Machinima im Kino

Dieser Film ist gleich aus mehreren Gesichtspunkten für die Medienpädagogik interessant: „Ben X“ kommt gerade aus Belgien und den Niederlanden nach Deutschland, erzählt eine sehr aktuelle Computerspiel-Geschichte – und das mit Machinima-Elementen!

(Danke an Manuel!)

Ben X ist die Geschichte eines Jungen, der ständig dem Mobbing seiner MitschülerInnen ausgesetzt ist und diesen täglichen Kampf in die virtuelle Welt des Online-Spiels „Archlord“ verlegt, wo er zum Helden aufsteigt – und schließlich sogar die Chance auf Hilfe aus der realen Welt eröffnet bekommt. Damit passt der Film hervorragend in aktuelle Diskussion um Online-Spiele und ihre Chancen und (Sucht)Gefahren, Jugendschutz sowie medienpädagogische Chancen und Herausforderungen.

Gestalterisch sieht der Trailer vielversprechend aus und zeigt eine gelungene Kombination aus realen Filmszenen und Machinima-Elementen, die teilweise in Match-Cuts gekonnt montiert sind. Damit bietet der Film auch eine schöne Inspiration für medienpädagogische (Video)Projekte und ich bin gespannt, wie er vielleicht das Konzept und die Planungen für mein aktuelles GameMovie-Projekt beeinflusst. Sehr interessant ist auch das Kurzinterview mit dem Regisseur auf Spiegel online, in dem er Einblicke in die Enstehung und die kleinen Tücken der Machinima-Produktion liefert.

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Eike Rösch für medienpaedagogik-praxis.de
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.