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Seafile als Open Source Alternative zu Dropbox
In vielen medienpädagogischen Projekten, Arbeitsgruppen oder auch Schulklassen ist es notwendig, Daten mit den Beteiligten gemeinsam zu nutzen und zu bearbeiten oder aber einfach Dateien zum Download bereitzustellen. Gerne wird dafür Dropbox genutzt, denn dieser Dienst ist einfach zu bedienen und schon weit verbreitet. Doch in manchen Zusammenhängen möchte das Projekt oder die Gruppe aus unterschiedlichsten Gründen seine Daten nicht diesem Dienst anvertrauen, aber trotzdem ähnliche Funktionen nutzen.
Hier im Blog wurden schon einige Programme vorgestellt, die sich zum Synchronisieren und Bereitstellen von Daten eignen, wie beispielsweise OwnCloud, SparkleShare oder SugarSync. Es gibt aber noch einen weiteren Dienst, der gut als Alternative für Dropbox genutzt werden kann und dabei auch noch Open Source ist: Seafile. Den ganzen Beitrag lesen
Treffsicher Wissen testen
Die meisten Fakten haben mit Orten zu tun – und das macht sich Google zu Nutze und bietet mit «Smarty Pins» ab sofort ein Wissensquiz auf Google Maps-Basis an. Dabei müssen die Nutzer_innen in verschiedenen Wissensgebieten Pins auf der Karte platzieren. Die evtl. Differenz zur richtigen Lösung wird von einem Punktekonto abgebucht, bis dieses aufgebraucht ist.
Die Idee hinter dem Angebot ist sicher gut, die Umsetzung ebenso. Allerdings ist Smarty Pins bisher nur auf Englisch verfügbar – und die Fragen können einen US-Fokus nicht verleugnen. Das macht das Quiz zeitweise sehr schwer und eher frustrierend, was es momentan noch nicht generell für Medienpädagogik und Bildungsarbeit empfiehlt. In speziellen Settings kann es aber sicher Sinn machen – und es bleibt abzuwarten, ob und wie Google das Angebot evtl. weiterentwickelt.
Bavaria ipsum dolor Gaudi allerweil hob
Es lässt sich wahrnehmen, aber ist nicht zu verstehen: das haben «lorem ipsum»-Texte und manche Dialekte gemeinsam. Das dachten sich wohl auch die Macher_innen von «Bavaria ipsum» als sie einen Blindtextgenerator mit bayerischem Einschlag entwickelt haben.
Die generierten Texte machen fast genau das, was auch lorem ipsum bietet, nur weitaus unterhaltsamer. So bekommen Medienpädagog_innen und (jugendliche) Macher_innen von Medienprodukten mit Textbezug eine augenzwinkernde Möglichkeit, Blindtexte einzusetzen. Und der Unterhaltungswert rechtfertigt auch, wenn der Text dann doch mal seine Aufmerksamkeit auf sich zieht: Es ist einfach sooooo lustig!
Und wer auf den Geschmack gekommen ist, für den/die gibt es noch «Web2.0 ipsum», «Gangsta ipsum», «Hipster ipsum» und viele mehr – zu finden auf der about-Seite von Bavaria ipsum.
[via Sandra Schön/Martin Ebner]
Augmented Reality leicht gemacht
Augmented Reality, das Einblenden von Daten in Echtzeit, steckt erst in den Kinderschuhen, wird aber in der Zukunft sicher einige beeindruckende Anwendungen hervorbringen. Aber schon heute kann sich die Medienpädagogik damit beschäftigen – und das ohne großen technischen Aufwand.
Wie das geht, zeigt, Hombre_McSteez in seinem Video «Aug(De)Mented Reality»: In der Animation werden «Einblendungen» einfach mit einer Folie ins Bild gebracht. Die trashige Umsetzung hat Charme und so ist der Film sicher ein schönes Inspirationsvideo für (Video)Projekte mit Jugendlichen, bei denen die Implikationen von Augmented Reality thematisiert werden sollen – oder einfach nur mit der Wirklichkeit gespielt wird.
Die schöne neue BigData-Welt
Heute gibt es einen Materialtipp für Liebhaber_innen und Leidensbereite: Die Publikation «Big-Data-Technologien – Wissen für Entscheider» ist gespickt mit Fachbegriffen und für Neueinsteiger_innen alles andere als leichte Kost.
Die Broschüre ist aber insgesamt recht verständlich geschrieben und gibt einen wertvollen Einblick in die schöne neue Welt von BigData, in der viele neue Dinge möglich sind, die aber gerade in der Medienpädagogik mit Sozialen Netzwerken, personenbezogenen Daten und damit auch dem Datenschutz verbunden sind. Auf knapp 200 Seiten werden Motive, Technologien, Strategien und vor allem mögliche Anwendungsbereiche skizziert.
Allen Medienpädagog_innen, die für einen Vortrag, Seminar oder einfach nur zur persönlichen Horizonterweiterung ein Gefühl für die Denkweisen der Macher_innen bekommen möchten und dabei auch anstrengende Lektüre nicht scheuen, empfehle ich daher die kostenlose Broschüre.
«Kleine Daten, große Wirkung»
Big Data, also die Nutzung von großen Datenmengen zur Gewinnung von neuen Informationen, ist in der Medienpädagogik nicht nur mit Blick auf Facebook, Whatsapp und Co. ein immer wichtigeres Thema: In der digitalen Gesellschaft ist grundlegendes Wissen über den Umgang mit solchen Daten wichtig für das Verständnis von Wirtschaft und Technologie – und auch von Überwachungsmöglichkeiten.
Erst jetzt bin ich über wertvolle Materialien der LfM Nordrhein-Westfalen gestolpert, die für die pädagogische Arbeit geeignet sind: Obiger Film von keinem Geringeren als Alexander Lehmann visualisiert die wichtigsten Prinzipien – und eine kostenlose Broschüre «Kleine Daten, große Wirkung» (PDF) gibt einen vertieften Einblick.
[via jugend.rlp.de]
Etwas mehr Privatheit für alle
Medienpädagogik hat immer wieder auch mit Vorbildfunktion zu tun – und das gilt auch für ein einschlägiges Praxis-Blog. Und weil sich nach den Enthüllungen von Edward Snowden viele Praxen auch im Detail ändern müssen, gehen wir an einer Stelle, die uns betrifft, mit gutem Beispiel voran: Ab sofort sind sowohl unser Medienpädagogik Praxis-Blog als auch das Medienpad standardmäßig mit einer verschlüsselten Verbindung zu erreichen – erkennbar an einem https in der Adresszeile und einem Schlosssymbol in den meisten Browsern.
Was bedeutet das? Und wieso überhaupt?
Normalerweise werden Daten einer Website unverschlüsselt durchs Netz an den/die Leser_in gesendet, d.h. rein theoretisch können andere mitlesen, was ich im Netz lese. Viele Websites (zuallererst Banken, Mailanbieter usw.) bieten daher Verschlüsselung via https an und dann ist «von außen» nur erkennbar, auf welchen Websites ich mich bewege – alle anderen Daten werden durch eine Art «Tunnel» geschickt.
In unserem Fall (zumindest im Blog) geht es zwar nicht um private oder besonders vertrauenswürdige Informationen. Die Entscheidung darüber möchten wir aber nicht für andere treffen und einfach dazu beitragen, dass es mehr Privatheit im Netz gibt und eben keine Vollüberwachung. Und daher werden alle Pads im Medienpad sowie unser Blog ab sofort verschlüsselt ausgeliefert.
Danke!
Ein Dank geht einmal mehr an unsere Patinnen und Paten, die durch ihre Förderbeiträge ermöglichen, dass wir unser Blog auf einem so hohen Standard betreiben können!
Und wie gehts?
Weil wir ein Praxis-Blog sind, schreibe ich auch noch ein paar Empfehlungen und Erfahrungen auf für alle, die ihre Website ebenfalls auf https umstellen möchten:
- Ob und wie das Anbieten einer SSL-Verschlüsselung für die eigene Domain überhaupt funktioniert, das hängt von dem/der konkreten Provider_in ab: uberspace bietet https für alle Accounts via Subdomain an, dort und anderswo sind auch für eigene Domains SSL-Zertifikate möglich.
- Wenn es nur darum geht, die Verbindung zu verschlüsseln, sind selbstgezeichnete Zertifikate via CAcert eine hervorragende (kostenlose) Lösung, ansonsten bietet auch StartSSL kostenlose Zertifikate für die eigene Domain. Manche Provider_innen haben Rahmenverträge mit anderen Zertifikatsanbieter_innen – hier lohnt aber ein genauer Blick, ob ein kostenpflichtiges Zertifikat wirklich erforderlich ist.
- Die Standard-Umstellung der Domain auf https ist ein Schritt, ein zweiter (und wichtiger) ist aber, dass auch alle Daten auf den einzelnen Seiten (insbesondere Fotos und Videos) via https übertragen werden. Dazu müssen alle URLs in einzelnen Artikeln umgestellt werden – in unserem Fall haben wir das weitgehend gemacht, gerade bei älteren Artikeln kann es aber vorkommen, dass einzelne Fotos oder Videos nicht per https übertragen werden. Das ist der Grund, warum der Browser manchmal meldet, dass «nur teilweise» eine Verschlüsselung vorliegt. Nicht ganz brilliant, aber aus unserer Sicht ein notwendiger Kompromiss.
In jedem Fall lohnt es sich, sich damit zu beschäftigen, ob denn die eigene Website verschlüsselt werden soll. Gerade bei Projekten mit Kindern oder Jugendlichen eine wichtige Fragestellung.
Web 2.0 ohne PRISM
Unsere Daten sind wertvoll! Das wissen nicht nur die Betreiber von Webangeboten, sondern auch diverse Staaten und Geheimdienste. Doch auch wir sollten ein gewisses Interesse an unseren Daten und denen unserer Freunde haben. Gerade hier liegt eine Säule medienpädagogischer Arbeit: die informationelle Selbstbestimmung. Doch was soll man tun, wenn man die Vorteile des Internets zwar nutzen, dabei aber seine Daten weitestgehend schützen möchte?
Eine Möglichkeit: Alternativen suchen! Einen Überblick zu diesen Alternativen bietet die Website PRISM-BREAK. Hier erhält man eine Übersicht zu etablierten Webangeboten und ihren freien Pendants. Gerade für einen ersten Überblick ist diese Liste nützlich, denn man begreift – für fast alle Angebote gibt es Alternativen. Klar ist, nur wenn sich viele am Social-Net beteiligen, funktioniert es auch, aber Bewusstsein und Sensibilität schaffen, ist ja schon mal ein Anfang. Am besten einfach mal durchstöbern, mitmachen und Freunden davon erzählen.
