Mini-Serie: (VR und) 360 Grad in der Kinder- und Jugendarbeit – Einleitung – Teil 1/4
CC BY-NC-ND Jugendnetzwerk SDM
Virtuelle Realität, kurz „VR“, und sphärische Panoramen, kurz „360°“, ermöglichen uns einen Ortswechsel, einen Rollentausch und geben uns die Möglichkeit, Dinge aus anderen Perspektiven und Blickwinkeln zu betrachten. Zur Darstellung werden spezielle Ausgabegeräte, sogenannte Head-Mounted Display´s (wörtlich „am Kopf befestigte Anzeige“), benötigt. Die Identifikation in und mit der virtuellen Welt wird als “Immersion” bezeichnet, aus dem englischen übersetzt „Eintauchen“.
LETSDIGI – gemeinsame, kreative Medienerziehung in der Familie
Lizenz: CC0
Das Projekt LETSDIGI widmet sich dem Thema Medienerziehung im familiären Alltag. Nicht vordergründig vor dem Hintergrund von Fragen nach Begrenzungen, Regeln oder richtig und falsch. LETSDIGI stellt aktives Handeln mit Medien und das gemeinsame Entdecken in den Mittelpunkt. Spätestens jetzt schlägt mein Pädagog*innen-Herz höher.
LETSDIGI stellt konkrete Projektideen zur Verfügung, die vielfältig und leicht umzusetzen sind. Die einfachen, kurz gehaltenen Beschreibungen motivieren zum Ausprobieren.
Einige Projektideen:
- Wissen teilen – Wir schreiben mit an der Online-Enzyklopädie Wikipedia.
- Smartphone-Mikroskop – Mithilfe eines Wassertropfens verwandelt sich ein Smartphone oder Tablet in ein Mikroskop.
- Bilder zum Leben erwecken – Mithilfe von Augmented Reality werden Bilder lebendig.
- Geheimcode ‚Binärsystem‘ – ‚Computersprache‘ lernen ist einfacher als man denkt!
LETSDIGI ist ein recht junges Angebot und existiert bislang als Beta-Version. Das Projekt kommt aus dem eBildungslabor und orientiert sich an aktuellen Auffassungen und Debatten von Bildung in einem gesellschaftlichen Zusammenhang.
Die Inhalte, auch die Projektideen, stehen unter der CC BY 4.0 – Lizenz und sind somit explizit zur Nutzung, Weitergabe und für Veränderungen freigegeben. Interessierte sind eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen – als Testpersonen oder um die eigenen Erfahrungen und Ideen zu teilen.
Auch wenn die anvisierte Zielgruppe keine Medienpädagog*innen sind, sind die Inhalte auch wunderbare Anregungen und Inspirationsquellen für die pädagogische Praxis. Genauso können die Projektideen für die Elternarbeit zum Thema Medienerziehung, beispielsweise bei Elternabenden oder Workshops, eingebunden und auch mit ihnen ausprobiert werden.
Making im Schulunterricht und Bibliothek – Materialien und Vorschläge der PH Bern
CC BY SA 4.0 Cornelia Fahrni / PH Bern 2018 - URL: https://www.phbern.ch/fr/ideenset-making/20322000/uebersicht.html
An der PH Bern arbeitet Gregor Lütolf, der seine Ideen rund um 3D-Druck auch schon hier im Blog veröffentlicht hat (z.B. zu den Keksausstechern). Eine neue Veröffentlichung vom Februar 2018 zum Thema Making stammt von seiner Kollegin Cornelia Fahrni und enthält didaktische Überlegungen, Anleitungen und Referenzen rund um „Making-Aktivitäten in Schule und Bibliothek„.
Medienarbeit und Inklusion – was Ernst Tradinik mit Menschen und Medien macht
CC BY SA Na (ja) Genau / Ernst Tradinik
Ernst Tradinik aus Österreich arbeitet seit vielen Jahren mit „Menschen und Medien“. Was daran besonders ist: Junge Erwachsene mit Behinderung sind bei der Erstellung eingebunden – bei Kamera, Mikro, Interview und der Gestaltung der Videoreihe „NA (JA) GENAU.“ Die Produktionen erscheinen u.a. in der Oktothek und sind dort frei zugänglich: Da wollten wir doch einmal nachfragen…
#NoHateNoFake – Webseite mit Materialien zu Hate Speech und Fake News im Netz
Die Internetphänomene ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ haben in die medienpädagogische Arbeit schon vor einiger Zeit Einzug gehalten – das zeigt auch die beachtliche Vielzahl an didaktischen Materialien, die uns Pädgog_innen inzwischen im Netz zur Verfügung steht. Viele davon sind frei verfügbar. Es liegt dabei auf der Hand, dass diese Angebote – nicht zuletzt der sensiblen Thematik wegen – eine unterschiedliche Eignung und Qualität aufweisen. Zudem lassen sich Hassbotschaften und Falschnachrichten in der (Medien-)Pädagogik nicht immer trennscharf angehen, da sie thematisch oft nah beieinanderliegen. Im Rahmen unseres eigenen medienpädagogischen Projekts #NoHateNoFake haben wir beide Themenkomplexe miteinander verbunden. Dabei ist die Projektwebseite www.nohatenofake.wordpress.com entstanden: Sie beinhaltet kostenfreie Unterrichtsmodule, um mit Schüler_innen der Klassenstufen 8 bis 10 kurze Videoclips über ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ zu produzieren. Zudem haben wir ausgewählte Informationen, Online-Angebote und weitere didaktische Materialien, die wir gern weiterempfehlen möchten, in einer Linkliste zusammengestellt.
Was sollte eine Projektwebseite enthalten, mit der nicht nur die direkten Projektbeteiligten, sondern auch andere (Medien-)Pädagog_innen etwas anfangen können? Diese Frage hat sich unser Team von klangumfang | Büro für Medien und Kultur gestellt. Und wir kamen zum Ergebnis: am besten alles, was wir selbst verwendet haben. Die Materialien von #NoHateNoFake umfassen deshalb sämtliche Stundenaufrisse und Präsentationen für Pädagog_innen sowie Handouts und Vorlagen für Schüler_innen. Die Module können in einem Zeitrahmen von insgesamt drei Projekttagen à sechs Unterrichtsstunden umgesetzt werden. Es ist aber auch gut möglich, lediglich einzelne Einheiten (mit einem Umfang von 45 oder 90 Minuten) herauszugreifen, was vor allem für den üblichen Unterrichtsalltag von Lehrkräften praktikabler sein dürfte. Wir selbst haben stets das gesamte Projekt durchgeführt. Es umfasst einen eher ‚theoretischen‘ sowie einen medienpraktischen Teil: Am ersten Projekttag diskutierten wir mit den Jugendlichen über ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘. Sie setzten sich mit diesen beiden Themen vorrangig anhand ihrer eigenen Erfahrungen und Beispielen aus der Praxis auseinander. An den folgenden zwei Tagen erstellten sie in kleinen Gruppen eigene Aufnahmekonzepte für ihre Videoclips und setzten diese von der Aufnahme bis zur fertigen Bearbeitung mit Tablets um. Dafür hatten wir fünf Geräte mitgebracht. Es wäre aber auch einfach möglich gewesen, eines der diversen ohnehin vorhandenen Smartphones der Schüler_innen zu nutzen – eine pragmatische Alternative, da die meisten Schulen ja oft keine eigenen Aufnahmegeräte haben. Die meisten Videos stellten wir am Ende auf eine Online-Videoplattform: nicht bloß, um damit Aufmerksamkeit zu erreichen, sondern auch als Abrundung der Projektthematik an sich. Selbstverständlich war es die alleinige Entscheidung der Urheber_innen, ihre Werke der Öffentlichkeit preiszugeben oder eben nicht. Zuvor überlegten sich die Schüler_innen die nötigen technischen und inhaltlichen ‚Spielregeln‘, die sowohl für die Videos als auch für die Nutzer_innen gelten sollten: Sollten die Videos zum Beispiel öffentlich kommentiert werden dürfen? Sollten die Kommentare vormoderiert werden? Welche dieser Kommentare sollten wiederum veröffentlicht werden dürfen und welche nicht? Für den medienpraktischen Teil – Videobearbeitung und Videoblog erstellen – konnten die Teilnehmenden auf Tutorials als Vorlagen zurückgreifen. Die Administration des Videoblogs übernahm dabei in unserem Fall die Lehrkraft.
Sich Hass und Lügen behutsam nähern – und praktisch angehen
Wie wollen wir im Netz miteinander umgehen? Wem wollen wir vertrauen? Wie wollen wir das Netz gestalten? Und welche Bedingungen sollen dafür gelten? Hassbotschaften und Falschnachrichten im Internet (medien-)pädagogisch anzugehen, bedeutet zunächst: erst mal ganz von vorn anfangen und die Schüler_innen abholen, wo sie sind. Mit #NoHateNoFake setzen wir deshalb zunächst bei der Frage an, wie die teilnehmenden Jugendlichen selbst respektvoll miteinander agieren wollen – offline und online. Dabei bezieht das Projekt auch externe frei verwendbare Materialien mit ein, die sich bereits an anderer Stelle in der Praxis bewährt haben – so die ‚10 Gebote der digitalen Ethik‘ vom Institut für Digitale Ethik. Die Schüler_innen reflektieren dabei ihren eigenen Umgang mit Konflikten im Internet. Und auch die anschließende Vertiefung der beiden Themen ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ orientiert sich an den Erfahrungswerten der Jugendlichen. Zuvor müssen diese zwei Begriffe jedoch unbedingt gemeinsam definiert und erläutert werden – denn wie sich bei unseren Projektdurchführungen mehr als deutlich zeigte: Der Zielgruppe sind diese beiden Schlagworte keineswegs geläufig, obgleich ihre Verwendung in medienpädagogischen Kontexten beliebt ist. Geeignete Begriffserläuterungen finden sich in den betreffenden Unterrichtsmodulen sowie auf spezifischen Webseiten in der Linkliste. Im Projekt erwerben die Jugendlichen zudem anwendungsorientiertes Wissen: So lernen sie zum Thema ‚Fake News‘ Online-Angebote wie Mimikama und die dazugehörige Suchmaschine für Fakes Hoaxsearch kennen. Um Falschnachrichten zu erkennen, nutzen sie die Fake News Check-App von Neue Wege des Lernens e.V. Mit der kostenfreien App checken sie die Glaubwürdigkeit von verschiedenen Online-Artikeln, die wir auf #NoHateNoFake verlinkt haben.
Nötige Themenreduktion – Entscheidung nach Interesse der Jugendlichen
Wer sich wie wir (medien-)pädagogisch mit den Internetphänomenen ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ befasst, wird schnell feststellen: Beide Themen sind zu komplex, als dass all ihre Facetten in einem dreitägigen Projektrahmen in der nötigen Tiefe besprochen werden könnten – geschweige denn im Unterrichtsalltag, in dem Einheiten von 45 oder 90 Minuten üblich sind. Aus diesem Grund – und um die intrinsische Motivation zu erhöhen – bilden die Schüler_innen Gruppen und entscheiden sich für einen Themenaspekt, der sie am meisten interessiert. Zu ihrem Gruppenthema finden sie auf #NoHateNoFake eine kleine Zusammenstellung von Links zur weiteren Recherche. Sie erstellen mit Hilfe einer Vorlage ein Aufnahmekonzept und produzieren ihren eigenen Videoclip. Im Rahmen unserer eigenen Projektdurchführungen sind ein- bis dreiminütige Filmbeiträge entstanden, die wir auf #NoHateNoFake in der Rubrik ‚Schulprojekt‘ gebündelt haben.
Zum Hintergrund des Projekts #NoHateNoFake
#NoHateNoFake | Videoblogs von Jugendlichen gegen Hate Speech und Fake News im Netz ist ursprünglich ein im Schuljahr 2017/2018 durchgeführtes Klassenprojekt von klangumfang | Büro für Medien und Kultur. Projektträger ist WERK 2 – Kulturfabrik Leipzig e.V. Gefördert wird das Projekt von der SLM – der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Insgesamt nahmen fünf Schulen aus Sachsen mit einer Klasse am Projekt teil.
Projektwebseite: www.nohatenofake.wordpress.com
In 30 Minuten zum Praxisblog-Artikel – mit dem Artikelraster!
Die Medienpädagogik ist darauf angewiesen, dass Pädagog_innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen. Anders ist es kaum möglich, mit der Dynamik im Medienbereich mitzuhalten.
Das Medienpädagogik Praxisblog soll ein Ort sein, an dem Medienpädagog_innen möglichst viel solches Wissen und Erfahrungen von anderen finden können. Dafür gibt es auch das Konzept des «Open Praxisblog»: Jede_r kann hier schreiben, wenn zwei andere Autor_innen den Inhalt befürworten. Das passiert erfreulich oft, aber meine Erfahrung ist, dass viele ihr Wissen weitergeben, aber gerne Unterstützung hätten beim Aufschreiben.
Die gibt es nun: Beim letzten Praxiscamp habe ich mit engagierten Teilgeber_innen das Artikelraster ausprobiert: Das orientiert sich an einem impliziten Schema, das sich in mehr als 1000 Artikeln hier im Blog rauskristallisiert hat. Und es funktioniert: Mit dem Artikelraster kann es gelingen, in 30 Minuten von der Idee (ein Tool, eine Website, eine Broschüre etc.) zu einem Praxisblog-Artikel zu kommen.
Und so gehts:
1. Du suchst Dir ein Tool, eine Website, ein Material, das Du besprechen möchtest und bereits kennst.
2. Du nimmst Dir ein leeres Dokument und übernimmst die vier Überschriften des Rasters (ohne Fragen).
3. Unter jeder Überschrift gibst Du eine Antwort auf die darin gestellte Frage in 2-3 Sätzen. Die Leitfragen, die im Artikelraster unter jeder Überschrift stehen, können dabei eine Orientierung sein.
4. Du löschst die Überschriften aus dem Text.
5. Du suchst eine Gesamtüberschrift für den Artikel.
6. Fertig. 🙂
Das Artikelraster:
1. Outcome: Was bringt das Tool/das Material für die Medienpädagogik?
An welches Problem knüpft es an?
Was bringt es für Medienpädagog_innen?
Für welche «Standardsituationen» ist es geeignet?
Wie kam ich selbst dazu?
2. Beschreibung: Um was geht es?
Was steht im Material drin?
Was kann das Tool?
Was wird mitgeliefert?
Wie bekomme ich es?
3. Einschätzung: Wie ist es zu bewerten?
Welche Erfahrungen habe ich gemacht?
Welche Knackpunkte gibt es?
Was ist das beste Feature?
Was ist ein besonders wertvoller Aspekt?
Welche Tipps habe ich, wie das Material/das Tool besonders schnell erfasst/besonders gut genutzt werden kann?
4. Kurzes Fazit
Was empfehle ich den Leser_innen? Nutzen? Abwarten? Damit die Welt retten?
(Das Raster steht auch in einem Etherpad zur Verfügung.)
Das dritte Praxiscamp – Save the Date
Und zum dritten Mal wird es ein Medienpädagogik-Praxiscamp in Mainz geben. Ein Barcamp für alles rund um die Medienpädagogik. Die beiden ersten Male haben uns ermutigt, es auch ein drittes Mal zu versuchen.
Hier schon mal der Termin: 06./07. September 2018 in Mainz
Termin schon mal fett in den Kalender eintragen.
Detaillierte Infos zum Barcamp gibt es demnächst im Camper unter
https://barcamptools.eu/mppb18/
und natürlich hier im Blog bzw. auf Twitter und Facebook.
Wer noch mal in die ersten beiden genialen Barcamps reinschauen will: MPPB17 und MPPB10
Praxiscamp on Tour
Und schon jetzt mal die Ankündigung, dass das Praxiscamp anfangen möchte im deutschsprachigem Raum zu „wandern“. Das ist ein echtes Abenteuer, verlassen wir doch gute, tolle, geliebte Strukturen und müssen das Praxiscamp ein Stück weit neu erfinden. (An dieser Stelle mal jetzt schon ein fettes Dankeschön vor allem an Annika und Christopher, die vor Ort viel Orgakram für uns erledigen!).
Aber so eine Wanderschaft kann auch belebend sein. Daher möchten wir schon auf dem Praxiscamp 2018 beschließen, ob und wenn ja wohin es möglich ist mit dem Praxiscamp loszuziehen. Das braucht aber vorher schon ein paar Absprachen, Planungen und Zusagen.
Daher suchen wir schon jetzt interessierte Menschen, Organisationen oder Institutionen
- die das Praxiscamp zu sich einladen wollen,
- die das Praxiscamp mit weiterentwickeln und vorbereiten möchten,
- die das Praxiscamp vielleicht auch mitfinanzieren können und wollen.
Wer da ernsthaft Interesse, kann sich bei lambert@medienpaedagik-praxis.de melden. Dort gibt es mehr und konkretere Infos.
Staffelwechsel beim Praxisblog: Danke, Eike! Danke, Tobias!
Seit der Gründung 2006 ist viel passiert. Das/der Medienpädagogik Praxisblog ist eine der erfolgreichsten und bekanntesten Web-Unternehmungen der deutschsprachigen Medienpädagogik. Nach genau 938 Beiträgen aus der Hand von Eike Rösch übergibt er nun die Verantwortung an eine Reihe von „Neuen“ – wobei sich bei genauer Betrachtung dahinter mehrere bewährte Mitmacher/innen verbergen.
Danke, Eike! Und danke auch dem Mitgründer Tobias, der Ende 2016 aus der ersten Reihe zurückgetreten ist.
Beide haben nicht ausgeschlossen, weiterhin hin und wieder Artikel zu schreiben 😉 Darüber freuen wir uns sehr.
Unsere privaten Wünsche und ein Dankeschön für wunderbare Jahre Medienpädagogik Praxisblog – eine großartige Inspiration und Medium für die deutschsprachige Medienpädagogik – schicken wir den beiden per Post – so sieht das aus. (Und auch der Pokalhändler ist von den „riesiegen“ Fussstapfen, in die wir da treten werden, beeindruckt. 🙂 )
Wenn auch Ihr Euch bei Eike und Tobias bedanken wollt, nutzt gerne die Kommentarfunktion! <3
Tüftelakademie: Kostenlose Module zum Nachmachen
Screenshot Beispiel-Modul, nicht unter freier Lizenz
Basteln und Experimentieren mit Technologien und Aktivitäten rund ums Making sind aktuell durch fast alle Bildungsbereiche hinweg ein Thema. Besonders erfreulich ist es dann, wenn Erfahrungen, zum Beispiel in Form von Anleitungen und Materialien zum Nachmachen, zur Verfügung gestellt werden. Die Tüftelakademie, ein Projekt aus den Reihen der Jungen Tüftler, stellen neben kompletten und kostenpflichtigen Kursen, auch einzelne, kostenfreie Module zur Verfügung.
Angereichert mit Videos und umfangreichen Materialien sind die Einstiegsmodule, beispielsweise eine Einführung in das Programmieren mit Scratch oder eine Einführung in Makey Makey und Stromkreise, in gut nachzuvollziehende, kleine Schritte (Lektionen) eingeteilt. Diese Module sind ohne Registrierung zugänglich und nutzbar. Sie eignen sich als erster Einstieg, um sich selbst zu dem Thema fortzubilden sowie einzelne Anwendungen unter Anleitung und im eigenen Tempo zu üben. Die Videos und Anregungen sind so aufbereitet, dass sie auch in der eigenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden können.
Schade ist, dass die Materialien zwar online und kostenlos verfügbar sind, aber nicht unter einer freien Lizenz stehen. So wird die Nachnutzung und die Weitergabe an Dritte erschwert.
Werbung und Lobbyarbeit in Kindergarten und Schule: Von Müslitagen und kostenfreien Arbeitsblättern
CC 0 - Ob diese Art von Werbung schon Schulpraxis ist?
Werbung ist ein traditionelles Feld der Medienpädagogik: Wie kommen eigentlich Lobbyverbände und Unternehmen in den Kindergarten und die Schule? – Es bieten sich ganz unterschiedliche Möglichkeiten ….
