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Erfrischende Frischfilme
Medienpädagogik und die freie Filmszene gehören einfach zusammen, das wird mir immer wieder bewusst: Nicht nur können Videoprojekte für Jugendliche ein Einstieg in das FilmemacherInnendasein bedeuten, die Produkte der freien Szene sind gleichzeitig immer wieder schöne Inspirationen für die medienpädagogische Arbeit.
Jüngstes Beispiel für letztere Verbindung ist die Filmcommunity “frischfilm” des Schweizer Fernsehens. FilmemacherInnen können dort ihre Werke hochladen, die Community bewertet sie und bringt die besten ins Fernsehen. Heraus kommt eine grandiose Sammlung medienpädagogischer Inspirationen — und vielleicht ja auch ein Sprungbett für die Filmstars von morgen.
Soziale Netzwerke: Was passiert da?
Gerade Eltern haben oft ein Problem damit, zu verstehen, warum sich ihre Kids in sozialen Netzwerken tummeln. Auf diversen Elternabenden muss dann oft die Analogie “Poesiealbum” oder “Freundebuch” herhalten. Das Video “Facebook trifft Realität” kann dazu beitragen, näher zu bringen, WAS! sie dort machen.
Das Video zeigt plakativ die aus Erwachsenensicht eher unsinnigen und zeitraubenden Seiten sozialer Netzwerke und kann als Gesprächseinstieg für folgende Frage dienen: Was haben die Eltern früher für unsinnige Dinge gemacht, um sich auszuprobieren, zu profilieren usw. Das hilft, um die Eltern ein Stück näher in ihre Jugend zurückzubringen und den (medienpädagogischen) Erziehungsalltag entspannter zu gestalten. Das Video ist auch genial als Impuls für medienpädagogische Projekte und die Reflexion mit den Kids über den eigenen “Netzwerkkonsum”.
Dies ist ein Gastbeitrag von Thorsten Belzer.
Thorsten Belzer ist selbständiger Medienpädagoge und arbeitet im Raum Karlsruhe. Neben seinem mobilen Trickfilmstudio für Schulen, Kindergeburtstage und Feste, führt er Video- & Audioworkshops für Jugendliche sowie Elternworkshops zum Thema Soziale Netzwerke durch. Mehr unter www.belzer.de .
Medienpädagogik Praxis-Blog goes youtube
Nein, es ist kein erster April und wir haben auch nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion youtube übernommen. Aber ab sofort sammeln wir einen Teil unserer Blog-Infos zusätzlich auch in der Videocommunity.
Unter der einfachen Adresse youtube.com/medienpaedagogik sammeln wir in der Playlist “Medienpädagogik-Inspirationen” die Beispielfilme und anderen Videos, auf die wir hier im Blog verweisen. Andere Videosammlungen finden sich in eigenen Playlists (bspw. die Dialekt-Videos) – und auch unsere eigenen Produktionen (wie die Liegevideos (Bild)) publizieren wir in einem eigenen Kanal.
In diesem Sinne freuen wir uns auch bei youtube über BesucherInnen, Kommentare, AbonnentInnen und hoffen, eine weitere praktische Quelle für Vorträge, Inputs und die eigene Inspiration zu liefern.
Neues aus Legoland
Brickfilme haben einen besonderen Charme, der fast alle fasziniert, das zeigt sich nicht nur bei medienpädagogischen Trickfilmprojekten mit Kindern, sondern auch immer wieder bei Fortbildungen mit MultiplikatorInnen – oder bei Projekten mit Jugendlichen. Entsprechend produziert die große Brickfilm-Community auch ein Schmankerl nach dem anderen. Jüngstes Internetfundstück ist “Yes we can” (natürlich ein Seitenhieb auf den Obama-Hype) von der Gruppe nichtgedreht. Die hat auf ihrer Internetseite nicht nur einige Tipps und Kniffe zum Thema StoppTrick mit Lego und weitere schöne Beispielfilme, sondern auch Links zu weiteren Brickfilm-Seiten. bricktrick.de beispielsweise wartet mit vielen Tutorials, HowTos, und Tricks auf – und bietet auch ein kleines Forum für Brickfilm-MacherInnen.
Sensibler für Gefahren im Internet werden
Viele Studien weisen jüngst darauf hin, dass Jugendliche sich oft nicht über Gefahren im Internet durch Phishing-Mails, zu unbekümmerte Dateneingabe in Communities oder einfach ungeschützte Computer bewusst sind. Ich gehöre zwar nicht zu denjenigen, die gerne oft den warnenden Jugendschutz-Zeigefinger recken, aber ich denke schon, dass es besser ist, dieses Thema einmal zu viel als einmal zu wenig anzusprechen.
An diesem Punkt kommt der “IRBI Test” ins Spiel, der online verfügbar ist und unter anderem von der LMU München entwickelt wurde. Mit den Tests wird der IRBI (“Internet Risk Behaviour Index”) der BenutzerInnen ‘gemessen’. Das bedeutet es wird spielerisch in Simulationen geschaut, wie sehr sie sich Gefahren aus dem Internet bewusst sind. Grundsätzlich ist das ein gutes Mittel, um bei einschlägigen medienpädagogischen Angeboten eingesetzt zu werden, allerdings kommen die Website und die Tests so sperrig wie der Name daher: Für die Simulationen ist eine Anmeldung erforderlich, die eigentlichen Szenarien sind zwar realitätsnah, aber zum Teil so in den Antworten eingeschränkt, dass pures Ausprobieren auch durchaus Erfolge zeigen kann. Insgesamt also ein ganz nettes Angebot, das aber auch Verbesserungsbedarf hat.
Freie Musik
Medienpädagogische (Video)Projekte und freie bzw. GEMA-freie Musik gehören eng zusammen, denn die Verwendung der Lieblingsmusik für den eigenen Film ist gerade für Jugendliche sehr attraktiv, aber die Rechtefrage beim Einsatz von urheberrechtlich geschützter Musik ist kompliziert und mit vielen Hürden versehen. Und nicht zuletzt wird die Verwertung von medienpädagogischen Produkten auf DVDs und bei Festivals kompliziert und teuer durch darin enthaltene kommerzielle Musik. Auf dieser Seite stellen wir Hintergrundinformationen und vor allem Quellen für (GEMA)freie, kostenlose, evtl. CreativeCommons-lizensierte Musik sowie für Sounds und Geräusche zusammen.
Grundsätzliches, Rechtliches
- Einführung in die Thematik Urheberrecht, Musikrecht, Lizenzen des Bundesverband Jugend und Film (BJF)
Freie und kostenlose Musik zum Download
- Jamendo: Auf Jamendo stellen KünstlerInnen ihre Musik frei, legal und kostenlos zur Verfügung.
- mp3.com: Das Musikportal hat auch eine “free Music”-Abteilung.
- dogmazic.net: Auch auf dieser Website können Musikstücke direkt von den MacherInnen geladen werden.
- opsound: Ästhetische Seite, gut geordnet, alle Musik wird als Download gesendet.
- ccMixter: Freie Musikcommunity mit Remixes
- SoundClick: Hier können MusikerInnen ihre eigene Musik veröffentlichen und zum kostenlosen und freien Download bereitstellen. Zur Nutzung ist eine Registrierung erforderlich, diese ist kostenlos
- AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
- TuneFinder: Die Seite sammelt kostenlos verfügbare Musik im Internet, die Rechtelage ist allerdings hier eingeschränkt – genau hinschauen!
- Musiktracks bei brickfilms.com (ZIP): Archiv mit einfacher Hintergrundmusik
- Bargus Musikbibliothek: Einige vor allem klassische Musikstücke zum direkten Download.
- archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
- ArtistServer: KünstlerInnen-Community, in der freie Musik zum Download angeboten wird.
- Musopen: Musikstücke, deren Urheberrechte erloschen sind, werden eingespielt und zur Verfügung gestellt.
- Gratisvibes: Linksammlung zu Netlabels mit kostenloser Musik
- Starfrosch: Schweizer Community mit freier Musik zum Download
- Stadtgruen: Netlabel mit CreativeCommons-Musik zum Download
- Tribe of Noise: Online-Community mit Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
- OpenMusicContest: Bundesweiter Musikwettbewerb, dessen Beiträge unter einer CC-Lizenz stehen.
- Pimp my Rights: CD-Sampler mit freier Musik, u.a. von den Beastie Boys
Freie Sounds und Geräusche
- Hörspielbox: Freies Soundarchiv im MP3-Format
- freesound: Freies Soundarchiv
- FindSounds: Englischsprachige Sound-Suchmaschine
- Soundarchiv von mediaculture-online.de: Reden, Hörspiele, Musik
- ccMixter: Freie Musikcommunity, auch mit Loops und Samples
- AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
- Geräuschbibliothek von brickfilms.com: Auf der Brickfilm-Seite sind Archive mit Atmo-, Comic-, Outdoor-, ScienceFiction- und anderen Geräuschen zum Download verfügbar.
- Bargus Soundbibliothek: Einige freie Geräusche zum direkten Download.
- archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
- FreeLoops: Loops, Sounds und Geräusche unter CreativeCommons-Lizenz
- Tribe of Noise: Online-Community mit freier Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
- SoundTransit: Ein Archiv mit Feldaufnahmen aus der ganzen Welt.
- Public Domain Sounds: Eine Soundcommunity mit Alltagsgeräuschen.
- WikiMedia Commons: Die Sounds der Wikimedia Websites zum Download
Freie, aber kostenpflichtige Musik
- Podsafe Music Network: Auf PMN gibt es freie Musik, die aber nur gekauft werden kann.
- Magnatune: Keine freie, aber online lizensierbare Musik, auch für Video.
- Audio Network: Freie Sounds und Musik, die online gekauft werden können.
- SoundPool24: GEMAfreie Sounds und freie mp3-Musik im Online-Shop
- Universal Publishing Production Music: Sound- und Musikarchiv von Universal. Gegen geringes Entgelt können die Dateien für eigene Produktionen lizensiert werden.
- Soundarchiv: Sounds aus Natur, Technik, Alltag usw., die mit verschiedenen Lizenzen eingesetzt werden können.
- Soundsnap: Sounds, Effekte, Loops
- Soundtaxi.net: Gemafreie Musik / Lizenzfreie Musik / Filmmusik
Urheberrechtlich geschützte, aber kostenlose Musik
- Tonspion: Die MacherInnen der Seite durchstöbern das Netz regelmäßig nach Kostenlos-Angeboten von Musikverlagen u. a. und stellen Links auf die entsprechenden Seiten und mp3-Tracks zur Verfügung.
- Freeload: Ein ähnliches Angebot wie der Tonspion.
- Tauschnix: Der Mitschnitt von Musik aus dem Internetradio ist völlig legal. Tauschnix klärt über Rechte und technische Möglichkeiten auf und bietet Programme für den Mitschnitt.
- VGMusic: Die MacherInnen bieten tausende von Originaltunes aus Computerspielen (!) im mp3- und Midi-Format zum (freien) Download an.
- Moby: Ja, genau der Moby. Für MedienpädagogInnen und Nonprofit-Projekte kostenlos. Anmelden und los!
Gute Informationen zum Datenschutz
Gute und anschauliche Informationen zum Thema Datenschutz liefert datenparty.de. Die Seite richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und soll sie im Umgang mit ihren persönlichen Daten sensibilisieren. In leicht verständlichen Worten und mit lebensweltspezifischen Praxisbeispielen wird gezeigt, wo wer Daten sammelt und was damit gemacht werden kann. Vor allem Bereiche wie Internet/Soziale Netzwerke/Communities, Handy oder Fotografie sind hierbei für Jugendliche relevant und werden beispielgebend besprochen.
Open Source Web Office
Cloud Computing ist ja schön und gut, aber ein schlechtes Gefühl bleibt dabei schon zurück: Mensch muss sich immer wieder die Frage stellen, wo denn die eigenen Daten so landen, wer sie verwaltet und auf welchem Server sie sich eigentlich befinden. Um einiges cooler wären Web-Anwendungen mit der gleichen Funktionalität, die mensch sich auf dem eigenen Server installieren könnte. Gerade für Medienpädagogik und Jugendarbeit böten sich tolle Möglichkeiten bei maximaler Datensicherheit.
Bis vor kurzem dachte ich, diese Idee wäre eine Utopie und Webanwendungen auf dem eigenen Server unrealistisch. Dann sind mir zwei Anwendungen – eyeOS und OpenGoo – über den Mauszeiger gelaufen, die fast genau das bieten. Und ich habe sie (dank an Manuel) gleich mal auf ihren Praxiswert für die Medienpädagogik kurzgetestet.
Communities und ihre Reichweite unter der Lupe
Darauf hat wirklich die Welt gewartet – zumindest ich: Bei meinen kleinen Befragungen in meinem Umfeld hatte ich immer den Eindruck, dass social communities regional eine unterschiedliche Akzeptanz und Verbreitung haben – und das ganz besonders bei WerKenntWen. Die Menschen von netzwertig.com haben eine gute Untersuchung zur regionalen Verbreitung dieser sozialen Netzwerke in Deutschland gemacht, die auf google-Daten basiert und auch grafisch anschaulich aufbereitet ist. Inwiefern diese google-Daten dazu wirklich geeignet sind und ein repräsentatives Bild ergeben, das kann ich nicht beurteilen, aber wenn sie es sind, ist diese Untersuchung eine hervorragende Grundlage für die medienpädagogische Arbeit.




