Rechtlich einwandfreie Videoprojekte

Rechtliches zu Videoprojekten in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Bei Videoprojekten in der Medienpädagogik kommen die Beteiligten immer wieder an Stellen, wo rechtliche Fragen auftauchen: Wo darf ich filmen? Wen darf ich filmen? Welche Genehmigungen muss ich mir besorgen? Und insbesondere: Wie formuliere ich solche Einverständniserklärungen?

Der Bayrische Rundfunk hatte innerhalb seines Angebots „on3“ sehr hilfreiche Materialien zusammengestellt. Ein kurzes Video führt in die wichtigsten Punkte ein und gibt Empfehlungen für die eigenen Dreharbeiten. Und – was noch viel genialer für die Praxis ist – VideomacherInnen bekommen zwei Informationen für Drehgenehmigungen/Motivvereinbarungen und für eine Mitwirkendenvereinbarung als PDF zum Download. Einwandfrei! (Broken Links entfernt – Juli 2016)

(Anmerkung der Redaktion Juli 2016 – Mittlerweile ist ON3 in „Puls“ übergangen und damit die verlinkten Dokumente nicht mehr aufrufbar. Ein Text zur Drehgenehmigung und rechtlichem Hintergrund findet sich aber auch bei „Puls“. Eine allgemeine Vorlage für Einverständniserklärungen von den „Mitwirkenden“ als anpassbare doc Datei findet sich z.B. beim swr)

[via Uwe Klemm]

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Eike Rösch für medienpaedagogik-praxis.de
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

5 Kommentare

  1. Ilale am 13.12.2011:

    Ich weiß nicht genau auf was die sich in dem Video beziehen, aber meinem Kenntnisstand nach kann man im öffentlichen Raum filmen, auch Personen die damit nicht einverstanden sind. Hier kommt es eher auf die Veröffentlichung an, denn dann muss ich die Person unkenntlich machen oder eben ihr Einverständnis haben (außer sie ist eine Person der Zeitgeschichte, aber das ist dann wieder etwas anderes). Ich finde das macht einen wichtigen Unterschied aus. Gerade auf Demonstrationen behaupten Polizisten gerne mal, dass sie nicht gefilmt werden dürfen, was aber so nicht stimmt, natürlich nur solange, wie man den Einsatz nicht behindert. Wenn man über Medien aufklären will, dann sollte man den Leuten auch die volle Bandbreite ihrer Rechte erklären und sie nicht vorab schon zum „Kuschen“ anhalten.

  2. Christopher Bechtold am 13.12.2011:

    Cool Danke!

    Eins sollte man noch bedenken, auch im öffentlichen Raum gibt es Gebäude die nicht ohne Genehmigung gefilmt/gezeigt werden dürfen, z.B. die meisten Botschaften oder ähnliches oder urheberrechtlich geschützte Gebäude.

  3. Stefan am 15.12.2011:

    @ llale
    es geht in dem on3-video um filme, die die nutzer für südwild drehen, also gerade darum, dass der film natürlich (in fernsehen/internet) veröffentlicht werden soll. daher ist das video völlig richtig.

    @ christopher bechthold
    auch insoweit ist das video richtig: es wird zutreffend gesagt, dass man alle gebäude filmen darf, die man ohne besondere hilfsmittel vom öffentlichen gelände aus sehen kann. man darf also natürlich auch urheberrechtlich geschützte gebäude filmen, wenn man das vom öffentlichen gehweg usw. aus tut (§ 59 Abs. 1 UrhG).

  4. Tobias am 07.07.2016:

    Im Rahmen der „Bug Smash Wochos“ möchte ich auf die Broken Links hier im Artikel hinweisen 🙂

  5. Lambert Zumbrägel am 09.07.2016:

    Hallo Tobias, vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Artikel dementsprechend geändert. Leider stehen die Originaldateien tatsächlich nicht mehr zur Verfügung. Haben aber versucht Alternativen aufzuzeigen.

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