Online-Kurs: Making mit Kindern – Einführung – Teil 1/7

In der ersten Einheit des Online-Kurses „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ gibt es zunächst einmal eine Einführung ins Thema Maker-Bewegung, Begriffe wie Fablabs, Personen wir Seymour Papert und der Theorie des Konstruktionismus. Und man sieht ganz nebenbei, wie so ein Makerspace für Kinder aussehen kann.

Um das geht’s Einführung zum Making
Zielsetzung Grundbegriffe und Hintergründe zur Maker-Bewegung kennenlernen
Einheit Teil 1/7 des Online-Kurses
Der Kurs Die siebenteilige Kurs “ „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ ist eine Einführung in unterschiedliche Making-Werkzeuge und -Aktivitäten für Kinder in der Schule und Freizeit. Der Kurs stellt dabei ausgewählte Werkzeuge der Making-Bewegung vor, gibt konkrete Beispiele für ihren Einsatz, nennt Herausforderungen und gibt Tipps für die Umsetzung. Der Kurs wendet sich dabei explizit an Einsteiger/innen, d.h. Personen, die selbst bisher noch keine Erfahrungen mit den Werkzeugen haben. Mehr zum Hintergrund am Ende des Beitrags.

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Einführung zum Making mit Kindern

Zum Start dreht es sich um ein paar Hintergründe zum Making. Wie bei allen weiteren Videos stammt die Aufnahme dazu von den „Maker Days for Kids“, einer offenen digitalen Werkstatt, an der an vier Tagen bis zu 40 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren gewerkt haben. Und dass da einiges los war, sieht man auch im Video 🙂

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Making-Aktivitäten zeichnen sich dadurch aus, dass es kreativen Gestaltungsraum gibt und dass man dabei etwas selbst produziert. Beim Massachusetts Institute of Techologie (MIT) wird der Begriff des “Making” auf Technologien bezogen und als “digitales Do-it-Yourself”, also digitales Selbermachen bezeichnet. Dabei geht es nicht nur um Nachbauen nach Vorlage („Rezepten“) sondern eben auch um das kreative Gestalten und Umsetzen neuartiger Ideen. Making-Aktivitäten müssen aber dem Verständnis von vielen anderen nicht notwendigerweise mit neuen Technologien arbeiten – aber diese Formen interessieren uns in diesem Online-Kurs besonders.

Wer gerne etwas zum Thema lesen möchte: Hier sind ein paar kurze Texte zusammengestellt und auch kurze Beschreibungen von ein paar der Werkzeugen, die wir im Kurs vorstellen werden.

In den folgenden Einheiten des Kurses werden unterschiedliche Technologien bzw. Themen und konkrete “kleine” Projektvorschläge für das digitale Gestalten mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Doch zum Einsteig möchten wir zeigen, dass Making nicht nur „im Kleinen“ im Unterricht oder der Jugendarbeit eingesetzt werden kann, sondern es auch umfassende Konzepte gibt.

Zur Einfühung stellen wir daher auch vier umfassende Konzepte für Making mit Kindern genauer vor:

  • Zunächst beschreiben wir das Konzept und Umsetzung der „Maker Days For Kids“, der offenen digitalen Werkstatt auf der auch die Videos-Inputs für diesen Kurs entstanden sind.
  • Ein ähnliches Konzept, das sich an eine kleinere Zahl von Teilnehmer/innen richtet und das typische Fablab-Vorgehen in die offene Arbeit mit Kindern überträgt, ist das Modell des „Future Park Ehrenfeld“, das von Henrike Boy (jfc Medienzentrum e.V. Köln) vorgestellt wird.
  • Wenn das Schulkonzept stimmt, kann es auch interessant sein über einen eigenen Makerspace nachzudenken. In der Freien Aktiven Schule Wülfrath wurde, mit der Mitwirkung von Schüler/innen und Eltern, ein Makerspace gebaut. Mathias Wunderlich berichtet von den Plänen für den Makerspace und Aktivitäten.
  • Nur indirekt Kinder als Zielgruppe haben die Medienpraxisabende für Eltern von Eltern, wie sie Guido Brombach und Ralf Appelt beschreiben.

Vielleicht werden Sie beim Video-Input und beim Lesen der Beschreibungen schon neugierig darauf, was da so an Werkzeugen eingesetzt werden und wie das funktioniert.

 

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Aufgaben

Bis zu nächsten Einheit möchten wir Ihnen zwei Aufgaben geben:

  • Informieren Sie sich, ob und welche Making-Aktivitäten in Ihrer Stadt oder Umgebung angeboten werden. Gibt es FabLabs, Makerspaces oder offene Werkstätten (eine Liste gibt es z.B. hier und hier)? Gibt es vielleicht ein Weiterbildungsangebot rund um Making und digitales Do-it-yourself für Sie in Ihrer Nähe?
  • Dann: Notieren Sie sich, welche Erfindung Sie schon immer mal entwickeln wollen. Hängen Sie diesen Zettel an Ihren Kühlschrank, Ihren Bildschirm, Ihre Pinnwand, Ihren Badezimmerspiegel – und/oder teilen Sie ein Foto davon in Ihren sozialen Netzwerken.
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Vertiefung

Und noch weiteres zum Lesen und Vertiefen rund um das Making mit Kindern finden Sie hier.

  • Schön, Sandra (2014). Maker-Movement in der Kinder- und Jugendarbeit (Maker Movement Teil 2/2). Blogbeitrag beim Medienpädagogik Praxisblog vom 2.6.2014. [Link]
  • Schön, Sandra; Boy, Henrike; Brombach, Guido; Ebner, Martin; Kleeberger, Julia; Narr, Kristin; Rösch, Eike, Schreiber, Björn & Zorn, Isabel (2016). Einführung zu Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. In: Schön, Sandra; Ebner, Martin & Narr, Kristin (2016, Hrsg.). Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Handbuch zum kreativen digitalen Gestalten. Gedruckt: ISBN 978-373-923-65-82, Norderstedt: Book on Demand, Online: via http://bit.do/handbuch, S. 8-24.
  • (In Englisch) Schön, Sandra; Ebner, Martin & Kumar, Swapna (2014): The Maker Movement. Implications of new digital gadgets, fabrication tools and spaces for creative learning and teaching. In: eLearning Papers, 39, July 2014, pp.14-25 [Link]

 


logo_making_mooc _kleineDieser Beitrag basiert auf dem Online-Kurs „Making mit Kindern“, der im Herbst 2015 auf der Kursplattform imoox.at angeboten und durchgeführt wurde und mehr als 600 Teilnehmer/innen gezählt hat. Die Kurskonzeption und -leitung lag dabei in den Händen von Dr. Sandra Schön (Salzburg Research / BIMS e.V.) und Univ.-Doz. Dr. Martin Ebner (TU Graz). Für den Praxisblog wurden die Texte angepasst und der Kurs nun als (reiner) Selbstlernkurs konzipiert.

Der Online-Kurs entstand im Rahmen einer Kooperation des BIMS e.V., der Salzburg Research Forschungsgesellschaft, der Technischen Universität Graz sowie mit Unterstützung der HIT-Stiftung. Als Expertinnen und Experten in den Videos erscheinen Mitwirkende beim Projekt „Maker Days for Kids“, namentlich Lena Gappmaier (TU Graz), Gregor Lütolf (PHBern), Werner Moser (Salzburg Research Forschungsgesellschaft), Walther Nagler (TU Graz), Dr. Tanja Kohn (BIMS e.V.), Martin Schön (BIMS e.V.), Dr. Andreas Stadler (Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land), Ingrid Reip (TU Graz), Mathias Wunderlich (Freie Aktive Schule Wülfrath) und weitere jugendliche Besucher/innen bei den Maker Days!

Auf unterschiedliche Weise haben zudem die folgenden Einrichtungen und Personen bei der Entwicklung des Kurses unterstützt, wofür wir herzlich danken (in alphabetischer Reihenfolge): Appcamps.de (Philipp Knodel), Matthias Andrasch (TH Köln), Henrike Boy (jfc Medienzentrum e.V.), Gerhard Brandhofer (PH Niederösterreich), Guido Brombach (Essen), Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM, Björn Schreiber), Happylab.at, Hanspeter Füllemann (PH Thurgau), Nils Hitze (Make Germany), Prof. Martin Hofmann (PH St. Gallen), INFOrmatiklehrer.at (Christian Graf), Junge Tüftler (Dr. Julia Kleeberger), Kristin Narr (Kristin-Narr.de), Mediale Pfade e.V. (Daniel Seitz), Medienpädagogik Praxisblog, Markus Peißl (TU Graz), Sebastian Ring (JFF e.V.), Prof. (FH) Dr. Friederike Siller (TH Köln, Fakultät für Angewandte), SIN – Studio im Netz e.V. (Björn Friedrich), Ulrich Tausend (JFF e.V.), Josef Wachtler (TU Graz), Prof. (FH) Dr. Isabel Zorn (TH Köln, Institut für Medienforschung und Medienpädagogik); hinter der Kamera und Schnitt: Daniel Brandtner (TU Graz) und Wolfgang Hauer (TU Graz).

Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Verfasst am 12.10.2016
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