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Der Blick in den analogen Alltag

Die Auseinandersetzung mit dem Alltag zu verschiedenen Zeitpunkten der menschlichen Geschichte ist ein immer wiederkehrender Gegenstand in Bildungsprozessen – und auch in der Medienpädagogik werden in der Auseinandersetzung etwa mit lokaler oder eigener Geschichte viele Bilder und Videos zu neuen Medienprodukten verarbeitet.

Wenn es um die jüngere Geschichte geht, hat mensch es dabei einfach, weil vielfach auf digitale Materialien zurückgegriffen werden kann. Aber schon in den 1980er Jahren wird das schwierig. Der WDR hat mit Digit ein wertvolles Angebot geschaffen, um den zu begegnen und auch analoge Fotografien breit zugänglich zu machen: Innerhalb des Projektes werden Fotos digitalisiert, verschlagwortet, lokalisiert und auf der Website verfügbar gemacht. Damit sind sie ein wertvoller Fundus für die Bildungsarbeit, wenn es darum geht, sich mit verschiedenen Gegenständen auseinanderzusetzen.

Der einzige Wermutstropfen ist die Lizenz der Werke: Die Bilder stehen unter keiner freien Lizenz, können aber ausdrücklich von Schulen innerhalb der Bildungsarbeit genutzt werden. Das ist nicht brilliant, aber sicher ein guter Mittelweg im Sinne des Projekts.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 25.02.2015
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