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Neue Präsentationen voraus
"stop ahead sign" von Benimoto auf flickr.com
Prezi beseitigt zwar nicht die Grundprobleme von beamergestützten Präsentationen, bringt aber gegenüber den „linearen“ Programmen PowerPoint und Keynote einen Kreativitäts- und damit auch Aufmerksamkeitsgewinn. Entsprechend wird es in der Medienpädagogik und darüber hinaus als Hoffnung für Präsentationsgeplagte gehandelt.
Mit Ahead.com macht sich seit einigen Monaten ein Konkurrent auf, der ähnliche Funktionalitäten verspricht und an einigen Stellen sogar besser sein möchte. netzwertig.com hat einen Vergleichstest gemacht und stellt dem neuen Angebot ein tendenziell gutes Zeugnis aus. Klingt vielversprechend und macht Lust auf den ersten eigenen Test. Haben Sie schon Erfahrungen mit Ahead?
SingStar und Karaoke online
"Empty Guns" von teliko82 auf flickr.com
Bei vielen (medien)pädagogischen Projekten und in fast jedem Jugendhaus ist SingStar weiterhin der Renner: Singen in der Gruppe macht Spaß und die Bewertung lässt schnell Casting-Stimmung aufkommen. Ist die Konsole mal nicht zur Hand und soll spontan Karaoke gesungen oder SingStar gespielt werden, dann müssen Online-Lösungen her.
Schon an anderer Stelle habe ich über ein Online-SingStar-Angebot geschrieben, Mikestar bietet ebenfalls ein technisch einwandfreies Äquivalent, das auch ohne Anmeldung funktioniert. TalentRun benötigt eine (kostenlose) Anmeldung, konzentriert sich auf Karaoke, bietet aber auch Contests an. Karaokeplay hat ein ähnliches Angebot, hier lassen sich aber die Lieder auch ohne Anmeldung singen. Viel Spaß dabei!
[via medienlernen.ch]
Mit YouTube online schneiden
Screenshot aus YouTube
Das ist alles andere als eine Gefahr für „richtige“ Schnittsoftware, aber vielleicht ein Backup für Notsituationen – oder medienpädagogische Remix-Projekte auf YouTube: Die Videoplattform hat einen neuen Online-Videoeditor an den Start gebracht.
Gegenüber dem alten „Remixer“ ist der „YouTube Video Editor“ sehr, sehr einfach, trotzdem lassen sich mit ihm Filme, die im eigenen Konto bei YouTube hochgeladen sind, trimmen und aneinander montieren. Das schafft es bei mir bisher nur zum Label „gut zu wissen“, ist aber technisch ganz ausgereift und lässt auf mehr gespannt sein.
Geschichten finden mit Comic-Strips
Screenshot aus bitstrips.com
Die eigenen Geschichten der Kinder und Jugendlichen zu finden und in Medienprodukte umzusetzen, das ist eine der Herausforderungen in der Medienpädagogik. Auf dem Weg dahin sind Methoden gefragt, die TeilnehmerInnen in Projekten ermöglichen, ihre Stories aufzuschreiben.
Eine solche Methode können einfache Comic-Strips sein, mit denen Kinder und Jugendliche ihre Ideen in einer Brainstorming-Phase skizzieren. Miriam Fischer hat in ihrem Blog Online-Dienste gesammelt, mit denen einfach kurze Comics erstellt werden können. Neben Softwarelösungen wie ComicLife haben MedienpädagogInnen damit sicher ein gutes Instrument für die Geschichtenentwicklung an der Hand.
Drei Browser auf einen Streich
Auch bei medienpädagogischen Website-Projekten muss mensch sich bisweilen durch die Niederungen der Webentwicklung quälen – sofern sich die Beteiligten nicht auf vorgefertigte Lösungen oder Templates zurückziehen. Das bedeutet auch, die Seite in verschiedenen Browsern zu testen, was bei mindestens drei zu testenden Rendering-Engines einen gewissen Aufwand bedeutet.
Abhilfe schaffen Online-Screenshot-Dienste (einen habe ich schon vorgestellt, einen anderen bietet Adobe an) – oder spezielle Programme. Eins davon ist Lunascape, ein Browser, der gleich drei Engines auf einmal abbildet und noch dazu kostenlos für Windows verfügbar ist. Spart viel Zeit und Aufwand. Manche Dinge können so einfach sein.
140 Zeichen, die begeistern
Wer mit Twitter und der auf 140 Zeichen beschränkten Kommunikation das Ende unserer Sprachkultur verbunden hat, wird spätestens mit den „TinyTales“ von Florian Meimberg eines besseren belehrt: Der Autor schafft es, mit jeweils einem Tweet ein dichtes Bild zu zeichnen, das vor dem inneren Auge des/der LeserIn eine Geschichte entstehen lässt.
Eine solche Perfektion inspiriert und ist meiner Meinung nach für die Medienpädagogik gleich mehrfach relevant:
- als Inspiration in der Ideen-/Drehbuchphase eines Videoprojekts,
- als Methode im Deutsch-Unterricht oder beim Kreativen Schreiben,
- evtl. auch in Verbindung mit einem eigenen Twitter-Projekt.
Die Tweets sind auf jeden Fall ein Fest und machen sich in jeder Timeline gut.
Soziale Netzwerke: Was passiert da?
Gerade Eltern haben oft ein Problem damit, zu verstehen, warum sich ihre Kids in sozialen Netzwerken tummeln. Auf diversen Elternabenden muss dann oft die Analogie „Poesiealbum“ oder „Freundebuch“ herhalten. Das Video „Facebook trifft Realität“ kann dazu beitragen, näher zu bringen, WAS! sie dort machen.
Das Video zeigt plakativ die aus Erwachsenensicht eher unsinnigen und zeitraubenden Seiten sozialer Netzwerke und kann als Gesprächseinstieg für folgende Frage dienen: Was haben die Eltern früher für unsinnige Dinge gemacht, um sich auszuprobieren, zu profilieren usw. Das hilft, um die Eltern ein Stück näher in ihre Jugend zurückzubringen und den (medienpädagogischen) Erziehungsalltag entspannter zu gestalten. Das Video ist auch genial als Impuls für medienpädagogische Projekte und die Reflexion mit den Kids über den eigenen „Netzwerkkonsum“.
Dies ist ein Gastbeitrag von Thorsten Belzer.
Thorsten Belzer ist selbständiger Medienpädagoge und arbeitet im Raum Karlsruhe. Neben seinem mobilen Trickfilmstudio für Schulen, Kindergeburtstage und Feste, führt er Video- & Audioworkshops für Jugendliche sowie Elternworkshops zum Thema Soziale Netzwerke durch. Mehr unter www.belzer.de .
In der Kürze liegt die Würze
Wir verstehen uns nicht nur als inspirierende Informationsplattform, sondern auch als Lexikon, in dem mensch (mache ich ständig) bei Projekten nachschlagen kann: Wo finde ich das Tutorial zu meinem Programm? Wer hat noch gleich die Broschüre zu facebook rausgegeben? Wo zum Teufel kriege ich kostenlose Musik für das neue Video?
Und weil niemand ständig ein 26bändiges Lexikon aus dem Regal wuchtet, haben wir ein Kürzel gesucht und gefunden, das unsere schöne, aber lang zu tippende Domain auf den Punkt bringt: Ab sofort ist das Medienpädagogik Praxis-Blog daher auch per (www.)medienprax.is erreichbar. Bringt glatte 13 Buchstaben und damit 50% Ersparnis, die in Zukunft für die Recherche, die pädagogische Arbeit und/oder die kreative Pause genutzt werden können. Aufschreiben, merken, weitersagen.
CMS für alle
Wie Flugzeuge an den Himmel zu schreiben wirkt immer spielend einfach. Ebenso einfach ist das Content Management System „SkyBlueCanvas„. Das Besondere an diesem kostenlosen CMS: Es benötigt keinerlei Datenbank und kann damit auf jedem Webspace mit PHP installiert werden. Auch das Backend wirkt aufgeräumt und ist leicht zu verstehen, der Look der eigentlichen Website kann schnell angepasst werden.
Die Features machen SkyBlueCanvas für mich zu einem Geheimtipp für Webprojekte in der Medienpädagogik. Anders als bei „Geschossen“ wie Joomla können Jugendliche nämlich nach dem Projekt das Gesehene auf dem eigenen, einfachen Webaccount nachvollziehen.
HTML verstehen und nachlesen
Webtrends kommen und gehen, HTML bleibt: Nach wie vor bildet die Strukturierungssprache die technische Basis des WWW, wenn auch gegenüber den ersten Versionen ergänzt um neue Features und um weitere Technologien.
Deswegen hat HTML-„Programmierung“ auch weiterhin eine hohe Relevanz für die Medienpädagogik und Webprojekte mit Jugendlichen und MultiplikatorInnen. Und entsprechende Tutorials erfreuen sich großer Beliebtheit.
Neueste Trophäe auf meiner Jagd in diesen Gefilden ist „Little Boxes„, die kostenlose Online-Version eines deutschen Buches, das in die HTML-Künste einführt. Die sehr anschauliche, klare und verständliche Seite, die auch zum Selbststudium geeignet ist, wird gut flankiert vom HTML-(und CSS-)Nachschlagewerk von Sitepoint, das, leider auf Englisch, nicht nur gut und umfassend beschreibt, sondern auch direkt Raum zum Ausprobieren bietet.






