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Das Medienpädagogik Praxis-Blog ist nun CC BY-SA
“Creative Commons” von Guilio Zannol auf flickr.com (cc by)
Unser Kernanliegen ist es, für die medienpädagogische Arbeit möglichst viele praktische Materialien kostenlos zur Verfügung zu stellen. Und so haben wir auch sehr schnell unsere Inhalte unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt. Bisher war das CC BY-NC-ND, weil wir die freie Weitergabe fördern, aber die kommerzielle Verwendung ausschließen wollten.
Eine Broschüre von irights.info hat uns nun endgültig davon überzeugt, dass diese Lizenz nicht nur problematisch ist, sondern dass wir unsere Ziele mit einer anderen Lizenz viel besser erreichen können. Und daher stehen ab heute alle Inhalte (sofern nicht anders gekennzeichnet) auf dieser Website unter einer CC BY-SA-Lizenz – auf dass sie der Bildungsarbeit noch bessere Dienste leisten.
[Dank an unseren Paten Daniel Seitz für den Hinweis!]
Zwei Buchstaben, die die Welt bedeuten können
"Creative Commons" von Kalexanderson auf flickr.com (cc by-sa)
Gerade in einer Zeit, wo freie Lerninhalte immer intensiver diskutiert werden, ist fundiertes Wissen über CreativeCommons-Lizenzen eine wichtige Kompetenz nicht nur für die Medienpädaogik. Einen wichtigen Beitrag dazu liefert die neu erschienene Broschüre “Freies Wissen dank Creative-Commons-Lizenzen” von Wikimedia, CreativeCommons und iRights.info.
Darin geht es insbesondere um “Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung ‘nicht-kommerziell – NC’”. Die HerausgeberInnen sind nämlich der Auffassung, dass vielen NutzerInnen die Implikationen des sehr populären Lizenzattributs “NC” nicht bewusst sind und durch unbedachte Folgen die Verbreitung von Wissen eingeschränkt wird. Für mich ist das ein sehr bedenkenswerter Einwand und daher die Broschüre mein Lesetipp zum Wochenende.
[Dank an Danilo für den geliehenen Rechner!
]
Mit der Lizenz zum Schneiden
Es sind manchmal die kleinen Dinge, die Großes bewirken können. Einen solchen Impuls hat es gerade von YouTube gegeben: Seit letzter Woche können Videos nicht nur CreativeCommons-lizensiert werden, die Videocommunity stellt auch tausende professionell produzierte Clips unter CC BY-Lizenz zur Verfügung.
Für die Medienpädagogik ist das meiner Meinung nach gleich mehrfach bedeutsam: Zum Einen wird damit zumindest ein Teil der guten und beliebten YouTube-Mashups rechtlich abgesichert, zum Anderen wird die Website damit auf einen Schlag zu einem CC-Videoarchiv. Und da die Suche nach CC-Videos nur im YouTube Video-Editor so richtig gut funktioniert, bekommt der auch eine ganz neue Bedeutung. Seien wir gespannt, wie es weitergeht.
Kreationen für die eigene Kreativität
"Signes de vie" von Sean Heart aus "ARTE creative" (cc by-nc-sa)
(Kunst)Werke zu betrachten ist der erste Schritt zur eigenen Kreativität. Material zuhauf für eigene Inspirationen bietet das neue KünstlerInnennetzwerk “ARTE creative“. Dort werden, redaktionell betreut, internationale Arbeiten aus den Bereichen Kunst, Film, Popkultur, Design und Architektur veröffentlicht.
Für die Medienpädagogik besonders interessant sind die beiden Kategorien Fotografie und Film, aber sicher auch Gaming. Insgesamt bietet die Community ein schier unerschöpfliches Repertoire an Inspirationen für Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Und das Beste: Viele Arbeiten sind CreativeCommons-lizensiert, können also für eigene Arbeiten verwendet werden!
Kommt ein Liederbuch geflogen
Ausschnitt aus dem Buch
Ein Liederbuch für Kinder gehört sicher nicht zu den Kernthemen eines Medienpädagogik-Blogs, aber genau dieses hier hat einen Artikel verdient, denn es hat gleich mehrfach einen medienpädagogischen Bezug:
Seit kurzem ist das gemeinfreie Liederbuch “Kinder wollen singen” des Musikpiraten e.V. auch zum Download im Netz verfügbar. Die MacherInnen haben damit auf den Umstand reagiert, dass die GEMA alleine für das Kopieren von Notenblättern von ansonsten freien Liedern von Kindergärten etc. Gebühren verlangt hat.
Das neue Kinderliederbuch kann nun frei kopiert, die darin enthaltenen Lieder aus vollem Hals gesungen werden. Und beim Kopieren oder Singen ergeben sich dann vielleicht auch Gespräche über Urheberrecht, Copyright, CreativeCommons oder freie Musik.
Kollaborativ, frei, fundiert: ein Lehrbuch unter CreativeCommons
"Buch" von Scoobay auf flickr.com
Es wird immer bunter. CreativeCommons bzw. OpenAccess und die Bildungsarbeit sind ein tolles Gespann, ihr Zusammenwirken treibt immer wieder bunte Blüten. Die allerneueste ist allerdings besonders schillernd: Das “l3t” – Lehrbuch zum Lehren und Lernen mit Technologien.
Auf Initiative von Martin Ebner und Sandra Schön hat sich ein sowas wie ein “who-is-who der Szene” zusammengefunden, das im Team ein inhaltlich sehr umfassendes Werk geschaffen hat, das technologische, medienpädagogische und psychologische Aspekte gleichermaßen abdeckt und für Theorie und Praxis geeignet ist. Das Lehrbuch ist ab sofort frei zum Download verfügbar, eine Printversion ist in Vorbereitung.
Das Projekt liefert damit nicht nur ein tolles Werkzeug auch für die Medienpädagogik, sondern strahlt sicher auch als gelungenes kooperatives OpenAccess-Projekt auf Bildung und Medienpädagogik aus.
Noch eins obendrauf setzt das Buch “E-Learning 2.0 im Einsatz” von Thomas Bernhardt und Marcel Kirchner, das ebenfalls frei zum Download zur Verfügung steht.
Film zum Anfassen
Still aus dem Film
Creative Commons ist ein wirkliches Geschenk für die Bildungsarbeit und ganz besonders für die Medienpädagogik. Das wird mal wieder deutlich bei “Sintel“, dem neuesten Produkt der Blender Foundation, die unter anderem den freien Film “Big Buck Bunny” produziert haben.
Sintel, ein 15minütiger, computeranimierter Fantasyfilm, ist wie sein Vorgänger mit freier Software produziert, daher unter einer CreativeCommons-Lizenz verfügbar und kann damit allein schon als Kurzfilm frei in der Bildungsarbeit eingesetzt werden (Download | youtube | vimeo).
Gleichzeitig sind auch alle Zwischenprodukte zum Download und zum “Remix” freigegeben, also die Musik, Bilder aus dem Film und selbstverständlich das ganze Videomaterial – ein grandioser Materialpool also für Schnittworkshops, Videoseminare, Bildbearbeitungs-Inputs undundund. Nicht zuletzt ist auch das MakingOf spannend und macht wie der Film und das ganze Projekt Lust, einmal selbst mit Blender ein 3D-Animationsprojekt zu starten. Herrlich.
Schöner weihnachten mit Creative Commons
"if your time to you is worth saving" von gl0ri auf flickr.com
Pünktlich zum ersten Dezember liefert die Netzgemeinde ein Geschenk an alle Kinder, das ich hier unbedingt weiterschenken muss, auch wenn es nur bedingt mit Medienpädagogik zu tun hat: Die Piraten haben ein CreativeCommons-lizenziertes Weihnachtsliederbuch herausgegeben – quasi mit der Top26 des Weihnachtsliedgutes von “Jingle Bells” bis “Oh Tannenbaum”! Damit wird auf die absurde Situation reagiert, dass für das Kopieren von Notenblättern zu Weihnachten GEMA- und andere Gebühren entrichtet werden mussten, auch wenn das eigentliche Lied nicht mehr geschützt ist.
Zwölf engagierte Ehrenamtliche haben möglich gemacht, was die großen Verwertungsgesellschaften nicht möglich machen wollten. Ein Lehrstück in Sachen Urheberrecht vs. CreativeCommons – und so vielleicht doch noch ein Lernanlass am Rande des Weihnachtssingens.
[via @sondala, danke!]


Creative Commons ist für viele MedienpädagogInnen ein Begriff. Ich selbst nutze gerne Material für das Blog, welches unter einer CC Lizenz veröffentlicht wurde. Wie findet mensch aber am besten Fotos, Videos oder Musikstücke, die einer solchen Lizenz unterliegen? Creative Commons Korea hat hierfür die Suchmaschine 
