Thema Effekt »
Inhaltssensitives Löschen mit GIMP
Sagt Ihnen der Begriff „inhaltssensitives Löschen“ etwas? Damit ist eine tolle Funktion von Adobe Photoshop gemeint, mit der man sehr einfach störende Personen oder Gegenstände aus einem Bild entfernen kann. Einfach markieren und ausschneiden – die so entstandene Lücke wird entsprechend aufgefüllt.
Eine ähnliche Funktion ist nun auch mit der kostenlose Photoshop-Alternative Gimp möglich. Durch das ebenfalls kostenlose Plugin Resynthesizer v1.0 wird das Open Source Programm um ein wichtiges und effektives Werkzeug erweitert. Wie einfach die Anwendung dieser neuen Funktion ist, können Sie z.B. in diesem YouTube Video sehen. Viel Spass damit…
Große Welt ganz klein
TiltShift ist schwer in – und spätestens seit einem einschlägigen Werbespot auch im Videobereich. Was liegt also näher als auch mit Jugendlichen in Videoprojekten in der Medienpädagogik solche Miniaturvideos zu produzieren? Gerade in Dokumentationen kann das ein sexy Stilmittel sein, um mehr Drive in das Video zu bekommen – wie zum Beispiel in der Produktion „Was ist das Politcamp?„.
Für eigene Tilt-Shift-Videos gibt es zwei Herangehensweisen: „Normale“ Videos mit einer herkömmlichen Kamera aufnehmen und anschließend im Schnittprogramm nachbearbeiten – oder das Video mit einem speziellen Programm direkt mit dem Effekt produzieren.
Letzteres geht sehr einfach mit der Animationssoftware iStopMotion ab Version 2.5: Nach zwei Klicks wird das Bild einer angeschlossenen Kamera mit dem entsprechenden Effekt angezeigt und inklusive Zeitraffer direkt auf die Festplatte gebannt (so entstand auch das Politcamp-Video). Bestehendes, „normales“ Videomaterial lässt sich nachträglich in FinalCut Studio mit dem Effekt versehen (ein Tutorial findet sich hier).
Damit der Effekt wirkt, sollten in jedem Fall die gleichen Prinzipien wie bei der TiltShift-Fotografie beachtet werden: Die Aufnahmen sollten möglichst von einem erhöhten Punkt aufgenommen werden, weitwinklig sein und die Entfernung zum Objekt möglichst groß. Ein Video bei Spiegel Online erklärt die Produktion sehr gut.
Welche anderen Möglichkeiten zur Produktion von Tilt-Shift-Videos kennen Sie? Ergänzen Sie einfach mit einem Kommentar.
[Dank an Markus Kiefer und Robert Alisch!]
Photoshop-HowTo Roundup

"mujer 2?" von Mauricio Concha auf flickr.com
Die Photoshop-Welt ist höchst dynamisch: Das Bildbearbeitungsprogramm entwickelt sich zum Einen erstaunlicherweise immer noch weiter, zum Anderen machen UserInnen immer wieder neue, abgefahrene Dinge damit. Da lohnt es sich, für das nächste medienpädagogische Fotoprojekt immer ein Auge auch auf die Handbuch- und Tutorialszene zu werfen.
Ich bin in jüngster Zeit mal wieder fündig geworden: Dr.Web stellt 41 Photoshop-Tutorials für schöne Fotoeffekte zusammen, darunter Spiegel- und Perspektiveneffekte, Lichtstreifen, Retusche, Fotomontagen undundund. Galileo Design hat sein Handbuch zu Photoshop CS4 als OpenBook ins Netz gestellt. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Photoshop-Aktionen für jede Gelegenheit
Ein Photoshop-Orden mehr an die AutorInnen von SmashingMagazine: Sie haben auf ihrer Website eine weitere Photoshop-Toolsammlung zusammengestellt, diesmal mit Aktionen, also automatisierte und komplexe Befehlsketten von Bildmanipulationen.
Diese „ultimative Sammlung“ bringt es auf sage und schreibe 350 Aktionen, mit denen sich mit Adobes Bildbearbeitungsprogramm ein Retro-Effekt, Polaroid-Look, HDR-, Infrarot-, Lomo- und verbrannte-Ecken-Effekt erzeugen lässt, außerdem Schwarzweiß-Transformation, Farbverbesserung, Wasserzeichen und vieles mehr. Das meiste davon ist kostenlos, z.T. muss auf die Lizenz geachtet werden. Ein guter Köcher, aus dem mensch treffsichere Pfeile beim nächsten medienpädagogischen Foto- oder Webprojekt ziehen kann.