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Alle in einer Reihe

Kennenlernen mit Videos in der Medienpädagogik

Still aus „100“

In Gruppen ist es immer wieder eine Herausforderung, alle miteinander gut bekannt zu machen. Zu meinen Lieblingsmethoden zum Kennenlernen gehört es, die Anwesenden sich nach verschiedenen Aspekten sortieren zu lassen: Alter, Schuhgröße, Anreiseweg, Zahl der Facebook-Kontakte usw.

Auch in Videoworkshops stellt sich manchmal die Frage, wie eine Gruppe vorgestellt werden kann. Wieso also nicht ähnliches machen, allen eine Frage stellen und dann in einem line-up sortieren? Der Filmemacher Jeroen Wolf zeigt wie das geht: In „100“ sagen 101 Menschen ihr Alter in die Kamera, die ZuschauerInnen bekommen so einen beeindruckenden Eindruck von der Vielfalt der Menschen in unterschiedlichen Lebensaltern.

Das funktioniert meiner Meinung nach mit Projektgruppen, in Stadtteilen und ganz vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen. Und ist daher mein Inspirationsvideo der Woche für die Medienpädagogik.

[Dank an Jo Gather für den Hinweis!]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Super Mario im RealLife

Trickfilme mit Computerspielen in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Die Idee, Computerspiele per StopMotion-Animation ins RealLife zu bringen, ist nicht unbedingt neu, genauso wie Trickfilme mit PostIts. Dennoch finde ich „Mario – Post it Life“ eine sehr gut gelungene Kombination aus beidem: Eine Computerspielanimation mit PostIts.

In dem Video werden gleich mehrere Computerspielklassiker in die Realität gebracht und das auf einem technisch hohen Niveau. Daher ist der Trickfilm meine Inspiration der Woche für die Medienpädagogik.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Filme ge-zeichen-t

ASCII Art in der Medienpädagogik

Still aus dem Werk

Zugegeben: Es ist sehr abgefahren und schon etwas speziell. Aber in Zeiten, wo Nerds Kultstatus bekommen, halte ich das Feature für eine mögliche Inspriration für medienpädagogische Projekte mit Jugendlichen.

Die Rede ist von einem versteckten „Telnet„-Angebot. Wer das leicht veraltete Kommunikationsprotokoll aufruft (unter Windows, Linux und OSX in der Kommandozeile integriert, muss bei Windows7 erst aktiviert werden) und „telnet towel.blinkenlights.nl“ eingibt, bekommt einen vollständigen StarWars-Film in ASCII-Art ins Textfenster gestreamt, über eine IPv6-Verbindung sogar in Farbe!

Das ist zunächst mal einfach sehr faszinierende Retro-Unterhaltung. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das gelungene Werk Jugendliche durchaus begeistern kann, sich an eigenen ASCII-Animationen zu probieren und diese als Ausdrucksmittel zu nutzen.

[via seeseekey]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 21.08.2012

Das Leid mit den Klischees

Medienpädagogik, Sprache und BehinderungMedienpädagogik ist oft auch Begegnung – mit fremden Menschen, neuen Themen, anderen Perspektiven und unbekannten Lebensumständen – und Jugendliche lassen sich gerne und jenseits von Klischees darauf ein. Wenn anschließend Medienprodukte über solche Begegnungen entstehen, ist es dann wichtig, nicht wieder in alte gesellschaftliche Muster und eingeschliffene Redewendungen zu verfallen.

Wenn es um Menschen mit Behinderungen geht, sind solche sprachlichen Fallen besonders verbreitet, und umso schöner ist, dass mit „leidmedien.de“ ab sofort eine Website existiert, die über klischeehafte und diskriminierende Formulierungen informiert und Alternativen anbietet. Ein must-read für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

The Streets of the Invisibles

Google Maps in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Google Maps bzw. Google Earth sind sehr praktische digitale Räume, wo sich ohne großen Aufwand Videos drehen lassen. Das hat mir Remo Rauschers Projekt „The Streets of the Invisibles“ einmal mehr gezeigt. Der Filmemacher hat zum Soundtrack der gleichnamigen Serie ein Video ausschließlich bei Google produziert.

Mir persönlich fehlen auf Dauer schon die Menschen im Film, dennoch macht das Video Lust, direkt bei Google Maps die Kamera anzuwerfen. Deswegen ist „The Streets of the Invisibles“ mein Beispielfilm der Woche für die Medienpädagogik.

[via Netzfilmblog]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Filme Gutes und rede darüber!

Webvideo in der Medienpädagogik

Screenshot von der Website

Die Zukunft des Internet heißt Video. Zumindest gibt es einen klaren Trend, mehr und mehr Inhalte durch Bewegtbild zu transportieren. Für die Medienpädagogik bedeutet das, dass Videos nicht nur mehr und mehr für das Web produziert werden (mit den entsprechenden Konsequenzen für Machart, Inhalt und Länge), sondern auch (Webmarketing-)KnowHow für Webvideos ein immer interessanterer Inhalt für Jugendliche und PädagogInnen sind.

Input gibt es hierzu vom Platzhirsch selbst: YouTube bietet mit seinen „Playbooks“ wertvolle Infos für erfolgreiche Videos im Netz. Das „Advertiser Playbook“ hilft dabei, ein passendes Format für die eigenen Inhalte zu finden und es erfolgreich bei YouTube zu platzieren. Das „Creator Playbook“ ist noch spezifischer und wartet mit sehr wertvollen Tipps zum konkreten Aufbau von Webvideos im Allgemeinen und zu derem Bekanntmachen im Netz auf. Denn es geht zwar vordergründig um YouTube-Videos, die Erfolgstipps (etwa zu den berühmten ersten 15 Sekunden) gelten aber in der Tat für alle Webvideos.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 07.08.2012

Mit Filmbegriffen auf Du und Du

Filmbegriffe in der Medienpädagogik3D, 4D, 4K, 5.1, 8K, 1080p, 1080i: Wer sich mit Video und Film beschäftigt, der/die stolpert zwangsläufig über viele Abkürzungen, technische Spezifikationen und Fachbegriffe. In der Medienpädagogik ist das dann oft ein willkommener Lernanlass, denn Kinder und Jugendliche sollen ja nicht nur „ihre“ Filme machen, sondern auch viel über Hintergründe und Standards lernen.

Ein sehr praktischer Ort zum Nachschlagen ist für solche Fälle das Filmlexikon der Uni Kiel. Die Website wartet mit 7000 Fachbegriffen aus den Bereichen Genres, Motive, Figuren, Technik, Handwerk, Kinopraxis, Produktion, Aufführung, Institutionen und Filmtheorie und -wissenschaft auf. Mehr geht kaum.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Ins rechte Licht gerückt

Licht setzen in der MedienpädagogikNur viel Übung macht den/die MeisterIn: Selbst gesetztes Licht ist meiner Meinung nach einer der schwierigsten Parts beim Videofilmen und auch beim Fotografieren. In der Theorie ist vieles noch logisch, in der Praxis braucht es viel konkrete Erfahrung, damit ein sicheres Gefühl entsteht.

Das Virtual Lighting Studio erspart sicher nicht die erforderliche Praxis, ist aber ein geniales Tool, um Lichtprinzipien zu erklären – und sie in einer ersten Stufe auch auszuprobieren. Auf der Website ist es möglich, für eine Portraitsituation verschiedene Lichtsettings auszuprobieren. Das macht nicht nur Spaß, sondern beschert auch ein Gefühl erster Sicherheit.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Wir über uns

 

Ein Film sagt mehr als tausend Worte. Und so haben wir uns aufgemacht und ein kurzes Video produziert, das zeigen soll, was das Medienpädagogik Praxis-Blog ausmacht und wieso wir uns hier engagieren.

Wir freuen uns, wenn dieser Film dazu dient, die frohe Kunde über unser Blog zu verbreiten (das Video gibts auch bei YouTube). Und vielleicht ist er auch eine zusätzliche Motivation, unsere Arbeit als Blogpate oder Blogpatin zu unterstützen – und/oder andere Menschen zu motivieren, ebendies zu tun. Wie alle unsere Beiträge ist auch dieser Film nämlich in unserer Freizeit entstanden. Und über eine PatInnenschaft ist es möglich, uns zumindest bei den laufenden Kosten zu unterstützen.

Herzlichen Dank an unsere Haus-und-Hof-Videospezialistin Lena Rothfuß für den Profi-Schliff!

[Musik: Löhstana David – „La pêche au thon“ und „Bucolique Utopiste“ – CC BY]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 09.05.2012

Wie das Internet selbst

Mozilla Popcorn in der MedienpädagogikDas Internet ist nicht nur eine bedeutende Publikationsplattform für medienpädagogische Projekte geworden – Aktive Medienarbeit, auch im Audio- und Videobereich, bezieht sich auch mehr und mehr auf die Eigenarten von Websites, bspw. durch die Produktion von interaktiven Videos.

Mozilla Popcorn eröffnet für die Medienpädagogik im Web wahrhaft neue Dimensionen: Die Plattform macht es möglich, „crossservice“-Mashup-Produktionen zu gestalten. So kann z.B. ein Video mit (Realtime!)Tweets und Bildern visualisiert werden, ein Soundcloud-File mit einem Streetview-Rundgang versehen und vieles mehr. So, wie das World Wide Web nunmal ist: vernetzt, vielschichtig, multimedial.

Wer die vielfältigen Beispiele sieht, dem/der erschließen sich sofort die riesigen Potenziale für Medienprojekte mit Jugendlichen. Vieles lässt sich schon jetzt mit dem Popcorn Maker (Tutorial hier) umsetzen, auch wenn der noch in der Alpha-Phase und damit teilweise recht wacklig ist. Die weitere Entwicklung von Mozilla Popcorn sollte mensch auf jeden Fall im Blick behalten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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