Mit Wikis Bildungsprozesse unterstützen

Wikis sind ja gefühlt fast schon ein bisschen oldschool. Trotzdem sind sie meiner Meinung nach ein hervorragendes Instrument, um bestimmte Gruppen- und Bildungsprozesse zu begleiten und zu unterstützen – sei es bei einem Rechercheprojekt in der Medienpädagogik oder in Schule oder Hochschule. Grund genug, hier mal einige Artikel und Quellen zum Thema zu sammeln.

Als Dokumentations- und Arbeitsplattform in einem Gruppenprozess verändert ein Wiki die Art der Zusammenarbeit: Das Wissen wird gemeinsam gesammelt und immer wieder neu strukturiert, alle müssen dazu beitragen. So werden Hierarchien reduziert. Zur (notwendigen) Veränderung der Rollen schreibt Franz Josef Röll und nennt einige Praxisbeispiele. Auch qualiboxx gibt hierzu sehr gute Tipps.

Im Unterricht und im Studium machen Wikis ganz neue Lernformen möglich – hierarchiearm, orts- und zeitunabhängig. Beat Döbeli Honegger schreibt in einem Artikel über die grundsätzlichen Potenziale, interessante Erfahrungsberichte und Tipps gibt es hier, hier, hier und hier.

Welche Methoden und Praxistipps zur Arbeit mit Wikis kennen Sie noch? Ergänzen Sie einfach mit einem Kommentar.

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Eike Rösch für medienpaedagogik-praxis.de
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

6 Kommentare

  1. Nadine am 18.04.2011:

    medien+bildung.com arbeitet seit 2009 mit Stadtwikis im medienpädagogischen Bereich. Die an den AGs und Workshops teilnehmenden Jugendlichen sind aufgrund des vielfältigen Medieneinsatzes (Wiki, Audio, Video, Foto) hoch motiviert.
    Die Wikis findet man unter http://www.ludWIKIshafen.de, http://www.GERpedia.de und ganz neu http://www.speyerpedia.de.

  2. michael am 18.04.2011:

    Wir setzen Wikis bei der Organisation von Ferienfreizeiten ein. Das erspart viele, viele Treffen. Alles, was für die Freizeit gebraucht wird, kommt in’s Wiki. Ebenso Regeln, Termine, Projekte.. und und und.
    Jahr für Jahr entsteht so auch nebenbei eine super Spiele-Sammlung.

    Und natürlich noch das FreizeitWiki / JugendhausWiki vom Jugendnetz BW: freizeitwiki.jugendnetz.de

  3. Daniel Seitz am 19.04.2011:

    Danke Eike, in den letzten Wochen hab ich immer wieder gemerkt, das die Etherpads zwar cool sind, aber irgendwie auch alle völlig unstrukturiert in der Luft/im Netz hängen.
    Bei „fast schon ein bisschen oldschool“ kam es mir: Warum kombiniert man nicht die genial einfache Möglichkeit, (Link-)Strukturen in Wikis aufzubauen mit den einfachen Möglichkeiten, in Etherpads kollaborativ zu arbeiten?

    Kann das mal jemand schnell bauen? 😉

  4. Eike Rösch am 19.04.2011:

    Ja, in der Tat. Wenn dauerhaft und strukturiert in einem Team an mehreren Dokumenten zusammengearbeitet werden soll, dann geht eigentlich nix an einem Wiki vorbei. Auch wenn Etherpads irgendwie sexier sind. 🙂
    Die Kombi von beidem wär echt der Kracher.

  5. Daniel Seitz am 20.04.2011:

    Ein bisschen Struktur bieten wenigstens die „Teams“ auf dem deutschen http://www.piratenpad.de – hier können, allerdings geschlossene, Gruppen angelegt werden, und somit mehrere Pads zusammen fassen..

  6. Jonathan am 09.08.2011:

    Eine Lösungsidee für ein Wiki mit Etherpad könnte dieses Plugin sein: https://github.com/KyleAMathews/drupal-etherpad
    Es integriert Etherpad in Drupal. Und mit Drupal kann man auch ein Wiki bauen. Das sollte dann gehen … Bei Gelegenheit setze ich mich mal daran. Wenn mir jemand anderes zuvor kommt, freue ich mich :p

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