Game based coding

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Coding ist der neue heiße Scheiß in der Medienpädagogik. Deswegen ließe sich allein mit den Angeboten zum Programmieren lernen ein eigenes Blog füllen. Das mache ich nicht ganz, aber werde in nächster Zeit einige (Online-)Angebote zum Coden vorstellen.

Eine beliebte (und sehr sinnige) didaktische Herangehensweise sind gameifizierte Umgebungen. Eine besonders aufwändig gestaltete ist dabei CodeCombat. Die Spieler_innen in diesem Code-«Adventure» bestehen mit kleinen (und immer komplexeren) Programmen gegen die Feinde.

Zur Auswahl stehen dabei gleich mehrere Programmiersprachen (etwa Javascript und Python) und verschiedene Umgebungen, in denen sie gelernt werden können. Ehrlich gesagt bin ich nach den ersten Leveln aber etwas frustriert, weil ich ständig stupide Befehlsketten aneinanderreihen musste und dabei keine Möglichkeit gefunden habe, zu einer anspruchsvolleren Aufgabe zu wechseln. Ansonsten ist die Idee aufwändig und liebevoll umgesetzt, die Programmierumgebung selbst leicht zu bedienen, die jungen Programmierer_innen finden außerdem einige Hilfequellen, die zudem meist übersetzt sind (Deutsch und Schweizerdeutsch!). Einzig die hüpfenden Hinweispfeile nerven etwas. 🙂

Insgesamt ist CodeCombat eine Überlegung wert, wenn es für Einsteiger_innen darum geht, Programmierbasics in spezifischen Sprachen zu lernen.

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Eike Rösch für medienpaedagogik-praxis.de
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

2 Kommentare

  1. Kathi am 04.02.2015:

    Vielen lieben Dank für diesen Beitrag!

    Ich fand dieses Konzept unheimlich interessant und da ich meine Programmierkenntnisse ohnehin mal ausbauen wollte, habe ich es direkt mal ausprobiert.
    Ich habe mich an Javascript auf Englisch ausprobiert.
    Kurzum, ich fands super. Für mich als echte Anfängerin war die Heranführung an die Befehle genau richtig. Ich konnte mich gut reindenken und musste zwischendurch richtig knobeln, um ein Level gut zu schaffen.

    Mir fällt da eines der ersten Level mit Wenn-dann-Befehlsketten ein, bei dem ich bestimmt eine halbe Stunde verzweifelt nach meinem Fehler gesucht habe, um dann festzustellen, dass es an einem Semikolon lag. Auch wenn ich mich zwischendurch ein wenig geärgert habe, dass es keinen Lösungsknopf oder Hinweis-Feld gab, bin ich jetzt natürlich umso stolzer auf mich, weil ich es selbst geschafft habe. Und: Der Lerneffekt wird dadurch natürlich größer.
    So schnell übersehe ich kein Semikolon mehr ^^.

    Wenn man die Anfangslevel im Dungeon hinter sich lässt, kommen darüber hinaus auch noch etwas anspruchsvollere Zusatzlevels dazu, die von Spielern erstellt wurden. Die bringen ein wenig Abwechslung ;).

    In jedem Fall würde ich dieses Lernspiel uneingeschränkt an Anfänger weiterempfehlen. Es ist gut gemacht, witzig, nicht zu schwierig und nicht erzwungernermaßen kostenpflichtig (auch wenn man In-App-Käufe machen kann, die aber nicht zwingend notwendig sind).

    LG, Kathi

  2. Programmierumgebungen auf einen Blick | Medienpädagogik Praxis-Blog am 03.06.2015:

    […] Game based coding (1) […]

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