Kinofilm-Brühwürfel

Screenshot aus "Kill Bill 1&2 in 60 Seconds"

Screenshot aus "Kill Bill 1&2, in One Minute, in One Take"

Gerade ist mir ein (mir) ganz neues Videofilm-Genre über den Mauszeiger gelaufen, das geradezu nach Ausprobieren in der Medienpädagogik schreit: 60 Sekunden-Fassungen von bekannten Kinofilmen, oft gedreht in einem Take.

Diese Videos haben meist nicht viel mit ästhetischer Bildgestaltung oder verschiedenen Einstellungsgrößen zu tun, aber ihre Stärke liegt ohnehin woanders: Hier geht es darum, Geschichten zu analysieren und auf das Wesentliche einzudampfen. Und das kann eine schöne und wichtige Übung sein, z.B. wenn eine Gruppe in der Drehbuchphase ist. Der trashige Look und die lustigen Ergebnisse tragen das Übrige zur Attraktivität der Videos bei. Viel Spaß mit meinen Favoriten:

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Eike Rösch für medienpaedagogik-praxis.de
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

7 Kommentare

  1. Daniel am 30.09.2009:

    Eine schöne Idee… es juckt schon in den Fingern, das mal in einer Video-AG oder Jugendredaktion nach zu machen!

  2. Tom Gudella am 30.09.2009:

    Die Idee stammt aus dem Film „Abgedreht“ („Be kind reward“) und nennt sich „Sweded films“. Natürlich gibt es schon eine Community, die online ihre Filme veröffentlicht.
    Ich halte das auch für eine absolut geniale Idee für medienpädagogisches Arbeiten in Gruppen.

  3. Daniel am 01.10.2009:

    Ich denke, dass die sweded-Films nicht ganz getroffen werden. Gerade die Umsetzung 1 Minute, 1 Take ist doch etwas, was sich von dem sweded-Konzept unterscheidet. Natürlich haben auch diese Filmchen etwas trashig-schönes an sich.

  4. Eike Rösch am 01.10.2009:

    Ja, die Nähe zu sweded-Filmen ist nicht zu bestreiten, insbesondere der lustige Trash-Charakter. Aber ich finde auch, dass die 60sek-Filme ne eigene Qualität haben: Die Herausforderung ist sportlicher. Forrest Gump in einer Minute, das fordert schon Sebstbeschränkung. 🙂

  5. Kinofilm-Brühwürfel in der Medienpädagogik, jetzt in 30 Sekunden und animiert. | Medienpädagogik Praxis-Blog am 23.03.2011:

    […] wenn es was mit Film sein soll, sind Filme in 60 Sekunden bzw. Kinofilm-Brühwürfel. Wir haben bereits berichtet und auch unsere eigenen Erfahrungen […]

  6. Stefanie Wolff am 06.05.2012:

    Diese Methode eignet sich so hervorragend für kurze Medienprojekte, dass wir sie auch einmal ausprobieren wollten. Da die Gruppe so groß war, gibt es gleich zwei Videos. Auch gut als Beispiel, dass nicht nur Sportplätze gute Kulissen abgeben 🙂

    „Grease“: http://www.youtube.com/watch?v=xvI_cyo-t80&feature=relmfu
    „Twilight“: http://www.youtube.com/watch?v=3EkAsDXDV5s&feature=context-chv

  7. Eike Rösch am 06.05.2012:

    I like. 🙂

Kommentieren

*

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv