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Konzepte, Konzepte, Konzepte

Projektkonzepte in der Medienpädagogik

"4-stufen-methode" von Susanne Plaumann auf flickr.com (cc by-sa)

Teilen heißt in der Bildung Wissen vermehren und – wenn es um Konzepte geht – auch die Qualität verbessern. In diesem Sinne hat die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) einen sehr wertvollen Beitrag geleistet, wenn es um die Qualität medienpädagogischer Projekte geht: Seit kurzem sind viele Konzepte der TLM-Medienwerkstatt auf deren Website zum Download verfügbar!

Vom Hörspiel über Musikvideo bis zum Machinima gibt es zu vielen Themen und Genres aus den Bereichen Audio, Video oder Games Ablaufpläne inkl. zahlreicher Methoden als PDF. Eine wahre Fundgrube für MedienpädagogInnen. Und es wäre ein Traum, würden andere Institutionen es der TLM gleichtun.

Facebook zum Hören und Abschauen

Hörspiel-Beispiele in der Medienpädagogik

"Microphone" von Matthew Keefe auf flickr.com

Es ist sowas wie “Die Welle” für social communities: Das kostenlose Hörspiel “Kennst Du schon Ken?” beschäftigt sich mit der Dynamik in einem sozialen Netzwerk. Dabei geht es weniger um die vielbeschworenen “Gefahren im Netz”, sondern eher um die der sozialen Versuchungen.

Doch nicht nur das Thema macht die Produktion interessant für Elternabende und Jugendschutzworkshops in der Medienpädagogik – es ist aufgrund seiner Qualität ein tolles Beispielhörspiel für Projekte. Schön zur Orientierung kann dabei auch die Dokumentation des Produktionsprozesses sein und insbesondere auch das frei verfügbare Manuskript – zum Abgucken, Lesen, Nachspielen.

Achja: Ken ist übrigens auch bei facebook. :-)

Hörspiel-Karaoke

Hörspiel-Karaoke in der MedienpädagogikKaraoke ist groß: Ohne viel Aufwand, ohne Auswendiglernen oder Musikinstrument macht es uns zu KünstlerInnen und dabei noch sehr viel Spaß. Die Website Audiyou überträgt das schöne Prinzip auf Hörspiele und liefert damit eine schöne Steilvorlage für die Medienpädagogik: Hörspiel-Karaoke steht zwischen Konsum und vollständigen Selbermachen von Hörspielen. Sowohl alleine als auch in einer Projektgruppe kann das Karaoke helfen, die ersten Schritte zur eigenen Produktion zu gehen.

Die technische Umsetzung hält allerdings nicht ganz, was der Name verspricht: Hörspiel-Karaoke funktioniert nicht mit untertitelten Videos, sondern über Audiospuren, Skripte und Montage in Audacity. Macht nicht ganz so viel Spaß, ist aber medienpädagogisch höchst sinnvoll. Und gratis obendrauf liefert Audiyou noch einige Videotutorials zu Audacity.

Wenn Vorlesung und Podcast sich begegnen

"Podcast Wallpaper" von OllyHart auf flickr.com

"Podcast Wallpaper" von OllyHart auf flickr.com

Eigentlich müsste dieser Artikel “Vorlesung 2.0″ heißen, denn genauso gehyped wie der “Web 2.0″-Begriff und abgegriffen wie die “irgendwas 2.0″-Titel sind Podcasts beim eLearning. Dabei haben sie durchaus ihren Sinn: Vorlesungen locken nicht wirklich viele Menschen hinter dem Ofen hervor – und wenn schon nicht, dann können sie dort immerhin Podcasts hören. Trotzdem beschränken sich die meisten Angebote auf einen puren wie drögen Mitschnitt von Vorlesungen, der dann herunterzuladen ist.

Entsprechend begeistert hat mich das Podcast-Vorlesungskonzept von Gabi Reinmann, das in diesen Tagen startet: Hier wird wirklich ein neuer Schritt gewagt, die Vorlesung mit eLearning-Elementen und insbesondere Podcasts (ich würde eher “Hörspiel” sagen) ganz neu gedacht. Heraus kommt ein schlüssiges Konzept, bei dem die Audiodatei nicht nur die transzendentierte Vorlesung ist, sondern bestimmte Inhalte auf neue Weise transportiert. Das begeistert (mich zumindest) und ist eine gute Inspiration für eigene Projekte. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse des Experiments.

Kostenloser Content

Wenn bei medienpädagogischen Projekten schon fast alles im Kasten ist fehlt zum Ende hin meist noch das I-Tüpfelchen. Wir haben hier eine Auswahl zusammengestellt, die die Suche nach dem passenden und freien Medium vereinfachen soll.

Ist der Film, der Podcast oder das Hörspiel geschnitten, es fehlt aber noch die akustische Unterstützung der Atmosphäre und Stimmung, dann ist “Freie Musik” das richtige. Hier finden Sie diverse Empfehlungen für die Suche nach freien Stimmungsmachern und freien Atmos.

Fehlt noch das richtige Bild für die Vollendung des medienpädagogischen Projekts finden sich unter “Freie Fotos” diverse Bilddatenbanken und Communities.

Wie immer gilt: wer Neues und Erwähnenswertes im Sinn hat, dem kann nur geholfen werden wenn er sich mitteilt.

c’t-medien zur digitalen Audioarbeit

ct_special0209Den technischen Durch- und Überblick zu behalten ist schwer. Kaum hat MedienpädagogIn einmal eine ungefähre Ahnung was der Markt so hergibt und lehnt sich ein paar Wochen zufrieden und selbstsicher zurück, schon ist alles zurück auf Anfang. Aber zum Glück gibt es ein paar Anlaufstellen die sich immer mal wieder eines Themas annehmen und versuchen einen umfassenden Einblick zu geben.

Die letzte Ausgabe der c’t-medien (02/2009) behandelt das Thema Audio. Hier wird einleitend Grundlegendes der digitalen Audiowelt verständlich erklärt und es werden Tipps und Hiweise gegeben was technisch bei der Produktion von Podcast oder Hörspielen beachtet werden sollte. Ferner wird eine Auswahl von Audiosoftware besprochen und für die unterschiedlichen Bedürfnisse Hardware getestet. Das reicht von verschiedenen Mikrofonen über externe oder interne Soundkarten bis hin zu mobilen Aufnahmegeräten.

c’t-üblich gibt es eine Heft-DVD. Auf der finden sich Spezial- und Vollversionen von Software zur Audiobearbeitung, Video-Tutorials zu einigen der besprochenen Software, Workshops und viel viel Musik und Sound. Kenner und rege Leser von uns wird das nicht vom Hocker reissen, dennoch schadet es im Falle einer unvorhergesehenen Offline-Sein-Tragödie nicht die DVD im medienpädagogischen Survival-Köfferchen zu haben. Und für all diejenigen die jetzt (in ein paar Wochen oder Monaten) cholerisch feststellen, dass dieser Beitrag “uralt” ist, der sollte seine Energie rasch kanalisieren und das Heft bei heise.de nachbestellen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: meist findet sich irgendwo im Verlagsgebäude noch ein Exemplar.

Transkriptionssoftware für Audio und Video

Bei etwas anspruchsvolleren medienpädagogischen Audioprojekten wie beispielsweise Hörspielen oder umfangreichen Podcasts kann es mit unter Schwierigkeiten geben den Überblick zu behalten – insbesondere für Jugendliche denen einerseits die Übung und damit Routine fehlt und andererseits ein Orientierungspunkt wie es bei dem Videoschnitt das Bild ist. Nützlich sind dabei Textspuren mit denen mensch bestimmte Stellen in der Audiospur markieren und somit später beim Schneiden finden und sortieren kann.

Die Open Source-Software Audacity hat diese Funktion, nur ist sie leider nicht ganz ausgereift. So sind die Textstellen nicht fest mit der entsprechenden Audiostelle verknüpft, beim nachträglichen Bearbeiten “wandern” sie nicht mit. Eine Lösung könnte dabei die ebenfalls kostenfreie Software Audiotranskritption sein. Hiermit könnte im Vorhinein das Material durchgegangen und markiert werden. Das macht auf den ersten Blick einen recht umfangreichen Eindruck, wer aber in eine gute Vorarbeit investiert hat es später in der Postproduktion wesentlich leichter.

Die Software ist in unterschiedlichen Versionen herunterladbar: als Audiotranskription und Videotranskription für XP, als Kombilösung ohne Installation (quasi eine portable Version) und als .dmg für den MAC ebenfalls in der Kombiversion.

Freie Musik und Sounds für die Medienpädagogik

GEMA-freie Musik und Sounds sind essentiell wichtig für medienpädagogische Video- und Hörspielprojekte. Dem tragen wir Rechnung und bieten ab sofort auf einer zentralen Seite eine immer aktuelle Liste von Online-Quellen zum Download von freier Musik und Geräuschen. Die Übersicht ist schnell verfügbar über den Menüpunkt “Freie Musik”. Darunter sind auch hier bisher noch nicht gepostete Angebote wie die Audiocommunity AUDIYOU. Wir freuen uns natürlich über Hinweise auf weitere Quellen.

Freie Musik

Medienpädagogische (Video)Projekte und freie bzw. GEMA-freie Musik gehören eng zusammen, denn die Verwendung der Lieblingsmusik für den eigenen Film ist gerade für Jugendliche sehr attraktiv, aber die Rechtefrage beim Einsatz von urheberrechtlich geschützter Musik ist kompliziert und mit vielen Hürden versehen. Und nicht zuletzt wird die Verwertung von medienpädagogischen Produkten auf DVDs und bei Festivals kompliziert und teuer durch darin enthaltene kommerzielle Musik. Auf dieser Seite stellen wir Hintergrundinformationen und vor allem Quellen für (GEMA)freie, kostenlose, evtl. CreativeCommons-lizensierte Musik sowie für Sounds und Geräusche zusammen.


Grundsätzliches, Rechtliches


Freie und kostenlose Musik zum Download

  • Jamendo: Auf Jamendo stellen KünstlerInnen ihre Musik frei, legal und kostenlos zur Verfügung.
  • mp3.com: Das Musikportal hat auch eine “free Music”-Abteilung.
  • dogmazic.net: Auch auf dieser Website können Musikstücke direkt von den MacherInnen geladen werden.
  • opsound: Ästhetische Seite, gut geordnet, alle Musik wird als Download gesendet.
  • ccMixter: Freie Musikcommunity mit Remixes
  • SoundClick: Hier können MusikerInnen ihre eigene Musik veröffentlichen und unter verschiedenen Lizenzen bereitstellen. Es lässt sich gezielt nach CC-Musik suchen. Zur Nutzung ist eine Registrierung erforderlich, diese ist kostenlos
  • AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
  • TuneFinder: Die Seite sammelt kostenlos verfügbare Musik im Internet, die Rechtelage ist allerdings hier eingeschränkt – genau hinschauen!
  • Bargus Musikbibliothek: Einige vor allem klassische Musikstücke zum direkten Download.
  • archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
  • FreeMusicArchive (FMA): Gut sortierte Seite mit freier Musik
  • ArtistServer: KünstlerInnen-Community, in der freie Musik zum Download angeboten wird.
  • Musopen: Musikstücke, deren Urheberrechte erloschen sind, werden eingespielt und zur Verfügung gestellt.
  • Gratisvibes: Linksammlung zu Netlabels mit kostenloser Musik
  • Starfrosch: Schweizer Community mit freier Musik zum Download
  • Tribe of Noise: Online-Community mit Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
  • OpenMusicContest: Bundesweiter Musikwettbewerb, dessen Beiträge unter einer CC-Lizenz stehen.
  • Hartwigmedia: Die eigentlich kostenpflichtige Musik der Website ist nichtkommerziell frei nutzbar.
  • Auditorix Musikauswahl: Kostenlose Musik für die Bildungsarbeit
  • CayzLand Studio: Freie Filmmusik zum direkten Download

Freie Sounds und Geräusche

  • Hörspielbox: Freies Soundarchiv im MP3-Format
  • freesound: Freies Soundarchiv
  • FindSounds: Englischsprachige Sound-Suchmaschine
  • Soungle: Freies Soundarchiv mit sehr gelungener Oberfläche
  • ccMixter: Freie Musikcommunity, auch mit Loops und Samples
  • AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
  • salamisound: viele Alltagsgeräusche aus verschiedenen Bereichen
  • SoundBible: Archiv mit freien Sounds und Geräuschen
  • Bargus Soundbibliothek: Einige freie Geräusche zum direkten Download.
  • FreeLoops: Loops, Sounds und Geräusche unter CreativeCommons-Lizenz
  • Tribe of Noise: Online-Community mit freier Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
  • SoundTransit: Ein Archiv mit Feldaufnahmen aus der ganzen Welt.
  • Public Domain Sounds: Eine Soundcommunity mit Alltagsgeräuschen.
  • WikiMedia Commons: Die Sounds der Wikimedia Websites zum Download
  • archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
  • Auditorix Geräuschesammlung: kostenlose Sounds für die Bildungsarbeit
  • CayzLand Studio: Freie Sounds und Loops zum direkten Download

Freie, aber kostenpflichtige Musik

  • Podsafe Music Network: Auf PMN gibt es freie Musik, die aber nur gekauft werden kann.
  • Magnatune: Keine freie, aber online lizensierbare Musik, auch für Video.
  • Audio Network: Freie Sounds und Musik, die online gekauft werden können.
  • SoundPool24: GEMAfreie Sounds und freie mp3-Musik im Online-Shop
  • Universal Publishing Production Music: Sound- und Musikarchiv von Universal. Gegen geringes Entgelt können die Dateien für eigene Produktionen lizensiert werden.
  • Soundarchiv: Sounds aus Natur, Technik, Alltag usw., die mit verschiedenen Lizenzen eingesetzt werden können.
  • Soundsnap: Sounds, Effekte, Loops
  • audioagency: Gemafreie Musik in vielen Stilrichtungen, günstige Lizenz
  • Minimalstudio: Gemafreie Musik und Filmmusik
  • Soundtaxi.net: Gemafreie Musik / Lizenzfreie Musik / Filmmusik
  • polysounds: Gemafreie Musik in vielen Stilrichtungen, gut sortiert.
  • gameaudio.net: große Bandbreite gemafreier Musik, leicht zu durchsuchen.
  • Galerie Chapuza: Gemafreie Musik in kleiner Auswahl, leicht unübersichtliche Seite
  • Musicfox: Eine große Stilbandbreite mit verschiedenen Lizenzen, die aber auch schnell sehr teuer werden.
  • Royalty Free Music: Hintergrund- und Filmmusik, die allerdings sehr viel von “klassischer GEMA-freier Musik” hat
  • JewelBeat: Soundtracks im Blockbuster-Style und freie Sounds
  • Orangegroove: kostenpflichtige Filmmusik, auch mit leicht “klassisch-GEMAfreiem” Touch

Urheberrechtlich geschützte, aber kostenlose Musik

  • Tonspion: Die MacherInnen der Seite durchstöbern das Netz regelmäßig nach Kostenlos-Angeboten von Musikverlagen u. a. und stellen Links auf die entsprechenden Seiten und mp3-Tracks zur Verfügung.
  • Freeload: Ein ähnliches Angebot wie der Tonspion.
  • Tauschnix: Der Mitschnitt von Musik aus dem Internetradio ist völlig legal. Tauschnix klärt über Rechte und technische Möglichkeiten auf und bietet Programme für den Mitschnitt.
  • VGMusic: Die MacherInnen bieten tausende von Originaltunes aus Computerspielen (!) im mp3- und Midi-Format zum (freien) Download an.
  • Moby: Ja, genau der Moby. Für MedienpädagogInnen und Nonprofit-Projekte kostenlos. Anmelden und los!

Gut zugehört ist halb gesprochen

Anspruchsvoll mit Audio zu arbeiten setzt gutes Zuhören voraus. Das ist der Ansatz, den die medienpädagogische Lern-CD “Auditorix” der Landesanstalt für Medien NRW verfolgt: Kinder sollen sensibilisiert werden für aktives Zuhören bei Hörspielen und so auch die Feinheiten von Sprache und Audioqualität kennenlernen. Und das ist der erste Schritt um qualitativ hochwertige eigene Audioprodukte herzustellen. Auditorix ist kostenlos, auf der Website finden sich Beispiele von der CD, MultiplikatorInnen können ein Exemplar bei der LfM bestellen. (Danke an Elisabeth Schallhart.)

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