Thema Video »
Videos schneiden mit VideoPad
Screenshot von der Website
Wer hat nicht schon oft im Rahmen medienpädagogischer Projekte (oder auch zum Weiterempfehlen an Multiplikatoren, Kinder oder Jugendliche) verzweifelt nach einem kostenlosen Videoschnittprogramm gesucht, das auch für etwas anspruchsvollere Projekte taugt und bei dem man sich nicht total einschränken muss oder leicht den Überblick verliert?
Mit der (für nicht gewerbliche Zwecke) kostenlosen Videoschnittsoftware VideoPad von NCH lassen sich kurze Videoclips (oder auch längere Videoproduktionen) schnell, einfach und unkompliziert umsetzen. Den ganzen Beitrag lesen
Konstruierte Geschichte
Still aus dem Film
Der Umgang mit der Geschichte Nazideutschlands ist nicht nur historisch herausfordernd, sondern auch medial. Schließlich gibt es gerade bei Filmdokumenten fast nur Propagandamaterial, so dass das historische (Film)Bild an sich nicht sonderlich differenziert ist. Wer hat schließlich schon einmal eine Nazigröße vor der Kamera in der Nase bohren sehen?
Das ist ohnehin schon ein wichtiges Thema für die Medienpädagogik – der Dokumentarfilm „Geheimsache Ghettofilm“ zeigt allerdings eine besonders abstoßende Episode der Geschichte auf: In der Endphase des Warschauer Ghettos hat ein NS-Filmteam dort Aufnahmen für einen Propaganda-Dokumentarfilm gemacht – und dabei Szenen gestellt, was später gefundene Aufnahmen zeigen.
„Geheimsache Ghettofilm“ dokumentiert diese Manipulationsversuche mit dem Originalmaterial und ist damit nicht nur ein wichtiges Dokument über deutsche Geschichte, sondern auch ein sehr guter Anlass, um über Manipulation im Dokumentar- und Propagandafilm zu sprechen. Dabei lässt sich nebenbei auch darüber sprechen, ob das Nachstellen historischer Szenen für „Geheimsache Ghettofilm“ ethisch zulässig ist.
Dankenswerterweise ist die Doku auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zusammen mit einem Dossier kostenlos in voller Länge zugänglich. Und damit ein besonderer Materialtipp für politische Bildung und Medienpädagogik. Der Film hat eine FSK-Freigabe ab 12 Jahren; Pädagog_innen sollten aber angesichts der schockierenden Bilder vorab prüfen, ob er für die betreffende Gruppe geeignet ist.
Filmgeschichten mal anders finden und erzählen
Still aus dem Video
Gibt es auch ein Zuviel an Inspiration“? Nach „The Scared is scared“ hätte ich das fast gedacht. In jedem Fall ist er eine Inspiration für vielfältigste Situationen und Bereiche in Medienpädagogik und Filmgestaltung: Wie lässt sich eine Geschichte mal anders finden? Wie sehen Kinder die Welt? Wie lässt sich gesprochener Text abwechslungsreich visualisieren? Muss ein Film immer lineal sein? und und und …
Und so geht es in diesem Video um Bären, Mäuse, Pizza, Monster, Kekse, Freundschaft, Schwimmbäder im Winter, Langeweile, Spaß, ein Klavier und ein Happy End. Und anschließend ist klar: Zuviel Inspiration gibt es nicht – es gibt nur ein Zuwenig an Einsatzmöglichkeiten. 🙂
[thx Jo Gather!]
Let’s Play-Workshops mit Jugendlichen
„P365x52-27: Portal 2 Break“ von kurafire auf flickr.com (cc by)
Für viele Jugendliche hat YouTube den Fernseher abgelöst. Bei computerspielaffinen Jugendlichen sind dort insbesondere Let’s Play-Videos beliebt – sei es zum Anschauen oder beim selber Erstellen. Let’s Plays lassen sich medienpädagogisch gut nutzen. So zeigt das Erstellen von Let’s Play Videos Beteiligungsmöglichkeiten im Internet auf, während man sich kritisch mit Computerspielen auseinandersetzt. Hier wird ein Let’s Play-Workshop beschrieben, den das spielbar-Team (bpb) bei der play 12 Konferenz in Potsdam in ähnlicher Form durchgeführt hat. Den ganzen Beitrag lesen
Videopodcast: gemeinsames Musizieren mit Garageband auf iOS Geräten
Es war schon immer ein Wunsch von mir, iOS Geräte kreativ in der medienpädagogischen Arbeit einzusetzen. Besonders hat es mir in diesem Zusammenhang die App Garageband angetan, über die ich schon einmal berichtet hatte.
Inspiriert vom Berliner DigiEnsemble, die auf einem sehr hohen Niveau mit mobilen Geräten musizieren, habe ich mir die Frage gestellt, wie ich mit dem iPad vor allem musikalische Anfänger erreichen kann und wie ein gemeinsames Musikprojekt dazu aussehen könnte. Ich hatte dann auch noch das Glück, dass aus dieser Idee ein berufliches Projekt wurde – Der Grundstein für rhythm.iOS war gelegt.
Nach Monaten der Planung und nach einer langen aber erfolgreichen Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten, fand nun endlich mit einigen Mitarbeitern der erste Praxisworkshop statt, an dem wir ausprobieren wollte, was man mit Garageband machen kann und was nicht. In diesem Zusammenhang ist die Idee für dieses Video entstanden, damit interessierte Nachahmungstäter nicht bei Null anfangen müssen, sondern direkt vor Augen haben, welches Potential in der App steckt. Viel Spass damit…
Bereits im Vorfeld entstand auch die Diskussion, warum denn ausgerechnet Apple Geräte für dieses Projekt verwendet wurden und keine mit dem freieren System Android von Google. In einem früheren Artikel hatten wir uns bereits mit dem Thema „Musik selber machen mit Android Apps“ beschäftigt. Es gibt zwar Apps zum Musizieren, aber zumindest meines Wissens nach keine Alternative für Einsteiger zu Garageband mit dem gleichen oder einem annähernd ähnlichen Funktionsumfang. Aber gerne lasse ich mich da eines Besseren belehren…
Suche nach Creative-Commons-Inhalten
Creative-Commons-Inhalte haben mittlerweile ihren festen Platz in der Medienpädagogik – und was immer angesagt ist, sind angenehme Wege, diese Inhalte im Netz auch zu finden. Jüngst sind mir gleich zwei Dienste über den Mauszeiger gelaufen:
Quasi direkt an der Quelle ist die Suche von Creative Commons selbst: Auf der Website lassen sich Musik, Fotos, Videos und Audiodateien (auch selektiv) suchen. Auf Bilder spezialisiert, dafür besonders ästhetisch ist Compfight (leider nur mit englischer Website). Mit diesen zwei Diensten im Gepäck sind CC-Medienprodukte keine Hexerei mehr…
Der Film im Film
Still aus dem Video
Digitale Effekte im Film machen Kindern und Jugendlichen in Videoprojekten immens viel Spaß. Ganz vorne dabei sind dabei der Greenscreen und das Bild im Bild. Doppelt so viel Spaß macht der Einsatz solcher Effekte natürlich, wenn sie auch wirklich Sinn ergeben.
Eine schöne Inspiration in diesem Zusammenhang ist „Fake Photoset in Real Life„: Der Film erzählt seine Geschichte mit Bildern, die in Wirklichkeit Videos sind, und spielt sehr virtuos mit dem Bild im Bild. Das macht nicht nur Spaß beim Anschauen, sondern das Werk auch zu meinem medienpädagogischen Beispielfilm der Woche.
Videos online schneiden und nachbearbeiten
Eigentlich alle Medienprodukte lassen sich mittlerweile online bzw. im Browser herstellen, was für Projekte der Medienpädagogik ein immenses Potenzial bedeutet. Für Videoprojekte gilt das meiner Meinung nach sehr eingeschränkt, weil hier die größten Datenmengen bewegt werden müssen, die Bandbreite an vielen Projektlocations eher eingeschränkt ist – und weil mit fast allen Betriebssystemen ein kostenloses Videoschnittprogramm mitgeliefert wird.
Dennoch kann es Momente geben (und sei es nur zum Selbstzweck), wo Online-Videoschnitt mit Jugendlichen angesagt ist. Mit diesem Artikel möchte ich einen Überblick über die derzeitigen Angebote geben inkl. eines Kurztests. Kennen Sie weitere Dienste? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar. Den ganzen Beitrag lesen
Was ist ein gutes Lernvideo?
CC BY Sandra Schön
Filmen, Schnitt und Veröffentlichung von kurzen (Lern-)Videos ist mit Tablet Computern wesentlich einfacher als mit herkömmlichen Ausrüstungen. Im medienpädagogischen Praxisprojekt „Ich zeig es Dir – HOCH 2“ (kurz IZED2), bei dem 9- bis 12-Jährige Lernvideos mit iPads produzieren, ging es daher nicht nur um Videotechniken wie Trickfilm und Greenbox, sondern auch um die einfache Frage: Was ist eigentlich ein gutes Lernvideo? Den ganzen Beitrag lesen
