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Fernsehen ganz nah

Fernsehen und Rundfunk in der Medienpädagogik

"China TV Channel Screen Test" von Gone-Walkabout auf flickr.com

Auch wenn Internet, youtube & Co. einen immer größeren Stellenwert haben, spielen das Fernsehen und der Rundfunk in der Medienwelt von Kindern und Jugendlichen immer noch eine zentrale Rolle – und damit auch in der Medienpädagogik, wenn es um Medienkompetenz geht.

Für alle, die in dieser Mission unterwegs sind, stellt der WDR im Rahmen seines pädagogischen Angebots zahlreiche Materialien zur Verfügung, die sich vor allem mit dem Fernsehen, aber auch Rundfunk auseinandersetzen. Auf verschiedenen Wegen geht es um Fernsehformate, Einstellungsgrößen, Journalismus, Inszenierungen etc. etc.

Die Materialien sind in ihrem Konzept und ihrer Methodik vor allem auf den schulischen Einsatz ausgerichtet, aber auch für die außerschulische Arbeit verwendbar. Es gibt sie gedruckt und als PDF; zum Bezug (Post/Download) muss lediglich die pädagogische Tätigkeit angegeben werden.

Aus der Praxis für die Praxis

Knetanimation in der Medienpädagogik

"Claymation demonstration" von clarissa~ auf flickr.com

Gemessen an den Projekt- und Fortbildungsanfragen ist StopMotion-Animation gerade ein ziemlicher Trend in Jugendarbeit und Schule – und das auch zurecht, schließlich sind die Möglichkeiten damit medienpädagogisch zu arbeiten geradezu unerschöpflich.

So groß wie das Interesse ist aber auch die StopMotion-Community: Immer wieder laufen mir Beispiele, Tutorials und andere Materialien über den Mauszeiger. Das jüngste Beispiel ist “Making Stopmotion Movies“, eine englischsprachige Seite eines amerikanischen Grundschullehrers. Kevin Hodgson’s Seiten sind weniger direkt für Kinder und Jugendliche geeignet, sondern eine schöne Inspiration und Materialquelle für alle, die Projekte pädagogisch durchführen wollen. Sehr anregend finde ich insbesondere die Seiten, die sich mit der inhaltlichen Arbeit rund um die Geschichte drehen, die Charakter- und Geschichtenentwicklung.

Filme mit Filmen vermitteln

Audiovisuelle Filmvermittlung in der Medienpädagogik

Screenshot aus dem Trailer von "The Pervert's Guide to Cinema"

Gute Idee, schlechte Umsetzung: Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) erkennt, “dass der größte Teil der Filmvermittlung durch Texte geschieht” und produziert ein Dossier zur audiovisuellen Filmvermittlung. So weit, so gut. Allerdings besteht dieses Dossier zu einem Großteil selbst aus Bleiwüsten und die einzigen Filme, die zu sehen sind, sind Videointerviews.

Das, was die Überschrift eigentlich erwarten lässt (zumindest bei mir) – Hinweise auf Filme und DVDs zum Thema – findet mensch nur am Rande in diesem Dossier. Dennoch: Die Texte sind recht erkenntnisreich, will mensch sich dem Thema nähern, und liefern einige methodische Tipps. Und die BpB-Veröffentlichung ist für mich ein guter Anlass, weitere Filme oder DVDs zu sammeln, die wirklich zur Filmvermittlung geeignet sind.

Für mich ist das bspw. der Film “The Pervert’s Guide to Cinema” und die grandiose DVD “Filme sehen lernen“. Welche Filme kennen und nutzen Sie? Ergänzen Sie mit einem Kommentar.

“…uuund bitte!”

"Camcorder Lens" von JnL auf flickr.com

Medienpädagogik ist weiter im Kommen, das zeigen auch die vielen Institutionen, die Arbeit mit Medien neu als ihre Methode entdecken. Dass solche AkteurInnen schon nach kurzer Zeit Wissen weitergeben ist nicht alltäglich und auch nicht immer Erfolg versprechend.

“Gesicht zeigen” hat das gewagt – nicht unerfolgreich – und bietet auf seiner neuen Website “…und Action” Materialien für die Aktive Videoarbeit an. Insbesondere zu Methoden und Technik gibt es dort empfehlenswerte Texte zum freien Download.

Material-Fundgrube für Videoprojekte

Screenshot aus "Valkaama"

Screenshot aus "Valkaama"

CreativeCommons ist ein gesellschaftlicher Gewinn. Und im Fall von des Open-Source-Films “Valkaama” auch ein großer für die Medienpädagogik. Die MacherInnen des abendfüllenden Spielfilms haben sich entschlossen, ihn unter CreativeCommons-Lizenz zu veröffentlichen, gemeinsam mit allen Materialien, die im Produktionsprozess entstanden sind.

Für medienpädagogische Videoprojekte tut sich damit eine besondere Fundgrube auf. Denn für fast alle Projektphasen stehen damit Materialien zur Verfügung, die in Lernprozessen Eingang finden können:

  • Das Drehbuch kann in der Konzeptphase als Beispiel dienen oder auch als Grundlage für Dreh-Fingerübungen.
  • Das Rohmaterial (komplett, 179GB!) kann die Grundlage eines Schnittseminars sein.
  • Einzelne Szenen aus dem Film können analysiert, aufgelöst und mit dem vorhandenen Material neu geschnitten werden.

Und selbstverständlich kann auch der Film selbst lizenzfrei vorgeführt werden. Einziges Manko: Alle Materialien sind fremdsprachig und damit sicher nicht für alle Projekte geeignet. Der Film ist auch mit deutschen Untertiteln verfügbar.

Kennen Sie weitere OpenSource-Filme mit einem ähnlichen Quellenfundus? Ergänzen Sie mit einem Kommentar. [via MediaCulture]

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