© Ausschnitt aus der Broschüre
So genannte Hate Speech oder Hassrede im Netz (bzw. die Arbeit dagegen) hat momentan Konjunktur in der Medienpädagogik. Grundsätzlich ist das Engagement sehr zu begrüßen, mich beschleicht aber immer wieder das Gefühl, dass die pädagogischen Ansätze meist einen eher intellektuellen (Trainings)Charakter haben und eher Symptom- als Ursachenbekämpfung betreiben.
Nun haben auch LfM und Klicksafe eine Broschüre zum Thema herausgegeben, die kostenlos als PDF verfügbar ist. Auch wenn sie sich an Fachkräfte und Eltern richtet, beschränkt sie sich in meinen Augen in den konkreten Ansätzen eher auf Allgemeinplätze und generelle Empfehlungen. Sehr hilfreich kann jedoch die Materialiensammlung sein, in der zahlreiche weitere Angebote aufgelistet werden.
Bei Hackathons handelt es sich um ein Format, das aus der Entwicklerszene stammt und bei dem es häufig darum geht, innerhalb eines klar umgrenzten Zeitraums zu einer speziellen Thematik oder Problemstellung in Teams lauffähige Prototypen zu entwickeln. Für das gemeinsame Coding und Making mit Kindern und Jugendlichen wurde das Vorgehen angepasst.
| Setting |
außerschulisches Angebot |
| Dauer |
meistens 2 bis 3 Tage |
| Zielgruppe |
Hackathons werden vom Kindesalter (Junge Tüftler) über Jugendliche (Jugend hackt) bis zu Erwachsenen (z.B. Coding da Vinci) veranstaltet |
| Zielsetzung |
Ziel von „Jugend hackt“ ist es, Jugendliche so zu unterstützen, dass sie ihre eigenen (technologischen und konzeptionellen) Fähigkeiten positiv für gesellschaftliche Fragestellungen einsetzen können |
| Notwendige Ausstattung |
Internet, Laptops, diverse Elektronik- und Maker-Ausstattung möglich (Raspberry Pis, Arduino, 3D-Drucker, Laser-Cutter uvm.) |
| Aufwand |
hoher organisatorischer und konzeptioneller Aufwand |
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CC BY wonderferret @ flickr.com
Social Media in der Schule finde ich alles andere als trivial: Wer es «richtig» (im Sinne von «die Möglichkeiten des Mediums wahrnehmend») nutzen möchte, der/die muss richtig einsteigen, was weder allen Lehrpersonen noch allen Schüler_innen liegt – und meistens ist mit einem adäquaten Einsatz von Social Media auch eine Kulturveränderung verbunden. Gleichzeitig sind genau das auch oft Gründe es doch zu tun… 🙂
Es gibt aber auch ein Dazwischen, das zeigen die Unterrichtsideen zu Twitter von Christiane Schicke, die mit ihrer Grundschulklasse in verschiedenen Zusammenhängen getwittert hat. Mir gefällt, dass in jedem der genannten kleinen Projekte ein spezifischer Aspekt des Mediums genutzt wird, alle Ideen aber auch sehr einfach umsetzbar sind und alle vom Inhalt bzw. vom Unterricht aus gedacht sind. In diesem Sinne finde ich den Blogbeitrag eine gute Empfehlung für alle, die niedrigschwellig ins Twittern in der Schule einsteigen möchten.
Bazinga! #mppb10 Abschlussfoto - © Ulrich Tausend
«Wenn eine_r zu nem Barcamp fährt, dann soll er/sie was erzählen.» Das Medienpädagogik Praxis Camp in der letzten Woche sollte ein Geschenk an unsere Leser_innen zum 10jährigen Blogjubiläum sein – und mehr als 80 engagierte Medienpädagog_innen haben uns und sich ein Geschenk gemacht und dort intensiv von dem Barcamp-Prinzip Gebrauch gemacht: In sage und schreibe 30 Sessions wurde intensiv berichtet, diskutiert, reflektiert, gesammelt, ausprobiert und schließlich auch dokumentiert.
So ist viel Wissen gesammelt, ausgetauscht und aufgeschrieben worden – und alle Leser_innen können von den Ergebnissen profitieren: In fast allen Sessions wurden in je einem Etherpad die Diskussion und Ergebnisse fixiert. In den Sessionplänen von Tag 1 und Tag 2 lassen sie sich durch Klick auf die Sessiontitel aufrufen. Viel Spaß beim Stöbern!
Ein sehr spannender Outcome des Camps ist die Wordcloud von Daniel Seitz (CC BY-SA; Quelldatei hier zum Download): Er hat die Themen der Sessions zusammengestellt, nach Themen geclustert und nach Resonanz gewichtet. Das sind sicher vor allem die Themen der Anwesenden, aber sicher auch ein bisschen die Themen, die die Medienpädagogik aktuell beschäftigen.

Auf diesem Weg nochmals vielen Dank an alle Teilgeber_innen für die gelungene Veranstaltung! Und ich möchte nochmal alle ermutigen, einzelne Erkenntnisse mit einem Blogartikel weiterzugeben. Auf der Mitmachen-Seite haben wir wichtige Infos dazu aufgeschrieben. Und ich und die anderen Reviewer_innen freuen sich über Vorschläge!
© Still aus einem Trickfilm
Knete, Pappe, Lego, Papier, Pixelation, Zeichnungen, usw.: Trotzdem – oder gerade weil – es so unzählige Möglichkeiten gibt, mit verschiedenen Materialien und Techniken Trickfilme zu gestalten, sind Beispiele auch in der Medienpädagogik immer sehr gefragt. In diesem Sinne haben wir hier schon auf viele schöne Websites hingewiesen.
Gerade ist mir wieder ein Angebot über den Mauszeiger gelaufen, das viele Inspirationen bietet: trickfilm.ch bietet auf seiner Website zahlreiche Beispielvideos aus Trickfilmprojekten mit Kindern und Jugendlichen. Zwar sind nicht alle Filme von vorne bis hinten von Kindern selbst gestaltet, aber wer das im Hinterkopf hat, findet sicher viele anregende Beispiele für das nächste Trickfilmprojekt.
Im Projekt „Ich zeig es Dir – hoch 2“ wurde Kindern zunächst von unterschiedlichen Expertinnen und Experten Varianten der Lernvideoproduktion gezeigt. In einem zweiten Schritt wurden Workshops zur Lernvideoproduktion für Gleichaltrige (und Eltern) angeboten und durchgeführt.
| Setting |
Offene Jugendeinrichtung, auch im Schulunterricht denkbar (z.B. im Rahmen von Projekttagen) |
| Dauer |
5 Einheiten von je 2 Stunden sowie weitere Termine für das freie Arbeiten sowie für Peer-Workshops |
| Zielgruppe |
8 bis 12 Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 12 Jahren mit Interesse an der Videoarbeit |
| Zielsetzung |
Interesse an der kreativen Videoarbeit wecken, Grundlagen der Video- und Filmproduktion vermitteln |
| Notwendige Ausstattung |
Technik: WLAN, 4 bis 6 Tablets (in unserem Fall iPads) mit diversen Apps (u.a. Stop-Motion-, Schnittprogramm-, Green-Screen-App), Stative mit Befestigung für die Tablets, ein Computer (z.B. zum Bearbeiten der Informationen bei YouTube und für die Weblogbeiträge, in Einzelfällen auch für den Schnitt bzw. die Nachbearbeitung), Beamer und Lautsprecher zur Präsentation von Videos. Hilfreich war auch ein gemeinsamer virtueller Ordner (Dropbox) für alle iPads bzw. den Computer. Für den Workshop zur Grünwandtechnik wird ein großer grüner Filz benötigt, für die anderen Videos z.B.Papier; Stifte, Figuren. |
| Aufwand |
Hoch: Es werden 4 bis 6 Tablets benötigt, ggf. weitere Expertinnen und Experten |
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© Screenshot aus dem Angebot
Sich im Internet bewegen, Suchmaschinen richtig nutzen, Internettechnik verstehen, Viren, Werbung etc., das sind sowas wie die Golden Classics der Lerninhalte rund um das Internet: Alle müssen sie irgendwann lernen und auch die meisten technischen Entwicklungen ändern daran wenig. Entsprechend gefragt sind entsprechende Materialien bei Medienpädagog_innen, aber auch Lehrer_innen.
InternetABC hat schon seit langem Lernmodule rund um das Internet im Angebot. Anfangs auf CD, sind nun mehr und mehr davon auch direkt im Browser aufrufbar. Jüngst sind zB. einige Module zum «Suchen und Finden im Internet», «Internet-Technik» und «Lügner und Betrüger» hinzugekommen. Auch wenn die Module nicht immer riesig motivierend gestaltet sind, sind sie sehr kindgerecht aufgemacht und bieten auf abwechslungsreiche Weise viele Informationen. Praktisch für schulische Zwecke: Für Lehrpersonen gibt es zu den Modulen passende Unterrichtsmaterialien.
Mit Hilfe eines Schneideplotters werden Motive, die die Kinder selber entwerfen, aus Folie ausgeschnitten und anschließend mit dem Siebdruckverfahren auf T-Shirts gedruckt.
| Setting |
mindestens ein großer Raum, der das Arbeiten mit PCs und Farben zulässt |
| Dauer |
4-5 Stunden |
| Zielgruppe |
für Kinder ab 10 Jahren, Kenntnisse wie man einen Computer bedient sind von Vorteil, 10 Kinder (2 Betreuer) |
| Zielsetzung |
Kompetenzaufbau zum T-Shirt-Design vom Design-Entwurf der Motive durch die Kinder, Plotten der Vorlage und Übertragung auf den Stoff per Siebdruckverfahren |
| Notwendige Ausstattung |
Computer für die Kinder zur Bilderstellung, ggf. Bastelmaterialien und Digitalkamera und Bearbeitung nur an einem Computer mit der Software des verwendeten Schneideplotters (hier: Silhouette Cameo Studio), Schneideplotter (hier: Silhouette Cameo), Folien (hier: aufgetrennte Klarsichthüllen), Siebdruckrahmen, Holzrakel, deckende Textil-Farbe auf Wasserbasis, Verzögerer-Gel, Siebklebeband, Wäscheleinen und Wäscheklammern, Bügeleisen |
| Aufwand |
Materialbeschaffung aufwändig, kontinuierliche Betreuung während des Workshops |
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Das Thema Flucht ist hochaktuell. Täglich überqueren tausende Menschen die Grenzen der EU und stellen deren Mitgliedsländer vor eine gewaltige Herausforderung. Bei all den organisatorischen Schwierigkeiten übersehen viele aber schnell die Strapazen, welche die Flüchtlinge auf sich nehmen mussten, um sicheres Territorium zu erreichen. Welche Gründe hatten sie, ihr Land zu verlassen und ihr Leben zu riskieren?
Ein bisher eher ungewöhnliches Medium zur Vermittlung solcher Inhalte bilden Computerspiele.
In sogenannten Newsgames haben engagierte Spielehersteller und Journalisten – unter anderem die BBC und das UN-Flüchtlingswerk – versucht, die Erlebnisse und Gefahren auf der Flucht sowie die menschenunwürdigen Zustände in den Herkunftsländern und auf ihrer Reise in die EU erfahrbar zu machen.
Newsgames vermitteln auf spielerische Art und Weise gesellschaftliche und politische Themen, meist mit der Intention, zu informieren, Einblicke in Lebenslagen von Menschen zu geben und so eine persönliche und emotionale Verbindung zu einem sachlichen Thema herzustellen.
Die im Folgenden aufgeführten Spiele geben auf einfach verständliche Weise einen guten Einblick in die Flüchtlingsthematik und sind daher auch für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hervorragend geeignet, um ein Bewusstsein für die Hintergründe zu schaffen. Die Spiele bieten darüber hinaus eine gute Basis zur anschließenden Diskussion, z.B. in der Schule. Den ganzen Beitrag lesen
In Jugendarbeit und Medienpädagogik werden viele SocialMedia-Accounts gepflegt – und YouTube, Facebook, Twitter und Konsorten haben alle ihre eigenen Vorstellungen, wie Bilder optimal formatiert sein müssen, damit sie ideal angezeigt werden (und so vielleicht auch mehr Menschen erreichen). So ist es nicht nur schwierig, immer die richtigen Abmessungen im Kopf oder im Blick zu haben, es ist auch ein großer Aufwand, ein Foto für verschiedene Kanäle aufzubereiten. Da kann mensch sich schnell geknechtet fühlen.
Das kostenlose Webangebot «Landscape» mutet da erlösend an: Die Website macht es möglich, mit einem Aufwasch ein Bild in die gewünschten Größen für die wichtigsten sozialen Netzwerke zu bringen. Landscape kennt nicht nur die gängigen Formate, es ist auch sehr einfach gestaltet, hat keine Registrierungs- oder Werbehürden, und bietet am Ende ganz selbstlos eine ZIP-Datei zum Download. Wenn das mal nicht traumhaft ist…