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Freifunk für alle!
In der digitalen Gesellschaft muss Medienpädagogik sich noch mehr medien- und netzpolitisch engagieren und selbstbewusst Modelle voranbringen, die die Grundlage dafür schaffen, dass Kinder und Jugendliche sich frei medial artikulieren können. Eine solche Initiative ist die „Freifunk“-Bewegung: Vordergründig geht es hier darum, frei zugängliches WLAN für alle bereitzustellen, was für Jugendarbeit und Medienpädagogik an sich schon ein erstrebenswertes Ziel ist.
Das Freifunk-Projekt (s. auch Wikipedia-Artikel) geht aber noch viel weiter, denn durch die so genannten Maschen-Netzwerke wird eine selbstorganisierte Netzstruktur in Bürger_innenhand aufgebaut, die frei zur Kommunikation und für eigene Projekte genutzt werden kann. Die aktuelle Debatte um Netzneutralität macht genauso wie andere Versuche, das Internet zu kontrollieren, deutlich, wie sinnvoll das ist.
Daher funke ich selbst seit einigen Monaten frei und habe Spaß dabei. 🙂 Denn Freifunk bedeutet nicht nur freie Netze, sondern eine Community, in der viel über Internet, Sicherheit, WLAN-Technik und praktische Software gelernt und gelehrt werden kann. Noch ein Grund mehr für Medienpädagog_innen zu sagen: Join your local Freifunk!
Platzhaltergrafiken wie aus dem Arm geschüttelt
Ein lorempixel von hector lazo @ flickr.com (CC BY-SA)
Manchmal muss es in kreativen Prozessen – und damit auch in der Medienpädagogik – schnell gehen. Etwa, wenn die Idee für eine Website-Gestaltung oder die einer SchülerInnenzeitung Formen annehmen soll, die genauen Inhalte aber noch fehlen.
In diesen Fällen hilft lorempixel: Analog zu den klassischen Platzhaltertexten, die mit lorem ipsum beginnen, liefert die Website kostenlos pixelgenaue Platzhaltergrafiken für Web und Print. Die Gestaltung lässt sich nach Genre wählen, die Ergebnisse stehen unter einer CC (BY-SA)-Lizenz – und sind perfekt weboptimiert. Da sage ich nur noch: Lorem ipsum dolor sit amet!
Let’s Play-Workshops mit Jugendlichen
„P365x52-27: Portal 2 Break“ von kurafire auf flickr.com (cc by)
Für viele Jugendliche hat YouTube den Fernseher abgelöst. Bei computerspielaffinen Jugendlichen sind dort insbesondere Let’s Play-Videos beliebt – sei es zum Anschauen oder beim selber Erstellen. Let’s Plays lassen sich medienpädagogisch gut nutzen. So zeigt das Erstellen von Let’s Play Videos Beteiligungsmöglichkeiten im Internet auf, während man sich kritisch mit Computerspielen auseinandersetzt. Hier wird ein Let’s Play-Workshop beschrieben, den das spielbar-Team (bpb) bei der play 12 Konferenz in Potsdam in ähnlicher Form durchgeführt hat. Den ganzen Beitrag lesen
Freie und kostenlose Schriften
Screenshot von der Website
Wer Medien produziert, gestaltet – und wer gestaltet, braucht oft auch Schriften. Damit das letzte Stündlein von Comic Sans bald geschlagen hat, gibt es für solche Momente die „Open Font Library„. Die Website bietet inzwischen mehr als 200 kostenlose und freie Schriften, die es zum Download oder zum direkten Einbinden in eine eigene Website gibt.
Die Fonts lassen sich bequem durchsuchen und auch mit einen Texten vorab begutachten. Ein schönes Detail ist, dass den meisten Schriften auch europäische „Sonderzeichen“ und Umlaute keine Probleme bereiten. Comic Sans muss sich also ab sofort warm anziehen…
Graffiti digital und legal: Trainbombing 2.0
try this at home: „Graffiti Unlimited“ ist ein grandioses Angebot für Streetart-KünstlerInnen und solche, die es werden möchten, denn hier kann spielerisch ausprobiert werden, was sonst illegal ist: Auf der Website lassen sich Züge und LKWs digital mit Graffiti-Kunstwerken versehen. Das Beste daran ist, dass der ausgewählte „Bildträger“ anschließend mit dem eigenen Werk durch ein Video fährt.
Don’t
Mir hat das schon mit meinem Gekrikel einen riesen Spaß gemacht, für jugendliche Graffiti-Interessierte kann die Website eine Inspiration sein und ein Ort des gefahrlosen Ausprobierens: Die online produzierten Werke können nämlich community-like betrachtet und bewertet werden. In diesem Sinne ein schönes Zwischendurch-Angebot für Jugendarbeit und Medienpädagogik. Frohes Sprühen!
Inspirationen finden
Screenshot
Bestehendes auf besondere Weise zusammenbringen – das kann eine schöne Quelle für Inspirationen sein. Wieso also nicht das Internet nach Inhalten zu einem bestimmten Thema durchsuchen und diese remixen? Die „Meta-Inspiration Engine“ oamos.com macht genau das: Sie mixt Suchergebnisse aus dem Netz und bastelt daraus eine interessante Installation.
Für die Medienpädagogik bietet oamos damit gleich mehrere Anwendungsmöglichkeiten: Bei Tagungen und ähnlichen Veranstaltungen kann das Veranstaltungsthema unterhaltsam visualisiert werden (so geschehen beim Gautinger Internettreffen) oder bei einem Medienprojekt mit Jugendlichen über die Installation der Einstieg in eine inhaltliche Diskussion stattfinden – oder schlicht ein Inspirationsprozess angeregt werden. Anregend ist es in jedem Fall.
Datensammler im Griff
Ausschnitt der Website
Ich bin ehrlich gesagt nicht der passionierteste Datenschützer, wenn es um meine Aktivitäten im Netz geht, aber wenn ich auf anschauliche und einfache Weise auf Datentracker und Spyware hingewiesen werde, dann lasse ich mich schnell dafür begeistern.
Ghostery hat das geschafft und gehört seit einigen Wochen fest zu meiner Ausstattung: Das kostenlose Tool lässt sich leicht in alle gängigen Browser integrieren und weist ab diesem Moment auf alle Technologien hin, die Nutzungsdaten an DatensammlerInnen übermitteln. Aber es wird noch besser: Zu allen Datentrackern (denn von den meisten habe zumindest ich noch nichts vorher gehört) gibt es ausführliche Informationen – UND vor allem lässt sich jeder Dienst einzeln blockieren.
Meiner Meinung nach sollte Ghostery zur Standardausstattung von Computern in der Medienpädagogik, Schule und Jugendarbeit gehören. Die Browsererweiterung zeigt nämlich ohne groß erhobenen Zeigefinger sehr anschaulich auf, wo durch wen Daten gesammelt werden – und bietet gleichzeitig eine einfache Möglichkeit sich zu schützen.
Videos online schneiden und nachbearbeiten
Eigentlich alle Medienprodukte lassen sich mittlerweile online bzw. im Browser herstellen, was für Projekte der Medienpädagogik ein immenses Potenzial bedeutet. Für Videoprojekte gilt das meiner Meinung nach sehr eingeschränkt, weil hier die größten Datenmengen bewegt werden müssen, die Bandbreite an vielen Projektlocations eher eingeschränkt ist – und weil mit fast allen Betriebssystemen ein kostenloses Videoschnittprogramm mitgeliefert wird.
Dennoch kann es Momente geben (und sei es nur zum Selbstzweck), wo Online-Videoschnitt mit Jugendlichen angesagt ist. Mit diesem Artikel möchte ich einen Überblick über die derzeitigen Angebote geben inkl. eines Kurztests. Kennen Sie weitere Dienste? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar. Den ganzen Beitrag lesen

Barcamps sind eine schöne Veranstaltungsform und Methode für hierarchiearme Bildungsprojekte, die, gerade im Zusammenhang mit (e)Partizipationsprojekten, immer häufiger auch für die Arbeit mit Jugendlichen genutzt wird. Knackpunkt bei solchen Projekten war bisher die Frage, welches Onlineangebot denn für Organisation, Kommunikation, Anmeldung und Dokumentation genutzt werden kann. Denn die meisten Angebote waren sperrig und/oder nicht kostenlos.