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Ortsbezogene Beteiligung mit Ushahidi

Partizipationsprojekte vor Ort und auf digitalen Karten

Partizipationsprojekte, die sich auf den Sozialraum von Jugendlichen beziehen, sind darauf angewiesen, ortsbezogene Informationen zu erheben – gerade für eine Bestandsaufnahme der Lebenswelt von Heranwachsenden. Eine gemeinsame Begehung des Sozialraums gehört zu den klassischen Beteiligungsmethoden; andere Methoden setzen auf die Verwendung von Karten (aus Papier), wo wichtige Punkte markiert und diskutiert werden.

Nun ist der Sozialraum von Jugendlichen genauso wie die Gesellschaft zunehmend mediatisiert und es liegt nahe, in Zeiten von Google Maps, Smartphones und dem mobilen Internet, (ergänzend) auf digitalisierte Methoden zu setzen.

Mit Ushahidi liegt dafür eine umfangreiche, kostenlose, freie und datensensible Lösung vor. In diesem Artikel wird das Tool vorgestellt, gemeinsam mit Anwendungsmöglichkeiten für die Arbeit in der politischen Bildung. Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Eine kleine YouTube-Genrekunde

YouTube und seine Bedeutung für die Jugendkultur ist in der öffentlichen Diskussion und ganz besonders in der Medienpädagogik schwer im Kommen, hat meiner Meinung nach aber immer noch Potenzial nach oben. Ein wertvoller Beitrag in der Diskussion ist sicher das Buch „Einfach fernsehen?“, das heute erscheint, herausgegeben von Lars Gräßer und Aycha Riffi. Die Publikation beschäftigt sich mit der Zukunft des Bewegtbildes und seiner Rezeption – und damit selbstredend auch der von Webvideo.

Daniel Seitz und ich hatten die Chance, darin einen Artikel über YouTube-Genres und deren Potenziale für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beizutragen. Wie sich das gehört, ist er unter einer CreativeCommons-Lizenz (CC BY-SA) frei verfügbar und kann hier kostenlos heruntergeladen, gelesen und weitergegeben werden. Und ich hoffe, dass er deutlich macht, wie lesenswert das ganze Buch ist. 🙂

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Tracking auch ohne Cookies: Browser Fingerprinting

Datenschutz im Netz hat etwas vom Wettstreit von Hase und Igel: Immer, wenn Aktivist_innen – inklusive solcher aus der Medienpädagogik – Boden gut machen, sind schon wieder neue Techniken da, die auf eine neuartige Weise das Speichern bzw. Zuordnen von Nutzer_inneninformation möglich machen.

Die Schläue liegt in diesem Fall allerdings auf der Seite der Hasen und Häsinnen – auch dank engagierter Fachleute aus Informatik und Netzpolitik. So wie Henning Tillmann, der in der letzten Woche seine Diplomarbeit zu „Browser Fingerprinting“ kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Er zeigt darin, dass ein Großteil der Spuren, die durch den Browser auf einem Webserver hinterlassen werden, eindeutig bestimmten Nutzer_innen zuzuordnen ist. Damit lassen sich User_innen auch bei deaktivierten Cookies tracken. Seine Arbeit enthält nicht nur wertvolle Informationen zum technischen Hintergrund, sondern zeigt auch Gegenmaßnahmen auf, die User_innen ergreifen können.

Medienpädagoginnen und Medienpädagogen müssen ihren Seminaren und Vorträgen zum Datenschutz im Netz nun also einen neuen Aspekt hinzufügen. Dafür machen sie Boden im ewigen Wettlauf gut…

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Netzschwingungen auf dem Schirm

Rund um die Medienpädagogik ist gut was los und Pädagog_innen tun und lesen viel um sich weiterzubilden und up to date zu bleiben. Dabei sind verschiedenste Kanäle im Blick zu behalten, was – allein technisch – nicht trivial ist: Twitter, Facebook und Co. und, wie der Shutdown von Google Reader in diesem Sommer gezeigt hat, auch sehr verbreitet RSS-Feeds.

Wer nicht allein einen RSS-Reader braucht, sondern möglichst viel unter einen Hut bekommen möchte, dem/der kann das unter Umständen mit Netvibes gelingen: Mit dem kostenlosen (Freemium) Webservice lassen sich RSS-Feeds, Twitteraccounts, Websuchen usw. in einen Stream bringen und so zumindest übersichtlicher gestalten. Imports insbesondere von Google sind möglich; auch die mobile Nutzung ist ausdrücklich mitbedacht.

Netvibes ist ansprechend gestaltet und gut zu bedienen und sicher eine gute Alternative zu anderen zentralen Webangeboten. Genau wie diese hat Netvibes aber einen Nachteil: Ändert der Dienst seine Politik, kann der eigene Informationsstream auch schnell zusammenbrechen.

[via Björn Maurer, thx!]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Soundation: das Musik-Studio im Netz

Mit Soundation möchte ich Ihnen heute eine Möglichkeit vorstellen, online Musik zu produzieren. Mit Hilfe zahlreicher Beats und Loops in einem übersichtlichen Seitenmenü können in einem virtuellen Mischpult komplette Lieder oder Samples erstellt werden. Auch ohne Anmeldung besteht die Möglichkeit, mehrere Spuren anzulegen und mit verschiedenen Effekten zu versehen, bevor die Datei beispielsweise als Wave heruntergeladen werden kann. Grundlegende Funktionen wie cut, copy und paste stehen dabei zur Verfügung. In den verschiedenen kostenpflichtigen Varianten besteht zudem die Möglichkeit, die eigenen Stücke per Cloud zu speichern und zu teilen.

In der Funktionsvielfalt kommt Soundation natürlich nicht an Garageband von Apple heran, reicht jedoch für eine Vielzahl medienpädagogischer Projekte und ist vor allem plattformübergreifend und kostenlos nutzbar.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 17.10.2013

Trixomat – Online-Animationssoftware für Kinder

In der Medienpädagogik mit Kindern brauche ich immer wieder Software für kurzzeitige Projekte, um aktiv kleine Filmprojekte umzusetzen. Gerade Trickfilme oder Animationen eignen sich hier sehr gut, da der Aufwand mitunter geringer ist, als mit herkömmlicher Kameratechnik. Auf der Suche bin ich über den Trixomat gestolpert.

Kostenlos, sehr intuitiv und Online überall verfügbar

In der Onlinesoftware kann man selber Elemente zeichnen oder Fotos hochladen (die angebotenen Bilder sind kaum nutzbar), diese dann einfach animieren und so seine kleinen Filmbausteine selber basteln. Dabei wird die Animation nicht Bild für Bild, sondern eher in Form von Pfaden umgesetzt. Also erstes Bild setzen, letztes Bild und dazwischen rechnet das Programm die Animation aus.

Für kreative Köpfe ergeben sich hier viele Möglichkeiten die eigenen Ideen umzusetzen. So kann ich schnell kleine Szenen zusammenbasteln, die auch sehr authentisch aussehen. Als Filmexport bekomme ich Filmschnipsel im mp4 Format, die ich dann in einem anderen Videoschnittprogramm je nach Drehbuch zusammenbasteln und vertonen muss.

Weiterarbeit daheim ohne Probleme möglich

Gut finde ich, dass nichts auf den eigenen PC installiert werden muss, wenn das auch den Internetanschluss dringend voraussetzt. So können aber viele Kinder ohne Lizenzprobleme mit der Software arbeiten. Die Nutzung ist kosten- und registrierungsfrei und die Filme lade ich mir als Steuerungsdatei auf meinen PC herunter und kann sie so jederzeit in der Onlinesoftware weiter bearbeiten. Komplexe Animationen kann man mit Trixomat nicht machen, aber für Kinder ab ca. 8 Jahren halte ich es für eine gut einsetzbare Trickfilmsoftware mit schnellem Erfolgserlebnis, zu dem auch die für Kinder gut verständlichen Erklärtutorials beitragen.

Den Trixomat findet man auf der Internetseite Hanisauland der Bundeszentrale für politische Bildung.

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

YouTube-Videos präsentieren

YouTube-Videos in der Medienpädagogik präsentieren

Nichts als Video: quietube

Bei Vorträgen und Präsentationen in der Medienpädagogik gehört es immer mehr zum Standard, YouTube-Videos zu zeigen. Die YouTube-Website selbst ist dabei eher ungeeignet, vor allem weil Kommentare und Werbeeinblendungen den/die Betrachter_in schnell ablenken. Für Präsentations-Profis bieten sich mindestens drei Alternativen:

Die Nummer-Sicher-Strategie: Über entsprechende Konverter wird das Video heruntergeladen, auf der Festplatte gespeichert und idealerweise in die Präsentation eingebunden. Liefert das beste Ergebnis, es stellt sich jedoch die Frage, ob das mit der YouTube-Lizenz vereinbar ist.

Die Geek-Strategie: Wer unter dem Video auf Teilen > Einbetten klickt, sieht im erscheinenden Code eine URL, die mit youtube-nocookies.com… beginnt. Diese URL muss nur (inkl. Argumenten) in die Browserzeile kopiert werden und das Video wird browserfüllend angezeigt. Schönes und schnelles Ergebnis, allerdings mit einem etwas freakigen Weg.

Die One-Click-Strategie: „quietube“ liefert ein Bookmarklet, das nur in die Lesezeichenleiste des Browsers gezogen werden muss. Ein Klick auf diesen ‚Button‘ blendet bei jeder YouTube-Seite sämtliche Ablenkungen rund um das Video aus. Schnelle, schöne und einfache Lösung, ist aber von quietube abhängig – funktioniert dafür aber auch mit vimeo und anderen.

Kennen Sie noch weitere Lösungen? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar.

[quietube via FB-Gruppe „Medienpädagogik“]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Die Welt erraten

GeoGuessr im Erdkundeunterricht und MedienpädagogikAchtung: Der Hinweis in diesem Artikel enthält Suchtpotenzial. 🙂 Menschen, die sich gerne mit anderen Ländern und Regionen beschäftigen und ihr Wissen gerne einsetzen um fundiert zu raten, werden „GeoGuessr“ schnell verfallen sein.

Die Website, die auf Google Streeview basiert, lädt ein zu geografischen Ratespielen: Die Nutzer_innen müssen dabei erraten, wo auf der Welt sich ein zufällig ausgewählter Streetview-Ort befindet – und je genauer der Ratetipp platziert wird, umso mehr Punkte gibt es. Und das Beste: Am Ende jeder Runde können andere Menschen mit der jeweiligen Aufgabe herausgefordert werden – so entwickeln sich schnell verbissene GeoGuessr-Battles via Facebook, Mail und Co.

Was das nun mit Medienpädagogik zu tun hat? In erster Linie ist dieser Artikel ein Spaß-mit-Medien-Hinweis und das ist schon Grund genug. 🙂 GeoGuessr hat aber auch das Potenzial, etwa im Erdkundeunterricht auch in der Schule eingesetzt zu werden und so ein Lernanlass für Schüler_innen zu sein.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 16.07.2013

Auch rechtlich einwandfrei

Einverständniserklärungen in der Medienpädagogik

Ausschnitt aus der Broschüre

Unsere Gesellschaft wird immer sensibler, wenn es um Persönlichkeitsrechte rund um Medienprodukte geht. Das ist sehr begrüßenswert, bedeutet für die Medienpädagogik aber auch, Medienprojekte auch rechtlich gut vorzubereiten und sich hinreichende Einverständnisse einzuholen.

Sehr wertvoll sind in diesem Zusammenhang Vorlagen, die von Jurist_innen und Pädagog_innen gemeinsam erstellt wurden. Der Bayerische Jugendring liefert mit der Broschüre „Rechtsfragen im Internet – Facebook, Foren, Blogs und Haftung“ zahlreiche Materialien rund ums Netz – und auf Seite 37 eine praxisorientierte Vorlage für eine „Einwilligung zur Verwendung von Personenabbildungen und personenbezogener Daten von Kindern und Jugendlichen“. Da macht auch die rechtliche Projektvorbereitung Spaß.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Fotos und Collagen online bearbeiten

kostenlose online-Bildbearbeitung in der MedienpädagogikKostenlose Online-Bildbearbeitungen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Und das freut in der Medienpädagogik, denn so lässt sich unkompliziert via Browser und Internet mal schnell ein Foto bzw. eine Grafik beschneiden, verbessern, bearbeiten.

Trotz der Fülle möchte ich heute einen Dienst vorstellen, der aus mehreren Gründen aus der Masse hervorsticht und in Projekten gut eingesetzt werden kann: fotor erlaubt nicht nur das Bearbeiten von Fotos und Grafiken mit üblichen Bildbearbeitungstools, sondern bietet auch das Erstellen von Collagen an. Die Funktion liefert schnell ansehnliche Ergebnisse und lässt sich gut, bspw. zum Brainstorming und Ideen entwickeln, einsetzen.

Überdies werden nach Angaben des Anbieters keine Dateien auf dem Server gespeichert – und fotor ist auch auf Deutsch und zusätzlich auch „offline“ auf den gängigen Softwareplattformen verfügbar.

[via jugend.rlp.de]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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