganz taufrisch, aber neuerdings auch online zu zeichnen. Und so können wir uns keinen besseren Start ins neue Jahr vorstellen, als mit einer Zeichnung des Papiers. Gesagt, getan.

Virtuelle Welten unter der medienpädagogischen Lupe

Wenn es um “virtuelle Welten” geht, dann fiel zumindest mir bisher nur Second Life ein. Weit gefehlt, denn selbstverständlich gibt es auch andere Angebote und NachahmerInnen. Die hat Michael Lange in seinem Blog aus medienpädagogischer Sicht getestet: Qwaq, Twinity und Secret City, Lively sowie Smeet. Alle drei schneiden alles andere als überragend ab, aber in jedem Fall zeigen sich hier weitere Facetten “virtueller Welten”.

Über Bildungsangebote in diesen Programmen kann mensch geteilter Meinung sein und ich selbst bin mehr als skeptisch, aber sollte mensch sich dafür entscheiden, hat Michael Lange auch seine reichhaltige Erfahrung zu solchen eLearning-Angeboten aufgeschrieben: in einem eigenen Wiki zu Bildung in Second Life.

[via educational-gaming.de]

eSport an der Schule „Spielen für Bildung“

Turtle Entertainment und das Deutsche SPIELEmuseum e.V. betreiben seit 2007 die eSport-Schulmeisterschaften. Nun mag für viele Pädagogen zunächst ein Widerspruch zwischen Computerspielen und Schule, zwischen Bildung und Spiel bestehen.

Allerdings ist genau diese Brücke dass Anliegen des Wettkampfes. Er ist primär auf die Förderung des verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Medien gerichtet. Im eSport werden vielfältige geistige Kompetenzen, Kreativität sowie Kommunikationsvermögen gefordert, welche im Rahmen des Schulunterrichts nutzbar gemacht werden könnten bzw. sollten. Überdies können erfolgreiche Teams zur Verbesserung des schulischen Lernklimas beitragen.

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Webtipps zum Thema Bildung aus dem Grimme Online Award

Die müssen schließlich wissen, was gut ist: Das Grimme Institut veranstaltet jährlich den Grimme Online Award, der als anerkanntes Gütesiegel für deutschsprachige Websites gilt. Unter den vielen PreisträgerInnen der letzten Jahre waren auch einige Websites, deren Inhalte bildungsrelevant sind, bspw. Webangebote gegen Rassismus, Informationsangebote zu anderen Ländern, aber auch Beiträge aus der Medienpädagogik. Alles Grund genug für die MacherInnen, diese Seiten strukturiert zusammenzustellen inkl. Altersempfehlungen und der Zuordnung zu bestimmten Themen. Eine gute Linkliste – für die Schule wie für die Jugendarbeit.

http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=624

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