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Grundlagen für Videobegeisterte
Screenshot aus einem Tutorial
Laut Franz-Josef Röll gehört dem Amateur die Zukunft, aber auch der/die will/sollte die Basics wissen, beispielsweise beim Filmemachen. Die Videoplattform Vimeo bietet mit seiner Video School nun genau für die Zielgruppe der begeisterten EinsteigerInnen interessante und lehrreiche Videotutorials an.
Dabei liefert „Video 101“ die Grundlagen, von der Auswahl der richtigen Kamera über Aufnahmetipps bis hin zu Tutorials zu Schnittprogrammen wie iMovie oder den Movie Maker. Darüber hinaus gibt es viele Spezialthemen, die nicht minder interessant sind, beispielsweise auch eine sehr gute Einführung in DSLR-Video – mein aktuelles Lieblingsthema.
Leider sind alle Videos auf Englisch, allerdings sind sie meiner Meinung nach sehr gut für den Einsatz auch in der Medienpädagogik geeignet – und sei es nur für die eigene Vorbereitung auf das nächste Projekt.
Was Jugendliche bewegt
Screenshot aus "Woher kommt der Hass in mir"
Freundschaft, Liebe, Gewalt, Rassismus, Kriminalität, Musik, Zukunft, Werte – das sind einige der zentralen Themen von Jugendlichen. Und es sind auch einige Themen von „Human Pictures„, einer Filmplattform (Fotos sollen folgen), auf der die MacherInnen Dokumentationen, Kurz- und Langspielfilme für Jugendliche und die Bildungsarbeit allgemein bereitstellen möchten.
Die Filme sind meiner Meinung nach sehr gut geeignet, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und eine Auseinandersetzung mit Themen anzuregen. Insofern sind sie auch ein möglicher Einstieg für die inhaltliche Arbeit in Projekten der Medienpädagogik. Und daher meine Empfehlung des Tages.
Die Website soll auch eine Plattform für „fremde“ Produktionen sein. Sie kann sich also auch für die Veröffentlichung von anspruchsvollen medienpädagogischen Projekten eignen.
Wie im Märchen: Kostenlos und professionell unter Windows Videos schneiden
Es klingt wie ein Märchen, ist aber wahr: Es war einmal ein professionelles Videoschnittprogramm, mit dem schnitten ProficutterInnen nicht nur Filme, die die Welt im Kino sah und die mit Preisen überhäuft wurden. Nein, auch die Software selbst erhielt einen Oscar und wurde allenthalben hochgelobt. Das war den MacherInnen aber noch nicht genug und so entschieden sie sich, das Programm kostenlos als OpenSource zur Verfügung zu stellen – ihnen zur Ehre und den NutzerInnen zum Vergnügen. Die FilmemacherInnen in Medienpädagogik und Filmszene frohlockten und lagen sich in den Armen.
Die Rede ist von Lightworks, eine Profi-Videoschnittsoftware für Montage und Mastering, die ab sofort frei und kostenlos zum Download zur Verfügung steht – zunächst für Windows, später auch für OS X und Linux. Ich habe mir die letzten Tage mehrfach die Augen gerieben, aber damit geht ein Traum für die Medienpädagogik in Erfüllung: Ein Videoschnittprogramm mit allem, was das Herz begehrt, ist kostenlos für alle zu haben. Ich glaube sogar, dass das eine Revolution für die Aktive Videoarbeit bedeuten kann.
Grund genug, die frohe Kunde in die medienpädagogische Welt hinauszuposaunen und einen kurzen Praxistest zu machen (s.u.). Der ist vorsichtig begeistert ausgefallen und ich empfehle Lightworks für anspruchsvollere Videoprojekte absolut weiter. [via PAGE]
Girls vs. Boys
Screenshot aus dem Video
Wenn in der Medienpädagogik inhaltliche Dichte Kreativität trifft und das ganze in einem authentischen Rahmen, dann kann das Produkt nur gut werden. Das beweist „Girls | Boys“ aus dem WeTube-Projekt: Die beteiligten Jungs und Mädels haben sich offen und durchaus selbstkritisch und augenzwinkernd mit Genderrollenklischees auseinandergesetzt und ein sehr, sehr gutes Musikvideo mit exzellentem Timing produziert. Eine schöne medienpädagogische Inspiration zum Wochenende.
[Dank an Prof. Dr. Franz Josef Röll]
Bodenständige Inspirationen
Screenshot aus "Double Vision"
Auch Liegevideo-Projekte können zusätzliche Inspirationen gut gebrauchen. Einige haben wir schon geliefert, neues Futter gibt es nun mit dem Musikvideo „Double Vision„. Dessen aufwändige Umsetzung, die im MakingOf zu sehen ist, ist zwar weit von den Realitäten in der Medienpädagogik entfernt (und das Video ist leider reichlich sexistisch), im Kleinen lassen sich jedoch viele schöne Ideen abschauen.
[Dank an Stefan Oberst für den Tipp!]
Videos im Liegen updated
Screenshot aus "Jump 'n' Rum"
Endlich: Wir haben einen weiteren „Videopunk“-Workshop gemacht und diesmal unter anderem mit Videos im Liegen/Liegevideos gearbeitet. Das nutzen wir als Anlass, unseren HowTo-Artikel zu überarbeiten und mit unseren neuen Erfahrungen zu ergänzen. Wir bieten damit eine Anleitung für die Umsetzung in der Medienpädagogik – inklusive einer Materialliste. Den ganzen Beitrag lesen
Die Menge machts
Screenshot aus dem Video
Kollektiv produzierte Videos haben eine besondere Faszination. Sie machen nicht nur den (Mit)ProduzentInnen Spaß, sondern sind auch besonders spannend anzusehen, weil jeden Moment eine neue Idee der Community die andere toppen kann.
Google hat das schon mit seinem Behind-the-scenes-Projekt gezeigt, „DaWanda“ setzt noch eins drauf: Bild für Bild haben Mitglieder der Community einen Trickfilm nachgemalt, -gebastelt, -gestellt. Das Produkt ist nicht nur schön und hält in jedem Frame neue Werke bereit, sondern ist auch eine schöne Inspiration für die Medienpädagogik.
[Dank an Kati Struckmeyer für den Tipp!]
Better 3D
"Cloudscape 3D I" von lrargerich auf flickr.com
Am Wochenende hatte ich das Vergnügen und die Ehre, beim tollen mb21-Festival einen Workshop zu 3D-Video zu geben. Daniel Seitz hat mich dazu im Vorfeld auf einen heise-Artikel zu 3D-Filmen aufmerksam gemacht, der viele hilfreiche Informationen auch für die Medienpädagogik bietet.
Vor allem die kleinen Tipps und HowTos sind es, die die Qualität in 3D-Videoprojekten erhöhen können: Wie kann ich die Kameras synchronisieren, was ist der richtige Abstand, wie kann ich den 3D-Effekt perfektionieren, etc. Sehr spannend sind aber auch die Empfehlungen zu Plugins für die gängigen Schnittprogramme und vor allem der Hinweis auf eine kostenlose 3D-Schnittsoftware für Windows. Da kann das nächste 3D-Videoprojekt kommen.
Tetris – mal anders…
Quelle: GTA Tetris@Spiel-Film-Festival 2010
Jeder, der sich in der Medienpädagogik schon einmal mit Machinimas auseinandergesetzt hat, weiß auch, dass ein Projekt oftmals mit der erzählten Geschichte „steht oder fällt“… Hier unterscheiden sich Machinimas auch nicht von der etablierten aktiven Video-Film-Arbeit (JA, mir ist der schmale Grat zwischen Prozess und Produkt durchaus bewusst ;)). Dennoch fokussieren sich viele TeilnehmerInnen in den meist kurzen Projektzeiträumen mehr auf die Technik, als auf eine gute Geschichte. Wenn dann noch eher actionlastige Games als Tools genutzt werden, liegen auch die Ergebnisse meist im Action-Film-Bereich.
Dass es auch anders geht, beweist der Film „GTA Tetris“ von Florian Hohmann, einem Teilnehmer des Spiel-Film-Festival 2010 in Erfurt. Da der Film eigentlich für sich spricht, bleibt mir nur auf die anderen Ergebnisse des Workshops hinzuweisen, welche zugleich als Inspirationsquellen und Anhaltpunkte, was in 1,5 Tagen Workshop (mit Anfängern) im Bereich Machinima möglich ist, dienen können. Viel Spaß!
Video im Unterricht und darüber hinaus
Quelle: lokal-global.de
Medien in der Schule müssen raus aus der Exklusivität eines „Medien“-Fachs oder Medienprojekten in der Projektwoche und hin zu einem selbstverständlichen Teil jedes Unterrichts. Das gilt auch für Video und Film, die Frage ist nur wie.
Eine große Hilfe auf diesem Weg können zwei Materialsammlungen sein: Der LehrerInnenfortbildungsserver BaWü bietet im Bereich Video viele Angebote für die Videoarbeit – von Programmlinks über Tutorials bis hin zu Referenzen. Besonders interessant ist die Fortbildung „Video im Unterricht„, wo sich viele Beispiele für den alltäglichen Einsatz im Unterricht finden, zusammen mit Checklisten, HowTos und anderen Materialien. In eine ähnliche Richtung geht ein Angebot von Lehrer-Online. Und selbstverständlich können auch viele dieser Materialien in der außerschulischen medienpädagogischen Videoarbeit eingesetzt werden.
