Ausschnitt von S. 3 des neuerschienen Buchs von Jöran Muuß-Merholz (2017). Freie Unterrichtsmaterialien
finden, rechtssicher einsetzen,
selbst machen und teilen. Beltz-Verlag. Erschienen unter CC BY-SA 4.0 Jöran Muuß-Merholz/Beltz in der Verlagsgruppe
Beltz • Weinheim Basel. Link zur Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode
Offene Bildungsressourcen – oder „OER“ für „Open Educational Resources“ sind Bildungsmaterialien und -software, die offen lizenziert sind. Das heißt, solche offenen Bildungsressourcen stehen nicht nur kostenfrei im Web zur Verfügung, sondern dürfen auch genutzt, modifiziert und wiederveröffentlicht werden. Jöran Muuß-Merholz ist ausgewiesener Experte im Feld und hat nun in zweifacher Hinsicht Erfolge zu vermelden:
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Heute mal wieder ein Fundstück aus der Serie «Darauf hat die Welt gewartet». Diesmal: Ein freier bzw. OpenSource-Videoeditor für Einsteiger_innen für alle Systeme! OpenShot ist Linux-User_innen nicht unbekannt (und wurde so hier auch schonmal vorgestellt), aber dank eines erfolgreichen Crowdfundings ist der sehr beliebte und hochgelobte Videoeditor seit Kurzem auch für Windows und macOS verfügbar. Er ist damit genau die in der Medienpädagogik vielgesuchte kostenlose und freie Alternative zum MovieMaker bzw. iMovie, nämlich ein einfach zu verstehendes und bedienendes Videoschnittprogramm, das für Einsteiger_innen geeignet ist.
Schon seit längerem gibt es mittlerweile kostenlose bzw. OpenSource-Lösungen im Videoschnitt, diese sind aber sehr, sehr (Lightworks) oder relativ (Shotcut) komplex. Auch OpenShot hat «opensource-typische» kleine Mängel in der Benutzer_innenoberfläche, reiht sich aber ansonsten perfekt ein in den Funktionsumfang und die Gestaltung von einfachen Schnittprogrammen: Das grundlegende Bedienkonzept der Software, die Fensteraufteilung und die Funktionen sind ähnlich. So ist es nicht nur möglich, schnell und kostenlos zu eigenen Filmen zu kommen, sondern die erworbenen Fähigkeiten auch in anderer Software anzuwenden. Genau das brauchts in der Medienpädagogik.
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Öffentlichkeitsarbeit und Grafikdesign haben in den letzten Jahren auch in der Pädagogik und Jugendarbeit an Bedeutung gewonnen. Die Zeiten, in denen selbstgemalte Plakate ausgereicht haben, sind längst vorbei, heute sollte on- und offline auf die Optik geachtet werden. Wenn das Erscheinungsbild zusammen mit Jugendlichen erarbeitet und weiterentwickelt werden kann, lässt sich die Öffentlichkeitsarbeit mit der aktiven Medienarbeit verbinden – ein optimales Konstrukt für medienpädagogische Projekte.
Ein niedrigschwelliges und empfehlenswertes Online-Angebot für Grafikdesign ist Canva. Hier finden sich Anregungen und Vorlagen zum Gestalten von Logos, Flyern, Plakaten, Broschüren uvm. Auch Infografiken und Social-Media-Grafiken lassen sich erstellen, zudem ist eine Online-Bildbearbeitung möglich. Der Unterschied zu vielen anderen webbasierten Grafikeditoren ist, dass hier ein umfangreicher Pool an Vorlagen, Hintergründen, Motiven, Schriftarten und Design-Elementen bereit steht, die für die eigenen Ergebnisse genutzt werden können. Zudem gibt es einen Bereich Learn mit ausführlichen Tutorials zu Design und Fotografie.
Canva eignet sich hervorragend, um gemeinsam mit Jugendlichen in die Grundlagen des Grafikdesign einzusteigen, erste eigene Gehversuche zu unternehmen und gelungene Ergebnisse dann für die eigene Öffentlichkeitsarbeit zu verwenden. Das Portal startete 2012 in Sidney und steht für den Bildungsbereich kostenfrei zur Verfügung. Ein Slogan aus der Selbstdarstellung beschreibt das Motiv der Betreiber sehr schön: „Inspire creativity through intuitive graphic design.“ Diese Losung ist auf die Pädagogik und Jugendarbeit hervorragend übertragbar.
Habt ihr schon Erfahrungen mit Canva gesammelt? Oder kennt ihr andere empfehlenswerte Tools? Wir freuen uns auf eure Kommentare.
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, Games und Jugendpartizipation. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig.
Mit Tobias Albers-Heinemann schrieb er mehrere Elternratgeber, zuletzt 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln). Mit Michael Dietrich und Sebastian Ring veröffentlichte er 2020 den Sammelband "Medien bilden Werte. Digitalisierung als pädagogische Aufgabe" (kopaed, München).
Manche kleine medienpädagogische Perle muss man im Netz gezeigt bekommen. So ging es mir auch mit dem YouTube Kanal der YouTube AG der Weidigschule in Butzbach. Jan Konen, der betreuende Lehrer, erklärt kurz und knapp in kleinen Häppchen alle möglichen Themen rund um Filmtechniken. Seine Schüler*innen wirken in unterschiedlichen Funktionen als „Beispielgeber*innen“ mit.
Der Kanal steht noch am Anfang, aber Beiträge zu Storytelling, Perspektiven, Belichtungseinstellungen, Slow Mo, Hyperlapse, Interviewtechniken und noch ein bisschen mehr sind schon gut aufbereitet zu finden. Die Filme sind sehr ästhetisch gestaltet und ich hab gerne zugeschaut. Anhand von Beispielen wird die gut aufbereitete Theorie kurz und knapp und vor allem verständlich erklärt. Es ist kein vertiefendes Studienfach, sondern ein Einstieg für Neulinge. Und da ist alles Wichtige schon mal drin. Vom Selbermachen und Erfahrungen sammeln entbindet das nicht, aber es gibt eben gute Tipps und Anregungen.
Deshalb ist ein Abo auf diesen Kanal sicherlich nicht verkehrt, wenn man medienpädagogisch mit Kindern und Jugendlichen – nicht nur auf YouTube -filmisch arbeiten will. Außerdem gibt es Anregungen, wie man vielleicht selber eine kleine „YouTubeAG“ gestalten kann. Und vielleicht ermutigen höhrere Abozahlen die YouTube AG der Weidigschule auch weiterhin so tolle kleine Lehrfilme zu erstellen.
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Auch in der Medienpädagogik gilt: Geschichten, Narrative und Erzählungen prägen unsere Lernerfahrungen unmittelbar und tiefgreifend. Was früher in mündlicher Überlieferung, dann gedruckt und schließlich in Ton, Film und Computerspielen möglich war, lässt sich nun mit den neuen Kulturtechniken des Webs und mit Apps auch einfach selbst produzieren. Eine Erzähltechnik hierfür sind Chat-Geschichten (engl. chat stories).
Medienpädagogisch lässt sich vieles rausholen: Dialogische Inszenierung bekannter und neuer Texte, Imaginierte Selbstreflexion mit virtuellem Gegenüber, Geschichten in Gesprächsform, Frage-Antwort-Chats zur Wissensvermittlung, spannungsgeladene Fiktion, Feedback-Schleifen als Lernreflexion, Lovestory, …
Und wie erstellt man Chat-Geschichten ganz praktisch und möglichst kostenlos? Ich habe mir ein paar Möglichkeiten angeschaut und stelle euch hier die praktikabelsten vor: Den ganzen Beitrag lesen
Der Begriff „Fakten“ stand lange für etwas Eindeutiges, etwas Reelles, die unumstößliche Wahrheit. Doch spätestens, seit in den Online-Medien zahlreiche Versionen von „Wahrheiten“ verbreitet werden und wir von höchster Stelle über die Existenz „alternativer Fakten“ aufgeklärt wurden, ist unser Vertrauen in Fakten erheblich gesunken.
An dieser Stelle setzt whatthefact an, ein interaktives Online-Denkspiel für Wahrheitssucher. Das Spiel prüft (im Gegensatz zu anderen Games) nicht, wie gut wir Fake-News von wahren Nachrichten unterscheiden können, sondern es stellt uns auf die Probe: In verschiedenen Kategorien wird unser Faktenwissen abgefragt und führt uns dabei oft zu verblüffenden Einsichten. Oder wisst ihr auf Anhieb, wie viel Prozent der Erdbevölkerung nicht lesen können? (Spoiler: Es sind 14%.) Oder wie sich die Jugendkriminalität in Deutschlandin den letzten zehn Jahren verändert hat? (Sie hat deutlich abgenommen – wie deutlich, erfahrt ihr im Spiel.)
Das Spiel ist ein Angebot der Nemetschek Stiftung, die damit „Daten und Zahlen zurück in die aufgeheizte Debatte“ bringen möchte. Die Stiftung engagiert sich seit 2007 für Demokratieförderung und hat u.a. mit dem Serious-Game „Utopolis“ für Ausehen gesorgt. Mit whatthefact haben sie ein unterhaltsames und anspruchsvolles Spiel veröffentlicht, das zum Nachdenken anregt und spannende Einsichten liefert. Bleibt zu hoffen, dass es von möglichst vielen Leuten gespielt wird – und dass „alternative Fakten“ bald ausgedient haben.
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, Games und Jugendpartizipation. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig.
Mit Tobias Albers-Heinemann schrieb er mehrere Elternratgeber, zuletzt 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln). Mit Michael Dietrich und Sebastian Ring veröffentlichte er 2020 den Sammelband "Medien bilden Werte. Digitalisierung als pädagogische Aufgabe" (kopaed, München).
Wie alle Bereiche pädagogischer Arbeit mit Heranwachsenden ist auch die Jugendarbeit dabei, ihre Konzepte und Methoden an die Mediatisierung der Lebenswelt von Jugendlichen anzupassen. Die finnische Jugendarbeit ist der mitteleuropäischen hier schon immer eher zwei Schritte voraus und hat an verschiedenen Stellen neue Angebote ausprobiert und bestehende weiterentwickelt.
Noch viel genialer ist allerdings, dass die Kolleg_innen aus dem Norden ihre Erfahrungen breit reflektieren und dokumentieren – noch dazu auf Englisch! Und so bin ich besonders froh, hier im Blog die aktuell erschienene Broschüre «Digital Youth Work – a Finnish perspective» [PDF] besprechen zu können. Denn sie gefällt mir gut.
In der Publikation finden sich Erfahrungsberichte zu spezifischen Themen: Ähnlich wie im deutschsprachigen Raum gehört dazu Medienerziehung generell als ein möglicher thematischer Fokus von Jugendarbeit. Erörtert werden aber auch einzelne medienpädagogische Schwerpunkte wie Gaming oder Making.
Erfreulicherweise geht es aber auch um die Weiterentwicklung spezifischer Konzepte von Jugendarbeit, etwa Beratung oder offene Jugendarbeit. Ebenso werden Tipps für die konzeptionelle Arbeit in Einrichtungen gegeben.
«Digital Youth Work» ist nicht so geschrieben, dass daraus 1:1-Anleitungen für eine neue Praxis herausgelesen werden können. Für Jugendarbeiter_innen und Medienpädagog_innen, die sich auf den Weg machen wollen oder sich bereits dort befinden, gibt die Publikation jedoch wichtige grundlegende Impulse. Und weil aus meiner Sicht gerade das wichtig ist für eine wirkliche Weiterentwicklung von Jugendarbeit, von mir eine eindeutige Leseempfehlung.
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Medienpädagogik darf auch einfach nur mal Spaß machen und nicht nur medienpädagogische Konferenzen können lang werden, wenn immer nur vorne geredet wird, und das Plenum langsam wegdämmert. Wie belebend wäre es doch mal kurz was zu spielen, bei dem alle im Plenum sich lautstark zu Wort melden müssen. Oder die Gruppe soll mal kooperativ schnell was zusammenmachen und sich gleichzeitig ein bisschen verbal austoben. Ein Schreispiel muss her. Und Beamer und Laptop mit eingebautem Mikro ist eh schon angeschlossen. Also los geht es.
The Wuuuuuuuu
Die Gruppe steuert über Schreien einen “Fahrstuhl” mit dem die kleinen Pixelmännchen in ihr Häuschen kommen. Aber nicht zu laut sonst ….
Hier arbeiten 3 Gruppen gegeneinander. Welche steuert ihre Arbeiter am effektivsten?
Zum Üben reißen wir erst mal die Türme mit Hilfe der Stimmen ab. Und dann gegeneinander wieder aufbauen. Aber nur schreien, wenn die eigene Mannschaftsfarbe aktiv ist!
Sind die beiden zuvor genannten Spiele auch für große Gruppen geeignet, ist Screamy Bird eher was für kleinere Gruppen. Man macht aus, welche Laute man machen darf und muss den Vogel so weit wie möglich mit den Geräuschen “tragen”. Spiel ist schnell kapiert. Man kann schreien, pfeifen, klatschen ….. Probiert es aus.
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Ausschnitt aus dem Material (CC BY-SA Thomas Staub)
Auf manche Dinge wartet mensch jahrelang, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Und wenn sie dann da sind, dann stellt sich die Frage, wie die Welt ohne aussah. So gehts mir mit den Materialien zum Visualisieren bzw. Sketchnoting von Stefanie Maurer, Wibke Tiedmann und meinem Kollegen Thomas Staub: Wie bei allen Pädagog_innen gehört auch bei Medienpädagog_innen das Visualisieren auf Plakaten zum Grundhandwerk – und zwar gibt es einige Bücher zum Thema, aber Materialien im Netz, noch dazu unter einer CC-Lizenz sind nicht zu finden.
Das gehört nun der Vergangenheit an, denn Stefanie Maurer und Wibke Tiedmann haben zum Einen einen Onlinekurs zu Sketchnotes veröffentlicht, in dem sie CC-Materialien zur Weiterverwendung zur Verfügung stellen. Thomas Staub hat dies erweitert, spezifisch auf Jugendliche angepasst und stellt die Materialien zur Plakatgestaltung ebenfalls frei zur Verfügung (auch sonst ist die Website der Sek Andelfingen sehr zu empfehlen).
Damit haben Medienpädagog_innen nicht nur wunderbares Material, um selbst die eigenen Gestaltungskünste zu verbessern, sondern auch gleichzeitig eine Basis, um – in und außerhalb der Schule – mit Jugendlichen am Thema visualisieren zu arbeiten.
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Screenshot Seite https://www.schule.at/news/detail/schul-offensive-gegen-fake-news.html
Medienpädagogik zieht gerade massiv in die Schule ein. So ist nicht verwunderlich, dass immer mehr Materialien auch direkt auf den schulischen Kontext hin hergestellt werden. Mit etwas pädagogischer Fantasie sind die Materialien aber sicherlich auch in außerschulischen Bildungszusammenhängen einsetzbar.
Nachdem wir erst kürzlich auf die Fake News-Check App hingewiesen haben, lohnt es sich auch einen Blick auf die Schul-Offensive gegen Fake-News aus Österreich. Die in Zusammenarbeit mit dem Österreichischem Bildungsministerium von saferinternet.at und mimikama hergestellten 16 Videos mit Schüler- und Lehrerunterlagen stehen nicht nur unter CC Lizenz kostenfrei im Netz, sondern sprechen auch zwei unterschiedliche Altersgruppen an (10 – 14 Jahre und 14 – 19 Jahre).
Insgesamt werden neben einer Grundeinführung in Soziale Medien und einem Verabschiedungsvideo (könnte man auch am Anfang zeigen, da es größtenteils die Motivation und Haltung der Macher der Reihe darlegt), behandeln die Videos sieben Themen, jeweils für die entsprechende Altersgruppe ( Cybermobbing, Dein digitales Ich, Alles Fake?, Kettenbriefe, Onlinesuche und Impressum, Filterblase, Social Bots). Die Videos führen jeweil in 3 – 4 Minuten ins Thema ein, die Schülerunterlagen geben ergänzende Infos und stellen offen Fragen zum Nachdenken. Die Lehrermaterialien bieten Fragen und die didaktische Einbettung in ein Unterrichtsgespräch an.
Insofern ist der Titel „Offensive gegen Fake News“ etwas verwirrend, denn letztendlich geht es um die grundsätzliche Auseinandersetzung und den Kompetenzerwerb bezüglich sozialer Medien im Netz. Dafür bieten die Materialien eine gute Ausgangsbasis – wenn man auch aufpassen muss, dass rechtliche Grundlagen z.B. nicht einfach nach Deutschland übertragbar sind.
Als Kritik sei noch angemerkt, dass die Unterschiede der Materialien zwischen den Altersgruppen manchmal sehr marginal sind, zumindest in den von mir angeschauten Materialien. Hier hätte ich mir den Zuschnitt von Videos und Sprachstil noch mal differenzierter auf die Altersgruppen gewünscht. Insgesamt stellen sie aber ein gutes Angebot – nicht nur für Lehrpersonen in der Schule – dar, mit Jugendlichen über die genannten Themen in eine Auseinandersetzung zu kommen.
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.