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Das Handbuch «Making-Aktivitäten» – jetzt auch komplett verfügbar
Selber machen – das ist schon lange ein wichtiges Prinzip in der Medienpädagogik, bisher vor allem bezogen auf Medien. Seit einiger Zeit kommen dazu wichtige neue Impulse: «Making» wird in der Maker-Bewegung viel allgemeiner verwendet und bezeichnet kreatives Gestalten und Selbermachen, vor allem mit digitaler Technik. Beide Sichtweisen und Erfahrungen zusammen bieten wunderbare Möglichkeiten, sich gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen mit digitaler Technik, Computern, Medien auseinanderzusetzen und wertvolle Produkte zu gestalten.
Sandra Schön, Martin Ebner und Kristin Narr haben sich aufgemacht und viele Projekt- und Methodenbeschreibungen rund um Making und Aktive Medienarbeit gesammelt und in einer Publikation zusammengestellt. Herausgekommen ist eine umfangreiche Zusammenstellung, in der Pädagog_innen für Pädagog_innen ihre Erfahrungen weitergeben, gut strukturiert und schön und zudem praxisnah aufbereitet: vom Löten bis zu Robotern, vom Foto bis zum Trickfilm, vom Programmieren bis zum 3D-Druck, usw. usw. Alles (selbstverständlich) unter freier Lizenz!
Seit einigen Wochen erscheinen die Artikel dankenswerterweise nach und nach hier im Blog und werden unsere bisherigen Handbuch-Artikel ergänzen. Nun ist auch die gesamte Publikation zusätzlich als PDF (und, sofern gewünscht, auch gedruckt) zu haben. Da steht dem (Selber)Machen eigentlich nichts mehr im Weg.
Animated GIFs selbstgemacht
Animated GIFs sind groß geworden und haben sich von den Rundumleuchten und winkenden Mülleimern der 1990er Jahre emanzipiert. Die kurzen Filmschnipsel haben mittlerweile eher Kultstatus und sind ein beliebtes Medium für Memes.
Das Selbermachen ist nicht unbedingt das Leichteste, umso mehr dürften sich Jugendliche und Medienpädagog_innen über «Make a Gif» freuen, eine Website, mit der superleicht aus Videos, YouTube-Filmen, Bildern oder mit der Webcam Animated GIFs erstellt werden können. Und wem das immer noch zu kompliziert ist, der/die findet dort eine große Auswahl an fertigen Kürzestfilmschnipseln.
YouTube kennenlernen
YouTube rückt erfreulicherweise immer mehr in den Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der Medienpädagogik kommt in diesem Prozess häufig die Rolle des/der «Übersetzer_in» zwischen den Kulturen zu. Und so entstehen zunehmend Informationsmaterialien und Ressourcensammlungen als Grundlage für diese Informationsarbeit. Jüngst sind mir zwei Angebote über den Mauszeiger gelaufen:
- Sehr umfangreich und aufschlussreich ist die Link- und Videosammlung des Servicebureau Jugendinformation aus Bremen: Die Kolleg_innen stellen einige Playlists zusammen (sehr schön: erste Videos von Youtuber_innen), mit denen YouTube aus verschiedenen Perspektiven kennengelernt werden kann. Pädagog_innen und andere Interessierte bekommen so eine «geführte Tour» durch die YouTube-Jugendkultur. Dazu kommen weitere Links zu Artikeln, Materialien und generellen Informationen zur Videocommunity.
- Ebenfalls recht aufschlussreich ist das Dossier von klicksafe. Hier werden grundlegende Informationen inkl. aktueller Zahlen bereitgestellt, zudem einige Hintergrundartikel. Bei genauem Lesen bleiben die Artikel aber oft an der Oberfläche, daher überzeugt die Zusammenstellung bisher noch nicht vollständig.
Gemeinsam bieten die beiden Angebote aber einen guten Grundstock für den Einstieg in die Auseinandersetzung mit YouTube und seiner Subkultur.
Kurztest: Der kostenlose Videoeditor «Shotcut»
Ich. Bin. Sprachlos. Es soll einen Videoeditor geben, der
- kostenlos ist,
- für alle Plattformen und dazu noch
- Open Source?
Außerdem soll er schon mehrere Jahre alt sein und noch niemand hat davon gehört?!
Das gibt es tatsächlich. Und heißt «Shotcut»! Das Videoschnittprogramm ist verfügbar für Mac OS X, Windows und Linux (überall nur 64bit) und bietet alle Funktionen, die mensch von einem gehobenen Videoeditor erwartet. Nach einem ersten, kurzen Test würde ich der Software gefühlte 7 von 10 Punkten geben und für einige Anwendungen in der Medienpädagogik empfehlen. Shotcut ist sicher nicht der intuitivste Videoeditor, der allen Einsteiger_innen schnell und mit Spaß den Videoschnitt eröffnet, aber für Zusammenhänge, wo des öfteren geschnitten wird (in Jugendredaktionen, regelmäßigen Videogruppen oder längeren Projekten) scheint mir Shotcut eine geeignete Lösung.
Hier nun meine Eindrücke im Einzelnen. Wie schätzen Sie die Software ein? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar. Den ganzen Beitrag lesen
„Tablets im Einsatz“: Broschüre mit medienpädagogischen Praxis-Inspirationen
Tablets sind weit verbreitet, auch in pädagogischen Einrichtungen, und bieten sich aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit, ihrer Mobilität und Kompaktheit für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geradezu ideal an. Inspirationen und Methoden für den gewinnbringenden Tablet-Einsatz im pädagogischen Kontext liefert diese neue Broschüre, die kostenlos erhältlich ist. Hier werden 30 medienpädagogische Methoden beschrieben, um zu aktiver Medienarbeit zu inspirieren und konkrete Anregungen für die Umsetzung solcher oder ähnlicher Projekte zu liefern.
Entstanden ist die Publikation im Rahmen der „Tabletkarawane“, die seit drei Jahren durch München reist und das neueste Modul der „Multimedia-Landschaften für Kinder (MuLa)“ ist. Dieses medienpädagogische Langzeitprojekt wird seit 1997 vom SIN – Studio im Netz in Kooperation mit der Landeshauptstadt München realisiert. Den ganzen Beitrag lesen
Spannendes vom Chaos Communication Camp #CCCamp15
Alle vier Jahre lädt der Chaos Computer Club Menschen auf das Chaos Commmunication Camp ein, um dort zu hacken, coden, entwickeln, socializen, Netzwerke auf- und auszubauen – gemeinsam zu leben und lernen.
Zumindest ein kleiner Teil dieser zahlreichen Aktivitäten – die Vorträge auf den Hauptbühnen – wird dabei auch ausserhalb des Camps zugänglich. Wir haben hier die wichtigsten Talks aus medienpädagogischer Perspektive aufgeführt – alle Talks finden sich hier.
for women in „${tech[@]}“; do
Fiona Krakenbürger fasst ihre Erfahrungen im CCC, aber auch aus Perspektive ihrer Bachelor-Arbeit zusammen – diese lässt sich dann auch gleich in github im Original lesen. Viele Schlüsse lassen sich auch auf medienpädagogische Angebote anwenden.
YouTube-Channel des Monats: filmfactory
„Von der Bildgestaltung bis zur Dramaturgie – wir nehmen alles auseinander, was mit dem Thema Film zu tun hat. Dabei möchten wir uns, als angehende Filmemacher, die Momentan ihre Ausbildung im Bereich Mediengestaltung machen, mit Filmfactory auch selbst weiterentwickeln, während wir mit anderen Filminteressierten unser Wissen teilen.“
