Freies Schulungsmaterial der Demokratielabore zu neuen Themen der Jugendarbeit
Beitragsbild: CC BY-SA 4.0 Christoph Hoppenbrock, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode.de
Die Demokratielabore bieten neues, frei lizenziertes Schulungsmaterial aus einer vierteiligen Workshopreihe zum Thema „Jugendarbeit im digitalen Wandel – Kompetenzen, Daten und digitale Tools“ für Fachkräfte der Jugendarbeit und Medienpädagogik an. Es geht um Chancen und Herausforderungen bei der Nutzung von Daten in der Arbeit mit Jugendlichen.
Die Wahrheit hinter der Wahrheit
Screenshot von www.wahrewelle.tv
WahreWelle.tv ist ein merkwürdiges Videoportal: Bei „Bielefeld Tag und Nacht“ wird über Reptiloiden und die Flacherde diskutiert, in „Zurück in die Jewkunft“ suchen Doc Brown und Martin nach den „Protokollen der Weisen von Zion“, und in der Reality-Show „Such den Sündenbock“ ist die Islamisierung an allem schuld. Am Ende der Clips taucht ein vielsagender Hinweis auf: „Lass dir keinen Scheiss erzählen. Wer Wissen will, braucht Bildung.“ Hinter der Seite steckt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die hier ein neues Projekt zur Aufklärung über Verschwörungstheorien und zur Stärkung der Medienkompetenz realisiert. Den ganzen Beitrag lesen
Kreatives App-Design mit dem MIT App Inventor
Kinder und Studierende erstellen mobile Anwendungen Foto: Clara Schlegelmilch
WhatsApp, Spotify, Candy Crush… Jeder benutzt täglich zahlreiche Apps. Doch selbst kreativ zu werden und eine App zu konzipieren und zu entwickeln ist gar nicht so schwer! Der MIT App Inventor macht hier spannende Projekte möglich. Im Projekt „Genial digital“ entwickelten Kinder kleine eigene mobile Anwendungen. Dadurch werden sie für Funktions- und Wirkweisen der Apps sensibilisiert und zu einer aktiven Mediengestaltung angeregt. Den ganzen Beitrag lesen
Erklärvideo-Werkstatt mit Jugendlichen – Workshop-Konzept des Medienkompetenzzentrums „Die Lücke“
Collage: J.Schön / CC BY 4.0 Filmprojekte Medienkompetenzzentrum Die Lücke 2017-18
Im Medienkompetenzzentrum „Die Lu?cke“ fu?hrten wir in letzter Zeit mehrere Projekte durch, bei denen Erkla?rvideos entstanden (mit Schu?ler*innen der 8. Klasse, mit Menschen mit Behinderungen, mit angehenden Erzieher*innen). Ziel war es dabei, verschiedene Erkla?rvideo-Techniken auszuprobieren und zu lernen, wie man Erkla?rvideos selber machen kann. Hier mo?chte ich meine Erfahrungen aus diesen Projekten zusammenfassen und dabei schildern, wie man einen Workshop zum Thema Erkla?rvideos konzipieren kann.
Sommerpause im Praxisblog
Lizenz: CC0
Sonne, Sonne, Sonne – und das schon seit Wochen!
Und jetzt wird es auch für uns mal Zeit, eine Pause einzulegen.
Der Praxisblog geht in die Sommerpause und nimmt sich Zeit für Muße und neue Inspirationen. Ab dem 21.08. könnt ihr euch auf frische Ideen in vielen Artikeln freuen.
In der Zwischenzeit wünschen wir unseren Leserinnen und Lesern einen sonnigen, entspannten Sommer und eine schöne Urlaubszeit.
WIr Lernen durch MAchen – ein Interview mit Steven Marx über die WILMA Erfinderwerkstatt in Lustenau
Steven Marx - CC BY 4.0 International Steven Marx
Steven Marx lebt in Österreich, ist Jugendarbeiter beim Jugendnetzwerk Soziale Dienste Mittelrheintal in der Schweiz und arbeitet in spannenden Maker-Initiativen im Dreiländereck. Im Praxisblog erschien erst kürzlich seine vierteilige Reihe zu VR und 360-Grad-Anwendungen im Einsatz in medienpädagogischen Projekten. Im folgenden hat ihn der Praxisblog zum Projekt Erfinderwerkstatt WILMA befragt.Im folgenden wurde er zum Projekt Erfinderwerkstatt WILMA befragt – und er kündigt im Interview auch das Erscheinen des Handbuchs … ach, lest doch selbst. 🙂
Gemeinsam 360-Grad-Bilder am großen Ausdruck gestalten – funktioniert gut!
Hier im Praxisblog konnte man bereits darüber lesen, wie man mit Hilfe der kostenlosen Website panoform.com 360-Grad-Bilder gestalten kann. Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, ob man nicht auch in einem sehr großen Ausdruck mit mehreren Kindern ein gemeinsames Bild gestalten könnte – es hat funktioniert!
Foto-Rallyes mit Sighter erstellen
Screenshots von Sighter Ltd.
Das Format „Foto-Rallye“ als Methode der Orts- oder Stadtteilerkundung ist in der (Medien-)Pädagogik weit verbreitet. Als Aufgabenstellung werden Fotos gezeigt, die dann von den erkundenden Gruppen gefunden und wiederum abfotografiert werden müssen. Mithilfe von „Sighter“ lässt sich diese Vorgehensweise hervorragend mit Smartphones umsetzen, die App ist gratis für Android und iOS verfügbar.
Sighter arbeitet mit einer Bilderkennung und mit der GPS-Ortung des Handys. Wer „Sights“ anlegen möchte, fotografiert Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Graffitis o.ä. und lädt diese vor Ort auf den Server von Sighter. Die Spielenden haben dann die Möglichkeit, Sights in ihrer Nähe zu erkunden: Via GPS wird die Entfernung zu naheliegenden Sights angezeigt, und wer das gesuchte Objekt gefunden hat, kann es abfotografieren und hochladen. Mittels Bilderkennung und GPS-Standort erkennt die App, ob ein Treffer erzielt wurde.
Eine hilfreiche Funktion ist die Erstellung von „Trails“, mit denen sich mehrere Sights zu einer Route verknüpfen lassen. Leider verfügt derzeit nur die Android-App über die Möglichkeit, eigene Trails zu erstellen. Für iOS bleibt nur zu hoffen, dass diese Funktion bald hinzugefügt wird. Das Spielen von Trails ist hingegen mit beiden Versionen möglich.
Erwähnenswert ist noch, dass die eigenen Sights nicht gesucht werden können. Für den medienpädagogischen Einsatz sind also mehrere Accounts erforderlich, diese lassen sich durch Angabe einer beliebigen Mailadresse und eines Usernames rasch erstellen.
Insgesamt liefert Sighter ein simples, aber praktisches Tool, um Fotorallyes im Handumdrehen zu erstellen bzw. von Kindern oder Jugendlichen erstellen zu lassen. Die Erkundung des lokalen Umfelds wird damit um eine digitale Spielform erweitert, die Spaß macht und zugleich großes Potential bietet.
InGame-Käufe thematisieren mit „Crash Loyale SchnickSchnackSchnuck“
Beim medienpädagogischen Thema „Gaming“ ist die Reflexion von Geschäftsmodellen ein wichtiger Aspekt. Ob in Apps, in Browsergames oder in PC-/Konsolenspielen: Das Modell, durch InGame-Käufe Spielvorteile kaufen zu können, hat sich auf breiter Front durchgesetzt. Was in kostenlosen Apps und Onlinespielen längst Gang und Gebe ist, hat mittlerweile auch Vollpreistitel erreicht.
Kinder begegnen InGame-Käufen schon früh in Spiele-Apps. Bekannte Beispiele sind die Spiele des finnischen Herstellers Supercell: Clash of Clans, Hay Day und vor allem Clash Royale begeistern schon Grundschulkinder. Zwar ist bei diesen Spielen kein Glücksfaktor bei den Käufen vorhanden. Dafür stehen sie in der Kritik, dass Spieler auf Dauer nur durch den Einsatz von Geld gegen andere bestehen können. Nur wer zahlt, kann gewinnen. Daher nennt sich das Prinzip Pay-To-Win (kurz Pay2Win).
Das im Folgenden beschriebene Kartenspiel ermöglicht den Transfer des Pay2Win-Prinzips auf ein Offline-Teamspiel, dessen Spielmechanismus an das schon genannte Clash Royale angelegt ist.
„Crash Loyale SchnickSchnackSchnuck“ (kurz „CLSSS“) habe ich entwickelt, um im Rahmen der Aktionstage Medien1 des Vereins Blickwechsel e.V. die Frage nach InGame-Käufen aufzugreifen. Diese Aktionstage führen wir an Grund- und weiterführenden Schulen in Hessen im Auftrag der LPR Hessen (Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien) durch (http://www.blickwechsel.org/angebote/projekte/hessen/34-medienpaedagogischer-aktionstag). Die eintägigen Veranstaltungen greifen in vier Station unterschiedliche Aspekte des Umgangs mit dem Internet auf. Das Besondere daran ist, dass dies eine Veranstaltung für Eltern und Kinder sind. Sie treten durchweg als Team auf und setzen sich mit den verschiedenen Fragestellungen gemeinsam auseinander.
