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Präsentieren und interagieren mit Facebook
Das Social Web verändert die Gesellschaft und damit auch die Bildungsarbeit. In dieser Situation sind neue Veranstaltungsformate gefragt, die andere Sozialformen und Interaktionsmöglichkeiten eröffnen. Genauso müssen PädagogInnen aber auch neue Methoden entwickeln, die Medien integrieren und interaktiv sind. Dabei sind auch Experimente gefragt.
Ein solches hat Daniel Seitz gewagt: Er hat eine Facebook-Page als Präsentations- (und Interaktions-)Tool genutzt und damit das klassische Setting ReferentIn-Publikum aufgebrochen. Inspiriert wurde er dabei vom schönen Vortrag von Ulrike Wagner und Niels Brüggen beim GMK-Forum 2011, wo per Twitter Rückmeldungen aus dem Publikum abgefragt wurden. Beide Versuche waren erfolgreich und haben viele Erfahrungen möglich gemacht. Daniel hat seine Erkenntnisse dankenswerterweise in einem Blogbeitrag aufgeschrieben.
Welche Erfahrungen haben Sie mit interaktiven Präsentationsformen gemacht? Kennen Sie weitere Methoden? Ergänzen Sie einfach mit einem Kommentar.
Sehr gute generelle Tipps zum Präsentieren im Zeitalter des Social Web gibt es übrigens in einem Artikel im bernetblog.
Digitale Kultur leben

"BarCamp Vancouver 2009 - The Schedule" von miss604 auf flickr.com (cc by-c-sa)
Ohne Konflikt keine Entwicklung – in diesem Sinne ist das terminliche und dadurch inhaltliche Aufeinandertreffen des Educamps in Bremen (aka #echb11) und des Medienpädagogischen Kongresses in Berlin (aka #kbom11) vielversprechend. Mir persönlich hat es zumindest bewusst gemacht, dass ich einige Technologien und Standards auf solchen Veranstaltungen nicht mehr missen möchte, weil sie Kommunikation, Kollaboration, Austausch, Transparenz und Dokumentation immens fördern.
Hier kommt daher meine TOP4 der must-haves für medienpädagogische Tagungen, auf dass sie sich weiter etablieren: Den ganzen Beitrag lesen
Twittern in Schule und Jugendarbeit

"twitter" von xotoko auf flickr.com
Der Kurznachrichtendienst Twitter ist wohl doch mehr als eine mediale Modeerscheinung, er hat sich zu einem ernstzunehmenden Kommunikationstool der Netzgemeinde entwickelt.
Ein klassisches „Jugendmedium“ ist Twitter zwar nicht, wie Studien zeigen, da sich die Jugendlichen derzeit lieber in Online-Communities wie Facebook&Co. tummeln. Gleichwohl lässt sich Twitter als medienpädagogisches Werkzeug nutzen, um im Schulunterricht oder in der außerschulischen Bildungsarbeit spannende Medienprojekte zu kreieren.
Einige Projektideen und –beispiele für Schule und Jugendarbeit:
140 Zeichen, die begeistern
Wer mit Twitter und der auf 140 Zeichen beschränkten Kommunikation das Ende unserer Sprachkultur verbunden hat, wird spätestens mit den “TinyTales” von Florian Meimberg eines besseren belehrt: Der Autor schafft es, mit jeweils einem Tweet ein dichtes Bild zu zeichnen, das vor dem inneren Auge des/der LeserIn eine Geschichte entstehen lässt.
Eine solche Perfektion inspiriert und ist meiner Meinung nach für die Medienpädagogik gleich mehrfach relevant:
- als Inspiration in der Ideen-/Drehbuchphase eines Videoprojekts,
- als Methode im Deutsch-Unterricht oder beim Kreativen Schreiben,
- evtl. auch in Verbindung mit einem eigenen Twitter-Projekt.
Die Tweets sind auf jeden Fall ein Fest und machen sich in jeder Timeline gut.
Jugendliche anschaulich sensibilisieren – pleaserobme
MedienpädagogIn sein ist schwer. Besonders wenn sensibilisierende Gespräche geführt werden sollen ohne dabei den belehrenden und aufmerksamkeitssenkenden Zeigefinger zu heben. Veran-schaulichen und bis zu einem gewissen Grad unterhalten ist die Devise.
Bei der aufklärenden Beantwortung der Frage: was stelle ich ins Netz, welche Dienste nutze ich und was passiert mit meinen Daten hilft pleaserobme. Ich – ein Einbrecher auf der Suche nach einem möglichen Zielobjekt – bekomme hier die Informationen die ich brauche: ist der/die BewohnerIn zu Hause oder nicht? Wenn nicht, wie lange wird er/sie in etwa wegbleiben? Um an diese Informationen zu kommen brauche ich mich nicht einmal der Gefahr aussetzen am späteren Tatort zufällig gesehen oder gar überwachungsgefilmt zu werden. Dank pleaserobme sehe ich, dass meine Zielperson in einer Weinhandlung auf Weinsuche ist und ich mir schätzungsweise eine Stunde Zeit lassen kann. Klasse!
Die Seite an sich ist nur eine modifizierte Twitter-Such-Seite, die Services wie Foursquare, Brightkite, Google Buzz usw. nutzt. Das sind alles Dienste mit denen mensch seinen Bekannten und Freunden (so wird die Sache umschrieben und angepriesen) mitteilen kann wo man hingeht oder gerade ist.
Um das Sensibilisierungsgespräch vielleicht noch etwas anschaulicher und eindringlicher zu machen, bietet es sich an eine Versuchsperson eine Versuchsroute aufzeichnen zu lassen. Je emotionaler die Empfindungen der TeilnehmerInnen, desto größer der Wiedererinnerungswert.
Digitaler Selbstmord

Screenshot der "Web 2.0 Suicide Machine"
Nein, das ist kein unmoralischer Aufruf an MedienpädagogInnen, ihren Schützlingen die Verlockungen des Jenseits nahe zu bringen. Hier geht es vielmehr um Datenschutz, Jugendschutz, die Selbstbestimmung über die eigene (Daten)Identität, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienkonsum und auch um Datensicherheit.
Auch wenn Jugendlichen nicht unbedingt nahegelegt werden kann, sämtliche Web2.0-Aktivitäten ad acta zu legen, gibt es sicher Gründe, sich gegen den eigenen Account bei Facebook oder Twitter zu entscheiden. Und dann bietet die neue “Web 2.0 Suicide Machine” sowohl einen effektiven wie ästhetischen Weg, die eigenen Daten samt des Accounts zu löschen: Der/die NutzerIn kann den Löschvorgang beobachten und sieht so ‘sein/ihr digitales Leben an sich vorbeiziehen’. Das kann sicher auch ein guter Einstieg in einen Workshop zum Thema Web 2.0 sein.
Bisher werden Facebook, Twitter und MySpace ‘unterstützt’, weitere Communities sollen folgen.
Twittern, aber richtig!

Icon via smashingmagazine.com
Wer ein medienpädagogisches Projekt gemacht hat und dieses im Internet präsentiert wird möglicherweise relativ schnell bemerken, dass die Resonanz nicht besonders groß ist und damit ein Feedback eher klein ausfällt. Das muss aber nicht an der nicht geteilten Euphorie über das Geschaffte liegen, die Ursache liegt viel wahrscheinlicher einen Schritt weiter vorn: Der Beitrag ist an vielen eventuell interessierten Leuten vorbei gegangen.
Um die Popularität und die Reichweite zu steigern kann, effektiv eingesetzt, Twitter hilfreich sein. Zwar muss auch hier der Spatz ersteinmal erhört werden, dafür gibt es aber kleine Helferchen die drweb in einer umfangreichen Sammlung zusammengestellt hat. Und wer seine Bemühungen einer Kosten-Nutzen-Analyse unterziehen möchte sollte nicht nur Follower zählen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Zusatzdiensten die das Nutzen von Twitter vereinfachen und den Traffic analysieren helfen. Ein Blick auf die Liste also lohnt sich und die Welt der Medienpädagogik wird Ihnen vielleicht eines Tages danken.
Denen, für die Twitter noch ein unbeleuchteter Knoten im Dschungel der Synapsen ist, sei dieser ältere Beitrag zur Beleuchtung empfohlen. Viel Spaß!


Es ist Montag morgen und es gibt eine Menge zu lesen. Der Feedreader ist voll, viele Tweets und Facebook Einträge ungelesen. Aber heute macht es mir besonders viel Spass, denn ich habe am Wochenende eine neue kostenlose !! App für das iPad entdeckt:
MedienpädagogInnen sind oft auch Medienberater für die Institutionen, mit denen sie zusammenarbeiten: Welche Kommunikationsinstrumente können für Arbeitsgruppen genutzt werden, wie kann die Website durch die Jugendlichen anders administriert werden, wie kann das Jugendzentrum facebook und twitter nutzen?


