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Digitale Kultur leben

Digitale Kultur in der Medienpädagogik

"BarCamp Vancouver 2009 - The Schedule" von miss604 auf flickr.com (cc by-c-sa)

Ohne Konflikt keine Entwicklung – in diesem Sinne ist das terminliche und dadurch inhaltliche Aufeinandertreffen des Educamps in Bremen (aka #echb11) und des Medienpädagogischen Kongresses in Berlin (aka #kbom11) vielversprechend. Mir persönlich hat es zumindest bewusst gemacht, dass ich einige Technologien und Standards auf solchen Veranstaltungen nicht mehr missen möchte, weil sie Kommunikation, Kollaboration, Austausch, Transparenz und Dokumentation immens fördern.

Hier kommt daher meine TOP4 der must-haves für medienpädagogische Tagungen, auf dass sie sich weiter etablieren: Den ganzen Beitrag lesen

YouTube Direct

Screenshot von der YouTube Direct-Website

Screenshot von der YouTube Direct-Website

Brechts Radiotheorie, Bürgerfernsehen, Blogosphäre: Mit technischen Innovationen entstehen immer neue Möglichkeiten der Demokratisierung der Medienlandschaft und der Veränderung der Kommunikationsstrukturen, die gerade bei MedienpädagogInnen für leuchtende Augen sorgen. Und bei allen Enttäuschungen: Die Utopie rückt mit jeder Innovation näher.

Dazu könnte auch das neueste Angebot von YouTube zählen: “Direct“. Mit dieser Technologie kann das eigene YouTube-Videoangebot um user generated content ergänzt werden; UserInnen können ihre eigenen Videos hochladen. Das ist in der Medienpädagogik nicht nur für Partizipationsprojekte interessant; auch bei Wettbewerben oder dezentralen Videoprojekten könnten Jugendliche so ihre Beiträge leicht auf einer zentralen Website hochladen. Die Einbindung in die eigene Website ist nicht trivial, aber bewältigbar; bei google code findet sich ein Tutorial.

Zum Thema Utopie: Es bleibt die Frage, wer denn hier letztlich die Produktionsmittel in Händen hält. In diesem Sinne empfiehlt sich bei größeren Projekten dann doch ein eigenes Videoportal.

Neue Twitter-Anwendungsmöglichkeiten

Twitter ist auch in Deutschland schwer im Kommen. Auch mekonet berichtet nun über die “neue” Technologie und liefert dabei einen ganz guten Überblick über den aktuellen Stand der Diskussionen. Der Bericht über Twitter an sich reißt ja nicht mehr vom Hocker, sehr interessant finde ich aber zwei (für mich) neue Anwendungsmöglichkeiten: Die Verbreitung speziell von kurzen Newsmeldungen parallel zu anderen Kommunikationswegen (RSS, Newsletter) und die Nutzung als Interaktionsmöglichkeit bei Vorträgen und Veranstaltungen. (Hier sind übrigens andere Anwendungen.)

Alle denen ich von Twitter erzähle, empören sich über die Selbstexhibition. Wenn mensch allerdings nach Inhalten jenseits von “what I’m doing right now” schaut, hat es durchaus seinen Sinn und hier bin ich persönlich immer begeisterter von Twitter. Wie bei allen (neuen) Kommunikationsmitteln muss mensch sich allerdings fragen, was genau über diesen Kanal an wen transportiert wird und was besser über andere. Das ist auch eine Herausforderung, die gut mit Jugendlichen im Rahmen von medienpädagogischen Projekten gemeistert werden kann und ich überlege schon intensiv an der Einbindung von Twitter bei meinem nächsten Internetprojekt.

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