3D-Schüler/innen-Arbeiten mit VR und AR der ganzen Welt zeigen

CC BY-SA Florian Geier

Oft können Schülerkonstruktionen nur in den 3D-CAD Programmen betrachtet oder statisch ausgedruckt werden. Mit Hilfe von Webdiensten können diese Werke unkompliziert publiziert werden. Diese Konstruktionen können mit der „Kartonbrille“ fast real betrachtet werden (Virtuelle Realität). Und „erscheinen“ durch das Tablet in (und mit) der echten Welt fast verschmolzen (Augmented Reality).

Unsere Schülerinnen und Schüler konstruieren mit Begeisterung in verschiedenen 3D-Programmen (GAM, SketchUP), leider konnten sie bis vor kurzem ihre Ergebnisse nur schwer den Eltern oder Freunden präsentieren, weil nicht auf jedem Rechner diese 3D-Progamme installiert sind.

3D-Modelle der ganzen Welt zeigen: So geht es

Das fertige 3D-Modell wird im 3D-CAD-Programm exportiert. Im Programm „SketchUP“ (www.sketchup.com) empfehle ich das *.dae Format. Dabei wird eine *.dae Datei und ein Ordner mit den Texturen erzeugt. Danach müssen alle diese Dateien noch in einen zip-komprimierten Ordner gepackt werden.

Nach der (kostenfreien) Anmeldung auf Sketchfab (sketchfab.com) kann man 3D-Modelle hochladen. Sketchfab unterstützt sehr viele Formate. Nach wenigen Angaben (Titel, Beschreibung, …) kann das Modell hochgeladen werden. In einem Vorschaufenster sieht man bald sein Werk. Es können noch einige 3D-Einstellungen (wie Licht, Startansicht, …) vorgenommen werden. Wir haben diese meist nicht verändert.

Wenn man ein Modell präsentieren will, startet man die App „Sketchfab“ und sucht nach Modell- oder Benutzername (z.B. „florian.geier“), damit bekommt man eine Übersicht über die Modelle des Benutzers. Danach wählt man ein Modell aus.

  

links: Übersicht; mitte: „Modellinfoseite“; rechts: Modell in Vollbildansicht

CC BY-SA Florian Geier

Auf der „Modellinfoseite“ kann man mit dem weißen Pfeil das Modell laden und am Tablet/Handy betrachten, drehen, zoomen usw. Das ganze funktioniert relativ schnell und ruckelfrei.

Auf dieser „Modellinfoseite“ befinden sich (rechts oben) noch zwei weitere Schaltflächen:

  • eine weiße Brille: für die Ansicht in einer VR-Kartonbrille
  • [AR] Schriftzug: für die Augmented-Reality-Ansicht

 

links: Ansicht für die VR – Kartonbrille; rechts: Augmented Reality Ansicht

CC BY-SA Florian Geier

Mich fasziniert die Augmented-Reality-Ansicht, da man das Objekt mit dem Handy umrunden kann, und so von allen Seiten betrachten kann.Im Video sieht man wie das Modell geladen wird, der Platz gewählt wird, das Modell noch „zurechtgezoomt“ und dann mit dem Handy betrachtet werden kann. Die Modellansicht und die Ansicht für die VR-Kartonbrille funktionieren (auch auf ältereren Handymodellen) sehr gut und schnell. Für die Augmented-Reality-Ansicht wird ein eher leistungsstarkes Handy (siehe Liste) benötigt!

 

links: Haus mit Panoramafenster; rechts: virtuelles Haus im *.stl Format (ohne Texturen) mit realem Modellauto

CC BY-SA Florian Geier

Mit wenig Aufwand kann man so sein 3D-Modell auf verschiedene Arten der ganzen Welt zeigen 😉

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Florian Geier für medienpaedagogik-praxis.de
Florian Geier Kurzbio
Lehrer für Mathematik, Ernährung und Haushalt, Informatik und Geometrisch Zeichnen an der Praxisschule der Pädagogischen Hochschule in Salzburg.
Verfasst am 29.01.2019

Ein Kommentar

  1. Ulrich Tausend am 26.02.2019:

    Gut für AR/VR Projekte ist Cospaces geeignet. Hier kann man nicht nur bauen sondern auch animieren oder Spiele entwickeln. Dabei kann man wahlweise in einer simplen Blockly Umgebung programmieren oder in Java Script.
    Wir haben in einem P-Seminar gute Erfahrungen mit dem Tool gemacht. Toller Weise wurden wir von den Entwicklern des Tools (diese sitzen in München) bei Workshops unterstützt.
    https://gamegroup.jff.de/2018/11/07/p-seminar-gamegroupit/

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