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Tipps für iPhoto und iMovie
Insbesondere iMovie ist wegen seiner einfachen Bedienung und der guten Ergebnisse ein wichtiges Werkzeug für medienpädagogische Videoprojekte, aber auch iPhoto kann von gutem Nutzen sein. Schon mehrmals habe ich hier Artikel gepostet, die sich mit den Feinheiten der Bedienung von iMovie7/iMovie08 beschäftigen. Auch für die „Basics“ ist mensch ja manchmal dankbar und die liefert aktuell die MacWelt auf ihrer Internetseite. In kurzen HowTos werden iPhoto-Funktionen wie Zerstörungsfreie Korrektur, Farbstich beseitigen, Schlagwörter, Schatten und Lichter u. a. beschrieben. Zu iMovie finden sich dort Beschreibungen zu Clips trimmen, Musik hinzufügen, Cliplautstärke, Übergänge, HD-Format u.a.
Animierte Dokumentation
Filmische Dokumentationen kranken ja oft daran – insbesondere in der Retrospektive –, dass nicht genügend aussagekräftiges Bildmaterial vorhanden ist. Das gilt auch für medienpädagogische Projekte. Wohl nicht in erster Linie deswegen, wahrscheinlich eher um eine zusätzliche Distanz zu dem nicht einfachen Inhalt aufzubauen, hat der Filmemacher Ari Folman seine Dokumentation „Waltz with Bashir“ vollständig animiert – und damit die authentischen O-Töne unterlegt. In jedem Fall eine super Idee, schöne Umsetzung – und meiner Meinung nach ein wunderbarer Beispielfilm für Inspirationen zu medienpädagogischen Projekten. Ausschnitte gibts auf der Website zum Film, ein Interview mit dem Regisseur zu Hintergründen beim Bayerischen Rundfunk.
Geteiltes Leid ist halbes Leid…
…das gilt auch für Rechner: Final Cut Compressor, das Umwandlungs- und Berechnungsprogramm, auch in der Medienpädagogik wichtig bspw. beim DVD-Mastering, kann die Rechenlast per „Auto Cluster“ auf mehrere Computer verteilen, die sich im gleichen lokalen Netzwerk befinden. Wie das genau geht erklärt die MacWelt in einem kurzen Video.
Mit Quicktime und Codecs auf Du und Du
Wer bei medienpädagogischen Videoprojekten und außerhalb mit Film-/Videomedien zu tun hat (sowohl auf dem Mac wie auch unter Windows), sollte unbedingt Quicktime 7 Pro nutzen. Die gut 30 Euro für das Upgrade sind gut angelegt, denn damit ist die Konvertierung aus und in alle denkbaren Formate überhaupt kein Problem mehr. Mehr als einmal hat mir das mein Projekt gerettet.
Schnell ist mensch aber von den Möglichkeiten von Quicktime überfordert: Exportieren, Senden, Internetstream, Handy, iPhone, Youtube, Codecs – die Features sind fast unerschöpflich. Die MacWelt bringt Ordnung in dieses Dickicht und hat ein kleines Tutorial erstellt, das erklärt, wie Quicktime aufgebaut ist, welche Funktionen und Erweiterungsmöglichkeiten es bietet, wie mensch Filme schneiden kann und vor allem, wie mensch in welches Format und für welches Medium am besten exportiert. Sehr anschaulich, sehr klar, sehr zu empfehlen.
Materialien für die Trickfilmarbeit
Trickfilmarbeit ist und bleibt eine sehr schöne, kreative, anschauliche Methode für medienpädagogische Projekte. Ein Grund mehr, warum auch MedienpädagogInnen auf diesem Feld nicht auslernen sollten. Durch Sandra Merker bin ich auf zwei weitere gute Materialien für Trickfilmprojekte gestoßen: Bei BIBER hat die Autorin eine anschauliche Projektbeschreibung veöffentlicht mit guten Praxistipps zu Ablauf und Durchführung. Sehr interessant finde ich dort insbesondere ein Rezept für eine eigene Knetmasse. Gerade für Projekte mit Kindern sehr geeignet und sicher besser als gekauft.
Außerdem ist dort ein Link auf das Trickfilm-Handbuch des BJF zu finden. Auch dort finden sich sehr schöne Methoden, Tricks, Anleitungen und Praxistipps für die medienpädagogische Arbeit mit dem Medium. Schon früher hier gepostet, aber weiterhin nicht zu vergessen ist natürlich das Trickboxx-Handbuch.
online Konferenz mit Spreed
Spreed ist ein Web2.0 Service, der es erlaubt, mit maximal drei Personen eine kostenlose online Konferenz abzuhalten. Die Kommunikation der Teilnehmer erfolgt über Headset und Webcam, in einem gemeinsamen Bereich können Dokumente (z.B. PDF, Powerpoint etc.) präsentiert, heruntergeladen und bearbeitet werden.
Gute und schlechte Filme zur Geschichte
Zwischendurch mal ein bisschen off-topic – wobei es immerhin ein bisschen auch um Filmarbeit mit Jugendlichen geht: Gerade läuft „Der Baader-Meinhof-Komplex“ und ich halte wenig bis gar nichts von dem Film. Wer nimmt den HauptdarstellerInnen schon ihre Rolle ab? Und kann ein Blockbuster-Film ein solches Thema überhaupt neutral darstellen? Und was bedeutet es, wenn dieser Film von allen Medien so gehyped wird wie wir es gerade erleben? Fragen, deren Antworten nicht gerade für den Streifen sprechen. Ich nutze deswegen die Gunst der Stunde, um auf zwei andere Dinge hinzuweisen.
Anspruchsvolle Flash-Animationen im Handumdrehen
Eigene Animationen mit Flash sind im Allgemeinen ein sportliches Unterfangen – gerade wenn mensch nicht mit fulminanten Zeichenkünsten gesegnet ist. Dennoch sind auch medienpädagogische Flash-Workshops eine wichtige Geschichte, denn Jugendliche sollen und wollen wissen, wie Technologien funktionieren.
Für die Motivationsphase gibt es nun ein grandioses Tool im Internet, das es auch zunächst zeichnerisch unbegabten Menschen möglich macht, hochwertige gezeichnete Flash-Animationen in kurzer Zeit selbst zu erstellen: GoAnimate.
Digitale Animationsfilme ohne Games drehen
Da bin ich ja fast schon versucht zu sagen: Machinima war gestern, digitale Animationsfilme brauchen keine GameEngines mehr. Ganz so weit ist es sicher nicht, weil die Faszination von Machinima insbesondere in der Medienpädagogik vor allem auf den Bezug zu Computerspielen basiert.
Dennoch stößt „Moviestorm“ gefühlt die Tür zu einer neuen Dimension auf: Das kostenlose Programm (für Mac und Windows) ermöglicht die Gestaltung von digitalen Welten und Charakteren und bietet ausgefeilte Werkzeuge, um damit digitale Animationsfilme zu drehen. Und die Qualität der Filme (Promovideo) ist mehr als vielversprechend. Das schreit nach einem eigenen Filmprojekt.
Vielen Dank an Martin Geisler von „Spawnpoint“ für den Hinweis.
Medienpädagogik-Praxistag 1.0: Liegevideo
Wir haben uns vor kurzem zu dritt getroffen um gemeinsam Liegevideos zu drehen und dabei auszuprobieren, ob das „Genre“ für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geeignet ist und um persönlich erste Erfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln. Hier schreiben wir unsere Erkenntnisse auf und versuchen damit eine Anleitung/ein HowTo zur Verfügung zu stellen. Unsere Beispielfilme sind hier und hier zu sehen und am Ende dieses Artikels.
