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Da ist vorne

Screenshot aus "The Orchard"

Screenshot aus "The Orchard"

Ich habe mich in der letzten Zeit gefragt, ob das Machinima-Zeitalter in der Medienpädagogik nicht schon wieder vorbei ist. Bei Vorträgen mit PädagogInnen in den vergangenen Wochen ist mir allerdings bewusst geworden, dass es zum Teil noch nicht mal richtig angefangen hat.

Das ist Grund genug, mal wieder einen Blick darauf zu werfen, was in der Szene gerade so State of the Art ist, und ein gelungener Anlass sind die aktuellen Auszeichnungen des Digitalfilm-Festivals „Bitfilm 09“ in der Kategorie Machinima. Gewinner ist der WoW-Film „The Orchard“ – selbstredend gut gemacht und eine schöne medienpädagogische Inspiration zum Wochenende.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

„Der Moment“ und wie er entsteht

Die Filmakademie Baden-Württemberg liefert uns mit „The Moment“ nicht nur einen schönen Kurzfilm mehr zum Download, sondern die StudentInnen stellen auf der Website zum Film gleichzeitig auch das Storyboard und ein kleines MakingOf zur Verfügung. Die BetrachterInnen erfahren so viel über die Entstehung eines digitalen Kurzfilms. Ein schöner Beispielfilm also für medienpädagogische Videoprojekte.

„The Moment“ hat meiner Meinung nach viel von meinem Lieblings-7.Sinn „Wenn Tiere zum Geschoss werden“. Den gibt es hier im WDR-Archiv zu sehen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Digitale Animationsfilme ohne Games drehen

Da bin ich ja fast schon versucht zu sagen: Machinima war gestern, digitale Animationsfilme brauchen keine GameEngines mehr. Ganz so weit ist es sicher nicht, weil die Faszination von Machinima insbesondere in der Medienpädagogik vor allem auf den Bezug zu Computerspielen basiert.

Dennoch stößt „Moviestorm“ gefühlt die Tür zu einer neuen Dimension auf: Das kostenlose Programm (für Mac und Windows) ermöglicht die Gestaltung von digitalen Welten und Charakteren und bietet ausgefeilte Werkzeuge, um damit digitale Animationsfilme zu drehen. Und die Qualität der Filme (Promovideo) ist mehr als vielversprechend. Das schreit nach einem eigenen Filmprojekt.

Vielen Dank an Martin Geisler von „Spawnpoint“ für den Hinweis.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

OpenSource-Animationsfilm zum Download

Der OpenSource-Gedanke ist sehr spannend und hat nicht nur immense Bewegung in die Software-Szene gebracht, sondern beginnt auch die gesellschaftliche Realität zu verändern. Jüngstes Beispiel der Dynamik, die OpenSource bewirkt, ist der digitale Animationsfilm «Big Buck Bunny», der nicht nur mit OpenSource-Produkten entstanden ist, sondern (bzw. deswegen) selbst ab sofort als OpenSource (und damit kostenlos (!)) zum Download zur Verfügung steht! Der Download funktioniert insbesondere als Torrent super schnell; der Film steht in Auflösungen bis 1920×1080 (!) zur Verfügung. Wie gut der Film selbst ist, kann ich noch nicht sagen; die ersten Bilder sind vielversprechend, auch wenn wir mittlerweile genügend Tieranimationsfilme gesehen haben.

Was das in einem Medienpädagogik-Blog zu suchen hat? Na, zum Einen ist dieser Film kostenlos – auch mit Kindern und Jugendlichen zusammen – zu sichten, zum Anderen gehört es auch zu den Aufgaben eines/einer MedienpädagogIn die Medienlandschaft und ihre Veränderungen im Blick zu behalten. Harren wir also der Dinge, die da noch aus der OpenSource-Ecke kommen mögen…

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Bitfilm Festival

Sicher kein prädestiniertes Feld für die Medienpädagogik ist der digitale Animationsfilm. Dennoch sehr schön anzuschauen und sicher die Quelle der ein oder anderen Inspiration sind die Filme beim „Bitfilm Festival“ in Hamburg. Auf der Seite sind nicht nur Trailer von abendfüllenden Kinofilmen zu finden, sondern auch komplette Kurzfilme. Recht hintergründig beispielsweise: „Making of„.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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