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Was tun für die Netzneutralität

Medienpädagogik muss politisch sein, insbesondere in Zeiten von Mediatisierung. Ein gutes Beispiel ist der aktuelle Kampf um Netzneutralität, der auf dem europäischen Festland noch nicht entschieden ist. Ohne diesbezügliche gesetzliche Regelungen wird es immer wahrscheinlicher, dass Netzbetreiber in Datenströme eingreifen und bestimmte Daten bevorzugen und andere benachteiligen – und Nutzer_innen damit erpressen, mehr Geld für die Nutzung von Videoportalen oder andere Dienste zu bezahlen. Medienpädagog_innen sollten dafür sorgen, dass das nicht passieren kann – im eigenen Sinne und im Sinne von Kindern und Jugendlichen als Nutzer_innen und Produzent_innen.

Alexander Lehmann, bekannt für seine hervorragend gestalteten und inhaltlich brillianten Videos zu netzpolitischen Themen, hat jüngst ein Video zum Thema veröffentlicht, das über die Hintergründe informiert, Argumente liefert und dazu aufruft, politisch aktiv zu werden und etwa EU-Parlamentarier_innen zu informieren. Das ist eine hervorragende Ressource für den Kampf für Netzneutralität und hat es sicher verdient, eine große Verbreitung in der Medienpädagogik und auch unter Jugendlichen zu finden.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Ungefilterte Web-Suche mit Million Short

Egal welche Suchmaschine wir für unsere Online-Recherchen benutzen – die Ergebnisse, die wir sehen, werden gefiltert und sortiert, je nachdem, welchen Anbieter wir verwenden. Suche ich als alter Ego-Binger beispielsweise nach meinem Namen, finde ich  als erstes die about.me, Amazon und Facebook Resultate – egal welchen Suchdienst ich verwende. Das sagt mir, dass es in Bezug auf die Suchkriterien prominente und weniger prominente Seiten gibt. Was also tun, wenn ich gerne mal eine etwas neutralere Websuche durchführen möchte, eben ohne die favorisierten Platzhirsche?

Eine Möglichkeit bietet zum Beispiel Million Short, eine Suchmaschine, die je nach Einstellung die TOP 100 / 1000 / 10.000 / … Seiten vom Such-Index streicht. Interessant ist dieser Dienst auf jeden Fall für einige medienpädagogische Projekte, beispielsweise zum Thema „Suchen im Netz“ oder auch „Gleichberechtigung von Informationen“. Aber gut, mich interessiert: kanntet Ihr diesen oder einen vergleichbaren Dienst? Welche Anwendungsbeispiele in der medienpädagogischen Arbeit fallen Euch dazu ein?

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

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