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Snapchat #4: reflektieren

Zum Abschluss unserer Snapchat-Reihe reflektieren wir heute, inwiefern sich die App für die Medienpädagogik, Bildung und Erziehung eignet, und welche neuen Einsatzmöglichkeiten und Projektideen es hierfür gibt. Dabei werden wir aber auch kritisch analysieren, welche positiven und negativen Aspekte zu beachten sind.
Nachdem wir uns in den vorherigen Artikeln mit den Grundlagen von Snapchat, innovativen Usern und Produktions-Tipps beschäftigt haben, werden wir im vierten Teil ein Resümee ziehen und Anregungen für den Praxiseinsatz liefern.

Zuvor müssen wir jedoch zugestehen, dass selbst eine Blog-Artikelreihe zu langsam für die schnelllebigen Entwicklungen in der Medienbranche sein kann: Letzten Dienstag erschien morgens unser Artikel zum Erstellen von Snaps und Stories, und am Nachmittag veröffentlichte Snapchat ein umfangreiches Update, das unsere Ausführungen sprichwörtlich alt aussehen ließ. Das Update wurde im firmeneigenen Snapchat-Blog als “Chat 2.0” beschrieben, was bereits auf die Bedeutung und das Ausmaß hinweist. Die Medienberichte überschlugen sich daraufhin, beispielsweise titelte Spiegel Online: “Snapchat greift Facebook und WhatsApp an”. In der Tat wurde durch das Update die Messenger-Funktion von Snapchat erheblich erweitert, nun sind auch Video- und Audio-Nachrichten sowie -Anrufe möglich, zudem gibt es umfangreiche Sticker zum Illustrieren eines Chats. Auch die Abspielfunktion der Stories wurde  vereinfacht. Von der Community wurden diese Änderungen durchweg positiv aufgenommen – eine Reaktion, die heutzutage keineswegs selbstverständlich ist. Den ganzen Beitrag lesen

Daniel Seitz Kurzbio
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.
Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Snapchat #2: vernetzen

Wer die Grundlagen von Snapchat verstanden hat, steht bald vor einer neuen Herausforderung: Wie vernetzt man sich hier eigentlich mit Freunden und Gleichgesinnten? Wir wurden von Portalen wie Facebook, Twitter und Instagram daran gewöhnt, dass uns gleich bei der Anmeldungen andere User vorgeschlagen werden, denen wir folgen oder mit denen wir uns befreunden können. Bei Snapchat ist das befremdlicherweise nicht der Fall. Hier gibt es noch nicht mal eine ordentliche Suchfunktion, über die wir nach Freunden, Stars oder Politikern suchen könnten. Wie die Vernetzung dennoch klappt, möchten wir heute im zweiten Teil der Snapchat-Artikelreihe erläutern.

Schließlich sind es längst nicht mehr nur Jugendliche, die dieses Tool nutzen. Insgesamt verzeichnet Snapchat derzeit wohl mehr als 200 Millionen weltweite User, davon sind angeblich 100 Mio. täglich aktiv. Die Zahl der Nutzer/innen in Deutschland wurde im Januar 2016 auf rund 3 Millionen geschätzt. Wie groß der Anteil jugendlicher User ist, lässt sich schwer sagen, aber aufschlussreich ist, dass bereits die (der Medienpädagogik bestens bekannte) JIM-Jugendstudie 2015 Snapchat zu den vier populärsten Smartphone-Apps deutscher Teenager zählte – nach WhatsApp, Facebook und Instagram. (Da die Erhebungen der JIM-Studie immer im Mai/Juni durchgeführt werden, sind diese Zahlen bereits ein dreiviertel Jahr alt und heute vermutlich deutlich höher. Eigene Praxiserfahrungen der beiden Autoren zeigen, dass hinter WhatsApp derzeit Instagram mit Snapchat um Platz 2 der populärsten Dienste kämpft.) Eine weitere interessante Infographik liefert die Seite “How big is snapchat”, derzufolge über Snapchat pro Sekunde mehr Fotos geteilt werden als über sämtliche anderen Apps, wobei die Zahlen bereits aus dem Jahr 2014 stammen. Festzuhalten ist jedenfalls, dass die App in den letzten Jahren einen erstaunlichen Aufstieg erlebte, der spätestens im vergangenen Jahr auch Deutschland ereichte. Den ganzen Beitrag lesen

Daniel Seitz Kurzbio
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.
Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Snapchat #1: kennen lernen

Snapchat ist der neue Hype im social web. Der Dienst hat so schnell und massiv in jüngster Zeit insbesondere die Herzen der jungen Nutzer erobert, das sich gerade zahlreiche Berufs- und gesellschaftlichen Gruppen fragen, was sie verpassen, wenn sie nicht schnell auf den Zug aufspringen. Dieser Frage müssen sich insbesondere auch MedienpädagogInnen stellen, sind doch gerade die klassischen Zielgruppen medienpädagogischer Angebote – Kinder und Jugendliche – dort besonders häufig vertreten.
Snapchat zeigt jedoch vielen Nutzern erstmal die Grenzen auf – scheinbar. Eine häufige Reaktion ist Unverständnis ob der Bedienung und der Grundmechanismen von Snapchat.
Die App ist anfangs zugegebenermaßen schwer zu durchdringen, da sie alles andere als intuitiv gestaltet ist. Der (eigentlich experimentierfreudige) Journalist Richard Gutjahr brachte es auf den Punkt: “Wenn Sie glauben, schon alles gesehen zu haben, werden Sie an Snapchat verzweifeln.” Um die Philosophie und die Konstruktion dieses Dienstes zu durchschauen, möchten wir uns gemeinsam mit allen Interessierten auf die Reise machen.
Wir starten heute eine vierteilige Artikelserie im Medienpädagogik Praxisblog, um Licht ins Dunkel zu bringen – denn wie stets gilt: neue Dienste lassen sich nur durch eigene Nutzung gänzlich durchdringen und beurteilen.

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Daniel Seitz Kurzbio
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.
Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Social Video: Mit Facebooks „Riff“ Kurzclip-Ketten produzieren

Bewegtbild im Internet ist ein erfolgversprechendes Modell, diese Einsicht hat sich in den letzten Jahren dank des Erfolgs von YouTube und Co. flächendeckend verbreitet. In der Vielzahl der Social-Media-Dienste waren Videoanwendungen zunächst eine kleine Nische, derzeit befinden sie sich jedoch auf neuen Höhenflügen, nicht zuletzt dank des technischen Fortschritts bei Smartphones und der Verbreitung mobiler Daten-Flatrates. „Social Video“ lautet das Zauberwort, das das „next big thing“ werden könnte – aus wirtschaftlicher wie auch aus jugendkultureller Sicht. Die Innovationen und Fortentwicklungen, die derzeit im Webvideo-Bereich quasi im Sekundentakt veröffentlicht werden, sollten wir daher auch in der Medienpädagogik und der Jugendarbeit aufmerksam verfolgen.

Webvideo-Status-Quo

Zunächst waren es bereits etablierte Dienste wie Facebook, WhatsApp und Instagram, die innerhalb ihres Angebots das Versenden bzw. Veröffentlichen kurzer Videobotschaften ermöglichten. Bald entstanden neue Angebote wie Twitters Kurzclip-Dienst Vine, Instagrams Zeitraffer-Angebot Hyperlapse oder das Präsentations-Tool Nutshell aus dem Hause Prezi. Parallel dazu boomt derzeit das Angebot an Livestreaming-Diensten, allen voran YouNow, das Anfang 2015 in Deutschland für teils panische Aufschreie sorgte, das bislang aber den Untergang des Abendlandes nicht herbeiführen konnte. Der Live-Video-Dienst Meerkat sorgte gar für soviel Wirbel, dass Twitter kurzerhand den Konkurrenten Periscope aufkaufte, um im Livestreaming-Markt mitzumischen.

Ein anderer, oft schon totgesagter Internetgigant hat dieses wilde Treiben entspannt beobachtet und währenddessen an einer eigenen Innovation gebastelt: Facebook entwickelte mit der App Riff ein Produkt, das auf einer völlig neuen Grundidee basiert, nämlich auf dem Prinzip von Video-Ketten. Dieser Ansatz greift am kosequentesten das soziale Element des Begriffs „Social Video“ auf und könnte daher (auch und gerade für die aktive Medienarbeit) ein vielversprechendes Modell werden. Den ganzen Beitrag lesen

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

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