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Pimp your Spiegelreflex

Medienpädagogik bedeutet auch immer, das Jugendliche sich Medien aneignen und mit ihnen das machen, was ihren Interessen entspricht. Im Idealfall gilt das auch für die eingesetzte Technik, wird aber oft durch Beschränkungen der Hersteller konterkariert: Zum Beispiel können Spiegelreflexkameras (DSLR-Kameras), die in Medienprojekten als günstige und gleichzeitig anspruchsvolle Foto- und Videokameras sehr beliebt sind, oft mehr als die eingebaute Firmware zulässt.

Wem das aber nicht genug ist, der/die kann mit Magic Lantern (fast) die volle Kontrolle über Canon-DSLR-Kameras übernehmen. Die Software ist ein kostenloses und freies Firmware-Addon, das seit Jahren von einer engagierten Community entwickelt wird. Um es auf der eigenen Kamera einzusetzen, ist kein wirkliches Flashen des Gerätes erforderlich – Magic Lantern wird via Speicherkarte auf die Kamera gebracht, verändert im Einsatz nur 1Bit der Firmware und kann jederzeit (de)aktiviert werden. Dadurch ist das Risiko, dass die Kamera unbrauchbar wird, sehr gering. Obendrein gibt es wahrscheinlich (!) kein Konflikt mit den Canon-Richtlinien.

Einmal installiert, bietet Magic Lantern gerade Filmemacher_innen das, was sie sich schon lange in den kühnsten Träumen ausmalen: Im Videomodus ist etwa Autofokus möglich, das Material wird mit Timecode versehen oder gar (für semiprofessionelle Gruppen) im 14bit RAW-Format in brillianter Qualität speichern. Besonders genial ist die Möglichkeit HDR-Video aufzunehmen – was das bedeutet, zeigt dieses Video:

Magic Lantern behebt damit viele zentrale Probleme/Einschränkungen, die gerade bei DSLR-Video auftreten, birgt aber auch für die Fotografie ein großes Potenzial. Meiner Meinung nach ist das Addon damit ein Glücksfall für die Medienpädagogik, weil so auch aus günstigen Kameras viel herausgeholt werden kann und durch die neuen Features bspw. Dokumentationen tatsächlich auch leichter zu drehen sind.

Michael Zoller hat beim Chaos Communication Congress 2013 die Software vorgestellt – der Videomitschnitt gibt einen guten Überblick und macht Lust auf mehr. Viel Spaß beim Kennenlernen und Ausprobieren!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

HDR roundup

HDR Fotos in der Medienpädagogik

"HDR of Morro Strand Beach" von howardignatius auf flickr.com

Redundanz erhöht die Sicherheit. Und auch wenn ich hier schon mindestens einen Link zu einem Tutorial zur HDR-Foto-Erstellung mit Photoshop gepostet habe – dieser Artikel ist so klar, einfach und informativ, dass er hier rein muss:

DrWeb erklärt kurz und prägnant, wie aus einer Bilderserie mit Photoshop eine HDR-Bilddatei erstellt wird – und nennt darüber hinaus auch Programme, mit denen das zu bewerkstelligen ist. Unter anderem das kostenlose „Qtpfsgui“ (Mac, Win, Linux).

Denn auch wenn ich die HDR-Ästhetik nicht immer sooo brilliant finde, haben die Bilder eine immense Ausstrahlung und Faszination und sind daher ein schöner Anlass und Inhalt für medienpädagogische Fotoprojekte.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Pimp my Photo revisited: Photoshop-Tutorials für alle Gelegenheiten

Mit diesen Tutorials können die diesjährigen Weihnachtsfotos richtig hochgetuned werden – oder im nächsten medienpädagogischen Fotoprojekt die Bilder von der Silvesterparty. Gleich mehrere Quellen sind mir in den letzten Tagen über den Mauszeiger gelaufen. Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Photoshop-Aktionen für jede Gelegenheit

Ein Photoshop-Orden mehr an die AutorInnen von SmashingMagazine: Sie haben auf ihrer Website eine weitere Photoshop-Toolsammlung zusammengestellt, diesmal mit Aktionen, also automatisierte und komplexe Befehlsketten von Bildmanipulationen.

Diese „ultimative Sammlung“ bringt es auf sage und schreibe 350 Aktionen, mit denen sich mit Adobes Bildbearbeitungsprogramm ein Retro-Effekt, Polaroid-Look,  HDR-, Infrarot-, Lomo- und verbrannte-Ecken-Effekt erzeugen lässt, außerdem Schwarzweiß-Transformation, Farbverbesserung, Wasserzeichen und vieles mehr. Das meiste davon ist kostenlos, z.T. muss auf die Lizenz geachtet werden. Ein guter Köcher, aus dem mensch treffsichere Pfeile beim nächsten medienpädagogischen Foto- oder Webprojekt ziehen kann.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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