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Das erste offene deutschsprachige Schulbuch ist online – und jetzt?

Seit Sommer 2013 ist das erste offene deutschsprachige Schulbuch – für das Fach Biologie 7/8 an Berliner Gymnasien – online. Höchste Zeit, einmal darauf zu schauen, wie es damit weiterging.

Die Aufmerksamkeit der Presse war hoch, als die beiden Berliner Initiatoren Hans Hellfried Wedenig, Medienproduzent und Berater, und Heiko Przyhodnik, Biologie- und Sportlehrer, Anfang 2013 auf der Crowdfunding-Plattform Startnext um Unterstützung um eine Basisfinanzierung ihres Vorhabens baten. Tatsächlich ist das erste offene, das heißt liberal lizenzierte Schulbuch für das Fach Biologie in der Schulstufe 7/8 nun seit letzten Sommer zugänglich.

Bio-Schulbuch mit offenem Content

Das Biologiebuch ist für die Schulstufen 7/8 an Berliner Gymnasien entwickelt. Das Buch liegt als Webpage, als PDF und auch als iBook vor. Und vor einigen Tagen vermeldeten die Initiatoren stolz, dass des nun schon 20.000 Mal herunter geladen wurde. Zur Buchentstehung und dem Projekverlauf wurde eine ausführlicher Bericht erstellt, der insbesondere die Schwierigkeiten beschreibt, aktive Mitmacher/inenn zu finden. Dass das Werk auf Interesse stößt zeigen auch erste Rezensionen des Schulbuchs, beispielsweise in der aktuellen Ausgabe von “Computer + Unterricht”. Das Buch gibt zwar keine Maßstäbe vor, was neue interaktive Gestaltungsmöglichkeiten von Schulbüchern angeht: Es ähnelt in Form und Inhalt den bekannten gedruckten Büchern, mit einigen interaktiven Aufgaben als Zugabe. Und weiterhin werden kleinere Fehler bemäkelt. Aber es wurde auch kein interaktives Wunderwuzzi-Buch versprochen, sondern eben das erste offen zugängliche Buch. Den ganzen Beitrag lesen

Lizenzfreie Musik für YouTube Videos

YouTube ist ein Medium, welches auf keinen Fall zu unterschätzen ist. Es gibt sehr viele populäre Beiträge, die von den Zahlen her sogar ganze Fernsehsendungen in den Schatten stellen. YTITTY, Lefloid, Gronkh – das sind nur drei von zahlreichen YouTubern, die mittlerweile auf ein geregeltes Neben- oder Haupteinkommen durch ihre Kanäle zurückgreifen können. Das inspiriert sehr viele Jugendliche, die auf diesem Wege mehr oder weniger erfolgreich versuchen, ihren Traum vom YouTube-Star in die Realität umzusetzen.

An dieser Stelle können nun sehr viele medienpädagogische Projekte ansetzen. Skripte und Drehbücher erstellen, Videoschnitt, Kameraführung, Audiobearbeitung – die Palette der Möglichkeiten ist enorm. Eine Hürde, auf die wohl jeder stösst, ist die Frage der Rechtssicherheit, vor allem bei den verwendeten Audiomaterialien. Neben den zahlreichen Angeboten im Netz, bietet nun YouTube selbst eine Bibliothek für lizenzfreie und kostenlose Musik an. Zur Zeit stehen dort etwa 150 kostenlose Musikstücke in guter Qualität zur Verfügung. Auf jeden Fall ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung.

 

L3T 2.0 – es geht immer noch besser

L3T, das “Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien”, ist seit seinem ersten Erscheinen etwas besonderes: Frei und kostenlos unter einer CreativeCommons-Lizenz im Internet verfügbar, von vielen Expertinnen und Experten gemeinsam entwickelt und (daher) mit einem hochwertigen und umfassenden Inhalt. Das ist nicht nur eine wichtige OER-Ressource für die Medienpädagogik, sondern hat uns auch zum “Medienpädagogik Praxis Handbuch” inspiriert.

Nun ist L3T – wiederum auf eine aufsehenerregende Weise – aktualisiert worden und in einer neuen Version erschienen. Die Leser_innen erwarten gute Beiträge zu Technologie-Grundlagen, Mediendidaktik, eLearning, soziologischen und psychologischen Hintergründen, Einsatz in speziellen Arbeitsfeldern, pädagogischen Konzepten, Recht und vielem mehr. Alle Texte sind digital zum direkten Download verfügbar, können aber auch gedruckt bestellt werden.

Das richtige Icon schnell gefunden

iconfinderWer immer im gestalterischen Bereich arbeitet, sei es nun innerhalb medienpädagogischer Projekte oder aber auch im normalen Büroalltag, greift gerne auf Icons und kleine Grafiken zurück. Für die Photoshop-Profis unter den Lesern ist die Erstellung eines Icons kein Thema, was aber, wenn der gewöhnliche Grafik-Laie (wie ich zum Beispiel ;-) ) schnell ein Icon für einen Flyer oder eine Internetseite benötigt?

Abhilfe kann hier die Icon-Suchmaschine schaffen. Mit einem Klick werden Icons zu den gewünschten Themengebieten angezeigt, teilweise kostenpflichtige, überwiegend jedoch kostenlose Icons mit einer CC-Lizenz, die – je nach Lizenz – auch kommerziell genutzt werden können. Viel Spass damit…

Platzhaltergrafiken wie aus dem Arm geschüttelt

Platzhaltergrafiken für die Medienpädagogik

Ein lorempixel von hector lazo @ flickr.com (CC BY-SA)

Manchmal muss es in kreativen Prozessen – und damit auch in der Medienpädagogik – schnell gehen. Etwa, wenn die Idee für eine Website-Gestaltung oder die einer SchülerInnenzeitung Formen annehmen soll, die genauen Inhalte aber noch fehlen.

In diesen Fällen hilft lorempixel: Analog zu den klassischen Platzhaltertexten, die mit lorem ipsum beginnen, liefert die Website kostenlos pixelgenaue Platzhaltergrafiken für Web und Print. Die Gestaltung lässt sich nach Genre wählen, die Ergebnisse stehen unter einer CC (BY-SA)-Lizenz – und sind perfekt weboptimiert. Da sage ich nur noch: Lorem ipsum dolor sit amet!

Suche nach Creative-Commons-Inhalten

Creative-Commons-Suche in der MedienpädagogikCreative-Commons-Inhalte haben mittlerweile ihren festen Platz in der Medienpädagogik – und was immer angesagt ist, sind angenehme Wege, diese Inhalte im Netz auch zu finden. Jüngst sind mir gleich zwei Dienste über den Mauszeiger gelaufen:

Quasi direkt an der Quelle ist die Suche von Creative Commons selbst: Auf der Website lassen sich Musik, Fotos, Videos und Audiodateien (auch selektiv) suchen. Auf Bilder spezialisiert, dafür besonders ästhetisch ist Compfight (leider nur mit englischer Website). Mit diesen zwei Diensten im Gepäck sind CC-Medienprodukte keine Hexerei mehr…

Werkstätten zum Web 2.0

Werkstätten zur Medienpädagogik

In den Webhelm-Werkstätten produzieren Jugendliche verschiedenste Medienprodukte zu den Themenbereichen Datenschutz, Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte im Web 2.0. Es können beispielsweise Videoclips, interaktive Fotostorys, Comics oder Audio-Beiträge entstehen.

Vorbereitung
Bei einem Vorbereitungstreffen mit den teilnehmenden Jugendlichen kann gegebenenfalls bereits geklärt werden, welche Web 2.0-Angebote sie kennen und nutzen, welche Fragen und Aspekte des Datenschutzes, des Urheberrechts oder der Persönlichkeitsrechte sie für wichtig halten und wo sie Informationsbedarf haben. Dazu können die Jugendlichen beispielsweise gegenseitig kurze Video- oder Audio-Interviews zu ihren Lieblings-Internetplattformen führen. Anhaltspunkte können die folgenden Fragen sein: Was ist deine Lieblingsplattform? Was machst du alles auf…? Was kann man da sonst noch machen? Was gefällt dir auf … am besten? Was findest du nicht so gut? Die Ergebnisse können anschließend in der Gruppe präsentiert und diskutiert werden.

Ablauf
Der genaue Ablauf der Webhelm-Werkstatt sollte an die Rahmenbedingungen der Zielgruppe sowie an ihre Bedürfnisse und Wünsche angepasst sein. Folgende Elemente bieten sich jedoch in allen Fällen an: Den ganzen Beitrag lesen

Das Medienpädagogik Praxis-Blog ist nun CC BY-SA

Creative Commons in der Medienpädagogik

“Creative Commons” von Guilio Zannol auf flickr.com (cc by)

Unser Kernanliegen ist es, für die medienpädagogische Arbeit möglichst viele praktische Materialien kostenlos zur Verfügung zu stellen. Und so haben wir auch sehr schnell unsere Inhalte unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt. Bisher war das CC BY-NC-ND, weil wir die freie Weitergabe fördern, aber die kommerzielle Verwendung ausschließen wollten.

Eine Broschüre von irights.info hat uns nun endgültig davon überzeugt, dass diese Lizenz nicht nur problematisch ist, sondern dass wir unsere Ziele mit einer anderen Lizenz viel besser erreichen können. Und daher stehen ab heute alle Inhalte (sofern nicht anders gekennzeichnet) auf dieser Website unter einer CC BY-SA-Lizenz – auf dass sie der Bildungsarbeit noch bessere Dienste leisten.

[Dank an unseren Paten Daniel Seitz für den Hinweis!]

Zwei Buchstaben, die die Welt bedeuten können

Creative Commons in der Medienpädagogik

"Creative Commons" von Kalexanderson auf flickr.com (cc by-sa)

Gerade in einer Zeit, wo freie Lerninhalte immer intensiver diskutiert werden, ist fundiertes Wissen über CreativeCommons-Lizenzen eine wichtige Kompetenz nicht nur für die Medienpädaogik. Einen wichtigen Beitrag dazu liefert die neu erschienene Broschüre “Freies Wissen dank Creative-Commons-Lizenzen” von Wikimedia, CreativeCommons und iRights.info.

Darin geht es insbesondere um “Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung ‘nicht-kommerziell – NC’”. Die HerausgeberInnen sind nämlich der Auffassung, dass vielen NutzerInnen die Implikationen des sehr populären Lizenzattributs “NC” nicht bewusst sind und durch unbedachte Folgen die Verbreitung von Wissen eingeschränkt wird. Für mich ist das ein sehr bedenkenswerter Einwand und daher die Broschüre mein Lesetipp zum Wochenende.

[Dank an Danilo für den geliehenen Rechner! :-)]

Let´s CC – die Suchmaschine für freie Werke

Creative Commons ist für viele MedienpädagogInnen ein Begriff. Ich selbst nutze gerne Material für das Blog, welches unter einer CC Lizenz veröffentlicht wurde. Wie findet mensch aber am besten Fotos, Videos oder Musikstücke, die einer solchen Lizenz unterliegen? Creative Commons Korea hat hierfür die Suchmaschine Let´s CC ins Leben gerufen, eine Suche für Werke, die unter einer CC-Lizenz herausgegeben wurden. Durchsucht werden z.B. Portale wie Flickr, YouTube, Slideshare oder Jamendo. Viel Spaß beim Suchen!

 

 

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