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Gewaltdarstellungen in eGames ≠ höherer Spielanreiz!?

Na das ist doch mal wieder ein argumentativer Stich (bitte nur als Wortspiel auffassen ;) ) ins Herz aller Computerspielgegner. Die weitläufige und gern dogmatisch verbreitete Meinung, dass gerade Gewaltdarstellungen in Computerspielen für einen gewissen Spielanreiz verantwortlich sind, wird nun durch eine neue Studie – zumindest in Frage gestellt. Eine medienpädagogisch, konstruktive Diskussion wird durch die Ergebnisse eher bereichert. Den ganzen Beitrag lesen

LAN-Partys als Methode und Elternmedienkompetenz

Auf den Kinder-Kult-Messen im April 2007 und 2008 in Erfurt, gab es auch eine medienpädagogisch begleitete LAN-Party zu erleben, auf der Kinder und Eltern mit- und gegeneinander spielen konnten. Dabei werden alljährlich auch Umfragen und Studien durchgeführt (von SPAWNPOINT und UNI Erfurt). Neben Fragen zum Spielerleben und Spielverhalten steht dabei der Umgang mit Jugendschutzinstrumenten im Vordergrund.

In den Ergebnissen der Studie aus dem Jahr 2007 werden neben dem Nutzungsverhalten auch Richtlinien und Tipps beschrieben wie eine LAN-Party in der Spielpädagogik eingesetzt werden kann. Als interessanter Punkt erscheint auch, die Skizzierung von Elternmedienkompetenztypen. Denn was nützt der beste Jugendschutz, wenn er bei den Eltern nicht ankommt.

Die Ergebnisse der Studie aus dem Jahr 2008 werden voraussichtlich im Frühjahr 2009 erscheinen.

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Erste Ergebnisse der JIM Studie 2008

Obwohl sie erst am 28.11.2009 publiziert wird, gibt es bereits seit fast zwei Monaten erste Ergebnisse der JIM Studie 2008 im Internet. “Ältere Jugendliche interessieren sich mehr für Politik als für Computerspiele” oder “die Hälfte der 12-13 jährigen besitzen einen eigenen Computer” gehören zu diesen ersten Resultaten. Der Trend wird nicht nur deutlich, sondern auch bestätigt. Erstmals besitzen mehr Jugendliche einen Computer als einen Fernseher. Abzuwarten bleibt jedoch das differenzierte Ergebniss der kompletten Studie über die gesamte Mediennutzung.

Warum es weiter Spam gibt

Auch Spam ist hin und wieder mal Thema bei medienpädagogischen Projekten oder Vorträgen und der Umgang damit gehört zur Medienkompetenz. Selbstverständlich kann bei solchen Gelegenheiten der Spam-Sketch von Monty Python immer wieder seinen Platz finden, es ist aber auch interessant zu wissen, wieso Spam nicht totzukriegen ist. Schließlich fragen wir uns doch alle, welcher Mann so dumm sein kann, von Tabletten aus einer eMail eine Steigerung seiner Männlichkeit zu erwarten. Die Antwort ist: Es gibt solche MailleserInnen wirklich und die Masse machts. Das ist das Ergebnis einer Studie, die bei heise zitiert wird und die die Rückläufe von Spam-Mails wirklich in der Praxis untersucht hat. Sehr gut, sehr konkret, sehr logisch.

Fünf Irrtümer über Computerspieler

Eine weitere Studie zum Thema Computerspiele mit dem Titel “Teens, Video Games and Civics” vom amerikanischen PEW-Institut. Benedikt Köhler fasst diese kurz und knapp in seinem Blog zusammen, ein Beitrag über fünf Irrtümer über Computerspieler

Net Generation or not Net Generation?

An vielen Ecken und aus vielen Ecken wird geunkt (mit vielen Namen wie “digital natives”) über die neue Generation von MediennutzerInnen, die angeblich so völlig anders mit Medien umgehen, dass sich auch die Bildungslandschaft und ihre Methoden verändern müsse.

Rolf Schulmeister wollte es wissen, hat sehr, sehr genau hingesehen und geschaut was denn dran ist an diesen Unkenrufen über die neue “Net Generation”. Das Ergebnis ist ein sehr lesenswerter Text, der unzählige Studien zum Thema zusammenträgt und einen sehr differenzierten Blick auf die Frage erlaubt.

Aus meiner Sicht der interessanteste Teil ist der zur Mediennutzung von Jugendlichen, weil hier weitaus mehr Quellen angeführt werden als die üblichen Verdächtigen wie JIM, KIM und Co. Eine hervorragende Quelle für medienpädagogische Vorträge zum Thema!

Wettbewerbe im Überblick

Wettbewerbe sind ein gutes Forum um zu sehen, welche guten Ideen es gerade gibt – und ihre Preise sind ein Schmankerl für die Menschen, die sie hatten. Gerade im medienpädagogischen Bereich sprießen Wettbewerbe gerade wie Pilze aus dem Boden und mensch läuft Gefahr, den Überblick zu verlieren.

Das Europäische Zentrum für Medienkompetenz (ecmc) bringt Klarheit ins Dickicht und hat eine bewundenswerte Zusammenstellung von Wettbewerben in Zusammenhang mit Medienpädagogik/Medienkompetenz veröffentlicht. Die Übersicht ist geordnet nach Zielgruppen, mit Kontaktdaten versehen und listet insgesamt 120 Medienwettbewerbe auf. Jetzt müssen nur noch die Bewerbungen selbst gemacht werden…

Communities und ihre Reichweite unter der Lupe

Darauf hat wirklich die Welt gewartet – zumindest ich: Bei meinen kleinen Befragungen in meinem Umfeld hatte ich immer den Eindruck, dass social communities regional eine unterschiedliche Akzeptanz und Verbreitung haben – und das ganz besonders bei WerKenntWen. Die Menschen von netzwertig.com haben eine gute Untersuchung zur regionalen Verbreitung dieser sozialen Netzwerke in Deutschland gemacht, die auf google-Daten basiert und auch grafisch anschaulich aufbereitet ist. Inwiefern diese google-Daten dazu wirklich geeignet sind und ein repräsentatives Bild ergeben, das kann ich nicht beurteilen, aber wenn sie es sind, ist diese Untersuchung eine hervorragende Grundlage für die medienpädagogische Arbeit.

ComputerspielerInnen privat

Das Medienkonvergenzmonitoring der Uni Leipzig ist eine Langzeitstudie, die den Medienalltag untersucht; eine Teilstudie widmet sich der besonderen Situation von Online-ComputerspielerInnen. Auch die Ergebnisse 2008, die gerade veröffentlicht wurden, widersprechen den Klischees von jugendlichen ComputerspielerInnen. Professor Dr. Bernd Schorb, Professor für Medienpädagogik und Weiterbildung: “Die Ergebnisse zeigen, dass Online- SpielerInnen in der Mehrzahl nicht vereinsamte ‚Problemfälle’ sind, sondern mit anderen zusammen spielen und sozial eingebunden sind.” Ein weiterer Beitrag zur Versachlichung der medienpädagogisch-politischen Diskussion über Chancen und Gefahren von Computerspielen. Die Forschungsergebnisse sind als Download online verfügbar.

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