Hilfe! Mein Kind spielt!
„Ganz ruhig, setzen Sie sich doch erst mal und erzählen Sie mir was passiert ist und wir versuchen gemeinsam eine Lösung für dieses Problem zu finden.“
Ok, ich gebe zu, dass dieser Ansatz vielleicht ein wenig übertrieben ist. Stellt sich trotzdem die Frage, wo wir Ende 2016 eigentlich stehen, was das Elterninteresse zum Thema Games angeht? Und wenn dieses vorhanden ist, wo können sie sich hinwenden?
Anlass für dieses Blog Post ist die Veröffentlichung „Sicher im Umgang mit digitalen Spielen – Was Eltern wissen sollten“ der Stiftung Medienpädagogik Bayern.
Apropos Stiftung: Auch die Stiftung Digitale Spielekultur und die USK widmen sich in ihrem kürzlich erschienenen „Elternratgeber für Computerspiele“ der (scheinbar immer noch vernachlässigten) Zielgruppe Eltern. Gut so, insbesondere wenn man feststellt, dass hier u.a. Institutionen wie das ComputerProjekt Köln e.V mit seinem Spieleratgeber NRW und die bpb mit spielbar.de, welche mit ihrer hervorragenden Arbeit schon seit Jahr(zehnt)en eine Vorreiterrolle in der Elternarbeit rund um Games spielen, mitwirkten.
Natürlich fehlen in der Liste noch so einige. Gerne kann hier in den Kommentaren ergänzt und auf ganz neue Angebote hingewiesen werden. Wir freuen uns darauf 🙂
Medienarbeit mit Geflüchteten
In der Medienpädagogik gibt es erfreulicherweise in jüngster Zeit ein gestiegenes Interesse daran, Medienprojekte auch mit Geflüchteten zu machen. Entsprechend groß ist auch das Interesse an Austausch über Projektansätze, Methoden und konkrete Erfahrungen.
Die GMK hat Medienpädagog_innen nach ihren Ideen und Empfehlungen gefragt und auf einer Website zahlreiche Projektideen gesammelt. Kategorisiert nach verschiedenen pädagogischen und inhaltlichen Aspekten sowie gut aufbereitet ist sie ein guter Anlaufpunkt für die Inspiration für das nächste Projekt.
Klick klick klick!
Jedesmal wenn ich die Installation sehe, bin ich wieder begeistert: «clickclickclick.click» nutzt die Möglichkeiten, die Browsertechnologie bietet, um zu zeigen, was mit Browsertechnologie möglich ist. Will heißen: Ich sehe, was Websiten über mein Verhalten wissen können.
Vielerorts wird die Website als beklemmende Visualisierung von Überwachung bezeichnet. Ich finde, sie zeigt die Möglichkeiten der Browsertechniken auf eine recht leichte Art und Weise auf. Und was mit leichter Verwunderung beginnt, führt fast automatisch zu einem Aha-Erlebnis bei den Besucher_innen – aber ohne Moralkeule.
Deswegen ist clickclickclick für mich eine schöne Empfehlung für die medienpädagogische Arbeit (nicht nur) mit Jugendlichen, wenn es darum geht, einen Anlass für die die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von Browsertechnologien zu bieten – sowie über Tracking und Datenschutz zu diskutieren.
Plickers – Gruppenumfrage mit nur einem Gerät
Umfragetools wie polleverywhere, feedbackr oder kahoot mit der man eine große Gruppe live befragen kann gibt es eine Menge. In medienpädagogischen Kontexten können solche partizipativen Werkzeuge durchaus Anwendung finden. Gemeinsam ist vielen dieser Anwendungen, dass alle Teilnehmer*innen auch ein internetgebundendes Endgerät zur Verfügung haben. Bei größeren Gruppen und „kleinem W-LAN“ kann das technisch manchmal eng werden, oder jüngere Kinder haben noch keine Smartphones oder Tablets. Nicht immer sind also die Voraussetzungen für oben genannte Umfragetools erfüllt.
Einen ganz anderen Weg geht hier Plickers. Die Software wendet sich an Lehrer, die ihre Klasse befragen wollen. Es wird nur ein Handy gebraucht und ein PC mit Beamer, der im Internet die Ergebnisseite anzeigt. Bis zu 63 Teilnehmer*innen erhalten einen individuellen Code ausgedruckt auf Papier. Je nachdem wie rum der Code gehalten wird kann man eine eindeutige Antwort aus einer Auswahl von bis zu vier Antworten geben.
Über die Handy App können Fragen gestellt werden. Die Teilnehmer*innen halten ihren Code entsprechend in die Höhe und die fragende Person liest mit Hilfe des Smartphones die Codes aus, indem er einfach einmal über Klasse schwenkt. Das Ergebnis wird in Echtzeit auf dem PC angezeigt.
Das Prinzip klappt erstaunlich gut. Einmal erkannte Codes werden nicht ein zweites mal erfasst. Die App zeigt beim Scannen die Erkennung sofort an. Die Codes sind in unterschiedlichen Größen ausdruckbar, so dass es auch in großen Räumen funktioniert. Die Anordnung der Antwortmöglichkeiten auf den Codes ist nicht eindeutig und der Aufdruck so klein, dass eigentlich fast auch Anonymität der Antwort gewahrt bleibt. Man kann das Prinzip aber auch umdrehen. Jeder Code hat eine Nummer. Weist man im Backend der Nummer einen Namen zu, so sind die Antworten auch einzelnen Teilnehmer*innen zuzuordnen.
Eine interessante Alternative, vor allem für jüngere Kinder die noch selber keine Devices besitzen, oder wenn das W-LAN zu eng ist, für viele Geräte.
Online-Kurs: Making mit Kindern – MaKeyMaKey & andere alternative Hardware – Teil 7/7
In der siebten Einheit des Online-Kurses „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ dreht es sich um das spezielle Hardware fürs Making – v.a. das MaKey-MaKey-Kit.
| Um das geht’s | MaKey MaKey & Co. |
| Zielsetzung | Einen Einblick in weitere Making-Tools erhalten und sehen, was noch möglich wäre (auch für EinsteigerInnen) |
| Einheit | Teil 7/7 des Online-Kurses |
| Der Kurs | Die siebenteilige Kurs „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ ist eine Einführung in unterschiedliche Making-Werkzeuge und -Aktivitäten für Kinder in der Schule und Freizeit. Der Kurs stellt dabei ausgewählte Werkzeuge der Making-Bewegung vor, gibt konkrete Beispiele für ihren Einsatz, nennt Herausforderungen und gibt Tipps für die Umsetzung. Der Kurs wendet sich dabei explizit an Einsteiger/innen, d.h. Personen, die selbst bisher noch keine Erfahrungen mit den Werkzeugen haben. Mehr zum Hintergrund am Ende des Beitrags. |
Animierte GIFs erstellen mit GIFPAL
GIFPAL bietet zahlreiche Filter und Einstellungsmöglichkeiten.
Zur Verbreitung von Kürzestvideos und Memes erfreuen sich animierte GIFs seit Jahren großer Beliebtheit – obwohl sie weder die effizienteste noch attraktivste Methode darstellen, Bewegtbilder zu publizieren. Aber sie gehen in jedem Browser auf und stören nicht durch Ton. In medienpädagogischen Projekten sind GIFs auf vielfältige Weise einsetzbar, unter anderem als einfache Vorstufe zur Trickfilmproduktion.
Dafür gut geeignet ist die Website GIFPAL, wo aus vorhandenen Bildern oder mithilfe einer Webcam GIF-Animationen erstellt werden können. Diese werden in einer online-Galerie gepostet oder auf den eigenen Computer heruntergeladen. Die werbefreie (!) GIFPAL Education Edition bietet nur die Download-Möglichkeit, ansonsten ist der Funktionsumfang identisch.
Online-Kurs: Making mit Kindern – 3D-Druck und Vinyl-Cutter – Teil 6/7
In der sechsten Einheit des Online-Kurses „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ dreht es sich um das Fotografieren und Filmen – v.a. mit Smartphone und Tablet.
| Um das geht’s | Fotografieren und Videoproduktion mit Smartphone und Tablet |
| Zielsetzung | Einfache Projekte fürs Fotografieren und die Videoproduktion mit Kinder kennenlernen und selbst ausprobieren |
| Einheit | Teil 6/7 des Online-Kurses |
| Der Kurs | Die siebenteilige Kurs „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ ist eine Einführung in unterschiedliche Making-Werkzeuge und -Aktivitäten für Kinder in der Schule und Freizeit. Der Kurs stellt dabei ausgewählte Werkzeuge der Making-Bewegung vor, gibt konkrete Beispiele für ihren Einsatz, nennt Herausforderungen und gibt Tipps für die Umsetzung. Der Kurs wendet sich dabei explizit an Einsteiger/innen, d.h. Personen, die selbst bisher noch keine Erfahrungen mit den Werkzeugen haben. Mehr zum Hintergrund am Ende des Beitrags. |
Videotutorials DIY
© Ausschnitt aus der Titelseite
Vom Spickzettel bis zum Pythagoras, vom Paartanz bis zum ersten Kuss, vom Spiegelei bis zum Einbauschrank: Videotutorials bzw. Erklärvideos sind mittlerweile sowas wie ein Lexikon mit bewegten Bildern und insbesondere Jugendliche nutzen die Videos für vielfältigste Fragen und Herausforderungen.
Deswegen ist das Videogenre nicht erst seit gestern auch ein Thema in Medienpädagogik, Jugendarbeit und Schule. In zahlreichen Zusammenhängen werden Videos geschaut und erstellt. Dennoch gibt es immer wieder Neueinsteiger_innen. Für sie ist eine kostenlose Handreichung der Universität Nürnberg-Erlangen gemacht: «Video-Tutorials» richtet sich an Pädagog_innen aus Jugendarbeit und Schule. Die Publikation bietet sowohl Hintergrundinfos aus der Forschung, praktische Tipps für die pädagogische Arbeit und viele, viele Beispiele.
Für mich ist die Broschüre teilweise etwas überfrachtet bzw. zu wenig tiefgehend. Umgekehrt finden sich viele weitergehende Informationen zum Weiterlesen.
Online-Kurs: Making mit Kindern – 3D-Druck und Vinyl-Cutter – Teil 5/7
In der fünften Einheit des Online-Kurses „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ dreht es sich um das 3D-Modellieren, den 3D-Druck und Schneideplotter.
| Um das geht’s | 3D-Druck und Vinyl-Cutter |
| Zielsetzung | Einfache Projekte für den 3D-Druck und den Vinyl Cutter für Kinder kennenlernen und ausprobieren |
| Einheit | Teil 5/7 des Online-Kurses |
| Der Kurs | Die siebenteilige Kurs „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ ist eine Einführung in unterschiedliche Making-Werkzeuge und -Aktivitäten für Kinder in der Schule und Freizeit. Der Kurs stellt dabei ausgewählte Werkzeuge der Making-Bewegung vor, gibt konkrete Beispiele für ihren Einsatz, nennt Herausforderungen und gibt Tipps für die Umsetzung. Der Kurs wendet sich dabei explizit an Einsteiger/innen, d.h. Personen, die selbst bisher noch keine Erfahrungen mit den Werkzeugen haben. Mehr zum Hintergrund am Ende des Beitrags. |
Das Escape Game “Humanus”
Escape Games sind zur Zeit extrem beliebt. In den großen Städten machen ständig neue Räume auf, in denen Besucher Rätsel lösen müssen, um wieder aus den Räumen heraus zu kommen. Das Erleben von neuen Situationen steht im Mittelpunkt der Escape Rooms. Der Ansatz ist nicht neu und reicht schon seit Jahrzehnten in verschiedene Bildungskontexte hinein. Escape Games können Teilnehmende von Bildungsveranstaltungen in neue Lernkontexte und Reflektionsprozesse führen. Besonders im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung können Escape Games eine Rolle spielen.
Auf dem Spiel- und Lernblog “A Playful Path” wurde vor kurzem ein sehr gutes Escape Game / Serious Game veröffentlicht. Es heißt „Humanus“ und kommt aus dem Jahr 1973.
Humanus ist ein unaufwendiges Escape Game, das Medienpädagog_innen schöne Ansatzpunkte bietet, um über verschiedenste politische und gesellschaftliche Themen ins Gespräch zu kommen (z.B. unser Verhältnis zu einer technisierten Welt, „Technikhörigkeit“ oder auch künstliche Intelligenz). Das „Spiel“ ist mit einer Gruppengröße von ca. 5 – 15 Teilnehmenden spielbar. Das gesamte Spiel läuft über eine einzige (digitale) Tonbandaufnahme, die von Spielleiter mit Unterbrechungen über Lautsprecher eingespielt wird.
