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259 auf einen Streich
Screenshot von der Website
Immer wieder bin ich sprachlos: Fand ich es schon abgefahren cool, einen kompletten Webserver via XAMPP oder MAMP auf dem eigenen Rechner oder gar einem USB-Stick laufen zu lassen, geht das noch viel abgefahrener: AMPPS bietet ähnlich wie die genannten Pakete alles, was mensch für einen Webserver auf einem beliebigen Rechner braucht, aber zusätzlich 259 CMSe, Blogsysteme, Wikis, Kalender, Shops, und und und!
Das bedeutet konkret: Nach der Installation von AMPPS können mit wenigen Mausklicks alle mitgelieferten Pakete automatisiert auf einem lokalen Rechner installiert werden. Jede Applikation ist dabei vorkonfiguriert und so nach wenigen Sekunden einsatzbereit, ohne auf die Konfiguration von Datenbanken, Dateien, Ordnern o.ä. achten zu müssen.
Das ist ein wahres Geschenk für die Medienpädagogik, denn so können fürs persönliche Ausprobieren, aber auch für Seminare oder kurze Workshops die gängigsten Webanwendungen “mal so” lokal installiert werden. Und AMPPS ist dazu noch kostenlos zu haben. Da fehlen mir (fast) die Worte.
[via 1000ff, dort auch ein ausführlicher Test]
YouTube im Unterricht
Screenshot aus dem Dossier
YouTube und andere Videoplattformen werden noch immer erstaunlich selten im Unterricht genutzt. Zum Teil ist die Plattform in Schulen sogar gesperrt, was aus medienpädagogischer Sicht mehrfach kontraproduktiv ist. Wir müssen den kompetenten Umgang mit Videoplattformen vermitteln. Dabei interessiert uns Medienpädagogen nicht nur die Rolle der Konsumenten, sondern ganz besonders auch die des Produzenten.
Das 40-seitige Dossier „YouTube im Unterricht“ führt durch die Plattform und zeigt vom Erstellen eines Nutzerkontos bis zu den online-Bearbeitungsmöglichkeiten das Potenzial für die Medienbildung auf.
7 Unterrichtsideen mit Beispielen sollen zu kreativem Produzieren mit Kindern und Jugendlichen anregen.
Das Dossier kann als PDF heruntergeladen werden. Es wird laufend ergänzt, für Anregungen bin ich dankbar.
Dies ist ein Gastbeitrag von Beat Küng. Der Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz und Dozent für Medienbildung.
Nach den Lehrdiplomen für die Primarschul- und die Sekundarschulstufe I unterrichtete er 20 Jahren auf der Sek I. Danach bildete er sich zum Schulleiter weiter. Anschliessend studierte er an der HGK in Luzern und schloss mit dem MAS in Digital Media ab. Seine Website digitalpro.ch befasst sich mit Projekten und Projektunterricht in der Schule, vornehmlich natürlich mit Medienprojekten. Er leitet das kleine, aber sehr aktive Netzwerk Medienbildung Obwalden.
Prezi ohne Prezi
Screenshot aus der Demo
Prezi war gestern – das war mein erster Gedanke, als ich impress.js und seine Demo sah. Und in der Tat: Die HTML/CSS/Javascript-basierte Präsentationsplattform bietet ähnliche Ergebnisse wie prezi.com – eine unendliche und frei gestaltbare Leinwand, freie Animationen, eine ansprechende Optik und vieles mehr. Zudem laufen die Präsentationen von impress.js einfach so im Browser und bieten sogar 3D-Effekte.
Trotzdem ist mein zweiter Gedanke, dass impress.js bei weitem nicht die Usability von Prezi erreicht und daher erstmal eine Nischenlösung bleiben wird. Die Präsentationen werden nämlich mit einem HTML-Dokument erstellt, wofür zumindest einfache HTML/CSS-Kenntnisse erforderlich sind. Für die meisten MedienpädagogInnen ist das allerdings kein Problem und deswegen ist impress.js mein Geheimtipp der Woche.
Wie das Internet funktioniert
Ausschnitt aus der Broschüre (CC by-nc-sa)
Ob bei Elternabenden, in Beratungsgesprächen oder bei anderen Gelegenheiten – immer wieder treffen MedienpädagogInnen auf Menschen, die wenig bis keine Ahnung von technischen Hintergründen des Internet haben. Häufig sind solche technischen Details aber die Grundlage von Entscheidungen oder Einschätzungen. Und da sind dann gute Erklärfähigkeiten gefragt – oder gutes Material.
Letzteres bietet die neue Broschüre “Wie das Internet funktioniert – Eine Anleitung für EntscheidungsträgerInnen und Interessierte” (PDF) der “Digitale Gesellschaft”. Auf 24 Seiten werden Begriffe wie IP-Adresse, Domain Name System (DNS) oder Deep-Packet-Inspection in verständlicher Sprache erklärt. Da fehlen einem nicht mehr die Worte.
Projekte online managen
"Agile Project Management" von VFS Digital Design auf flickr.com (CC by)
Projektmanagement ist eine ganz zentrale Tätigkeit in der Medienpädagogik wie auch in der Bildungsarbeit allgemein. Und je weiter die Projektbeteiligten räumlich (oder auch zeitlich) voneinander getrennt sind, umso mehr stellt sich die Frage, wie Projekte gemeinsam online geplant, durchgeführt und verwaltet werden können. Ich habe mich auf die Suche nach kostenlosen Tools gemacht und verschiedene Angebote gefunden.
Die niedrigschwelligste Möglichkeit sind gehostete Onlineangebote, für die mensch sich nur anmelden muss. Hier sieht Trello ansprechend, intuitiv bedienbar und umfassend ausgestattet aus. Wunderkit ist neu, aber schon sehr ausgereift, und macht Projektplanung zu einem sozialen Netzwerk.
Wer viele eigene Projekte zu verwalten hat und/oder die Daten auf dem eigenen Webspace behalten möchte, für den/die gibt es drei kostenlose Tools: ProjectPier ist leicht zu installieren, läuft gut und benötigt lediglich PHP/MySQL. Redmine ist sehr ähnlich, benötigt jedoch Ruby on Rails, was eher anspruchsvoll ist. LibrePlan ist sehr mächtig und leistungsfähig, aber aufgrund der hohen Anforderungen eigentlich nur auf einem eigenen Webserver installierbar. (Fast alle Angebote bieten übrigens Online-Demos.)
Was sind Ihre Erfahrungen mit Online-Projektmanagement? Welche Tools kennen und nutzen Sie? Ergänzen Sie einfach mit einem Kommentar!
“Zuerst denken, dann klicken”
"Facebook" von MoneyBlogNewz auf flickr.com (cc by)
Facebook kann schon tricky sein: Manche Features sind nicht auf den ersten Blick sichtbar, von einigen Privatsphäre-Einstellungen ganz zu schweigen, immer mal wieder geistern Wurm-Postings durch die Community oder Anwendungen tun nicht das, was sie zu tun vorgeben.
Die Seite “mimikama” ist da eine große Hilfe für die Medienpädagogik: Teilweise mehrmals täglich erscheinen hier Tipps rund um Facebook – von der Smilie-Liste (cool!) über Hintergründe zur Impressumspflicht bis zu aktuellen Trojanerwarnungen. Und das alles “von Facebooknutzern für Facebooknutzer”. Gefällt mir!
[thx Maren Risch]
Ein Tag, der die Welt bedeutet
Still aus dem Film
Wenn ein Film kollaborativ gedreht, professionell produziert, genial geschnitten und dann noch frei im Netz verfügbar ist, dann ist er absolut ein Glücksfall für die Medienpädagogik. Auf “Life in a Day” haben die ersten Attribute schon immer zugetroffen, nun ist er auch in voller Länge und mit Untertiteln in 25 Sprachen auf YouTube frei verfügbar.
MedienpädagogInnen haben damit nicht nur einen hervorragenden Beispielfilm für die Film- und Videoarbeit, wenn es um den Schnitt dokumentarischen Materials geht, sie haben damit nicht nur ein wunderbares Dokument für die neuen Möglichkeiten durch kollaboratives Arbeiten im Netz, sondern können sich auch jederzeit eine wunderschöne filmische Ode an die Menschheit und das Leben anschauen.
Auf der richtigen Seite
"Umzug" von tölvakonu auf flickr.com (CC BY-NC-SA)
Die (technischen) Möglichkeiten von facebook sind vielfältig. Gerade für Einrichtungen aus der Medienpädagogik stellt sich zB. die Frage: “Personenprofil” oder lieber doch eine Facebook-Seite? Wir haben jüngst unser “personalisiertes” Facebook-Profil in eine Facebook-Seite umgewandelt. Unsere Motive waren:
- Wir achten die Privatsphäre unserer LeserInnen: Auch ohne die Einteilung der Kontakte in Listen sind die eigenen Inhalte geschützt. Ein “personalisierter” Account ist schließlich einE FreundIn und kann im Zweifelsfall alles sehen. Bei einer Seite ist das nicht so.
- Es ist leichter, unsere Inhalte zu bekommen. Ein Klick auf “like” genügt, vorher war eine Freundschaftsanfrage notwendig.
- Es herrscht mehr Transparenz: Unsere Bloginhalte werden auf der Seite gepostet, alles andere machen wir mit persönlichen Profilen. Darüber kann mensch uns auch jederzeit kontaktieren.
- Und – nebenbei – erfüllen wir auch noch die Facebook-AGBs.
Unabhängig von Pro und Contra: Die Umwandlung eines Profils in eine Seite ist denkbar einfach. Aus dem betreffenden Account heraus die Migrationsfunktion aufrufen. Anschließend nur noch die Migration bestätigen und der Account wird umgewandelt. Im ersten Moment sind noch keine Fans da (das Umstellen vom/von der FreundIn zum Fan scheint zu dauern), nach einigen Sekunden sollten aber alle Kontakte umgewandelt sein. Ohnehin empfiehlt sich vorher eine Datensicherung, da einige Informationen des Accounts verloren gehen.
Ist die Umstellung gut oder nicht sinnvoll? Sollte ein Jugendhaus oder eine medienpädagogische Institution per Account oder per Seite erreichbar sein? Ich bin gespannt auf Ihre Meinungen in den Kommentaren.
[Dank an Daniel Schueller für den Tipp!]

Vor allem in der Jugendverbandsarbeit, aber auch in der Offenen Jugendarbeit und auch fast in jeder Einrichtung der Medienpädagogik gibt es Tagungen und Versammlungen, auf denen viele Informationen gemanaged werden müssen: Tagesordnungen, Anträge, Wahlen, Vortragsmaterialien usw.

