BAJ-Zeitschrift: „Wenn der Kontakt zum realen Leben verloren geht“
So lautet der Untertitel der ersten Ausgabe der Zeitschrift “Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis” (KJug) des Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ). Der „Internetsucht“ widmen sich die sechs Beiträge von Praktikern, Wissenschaftler und Dozenten.
Die Beiträge umspannen das Thema dabei weitläufig und geben Einblick in die Entstehung der Begrifflichkeiten und somit zu ihrer heute häufig komplizierten Verwendung, in die praktische Bedeutung und Notwendigkeit und widmen sich dabei nicht nur der Computerspielsucht, sondern auch dem durchaus brisanten Thema der Online-Pornografie.
Dass hierbei und erst recht aus Sicht der BAJ der Jugendmedienschutz und weitere Rechtsbereiche nicht zu vernachlässigen sind, liegt auf der Hand. Das Heft liest sich insgesamt angenehm sachlich und ist weit entfernt von hysterischen Kassandrarufen, die den Niedergang des Abendlandes beschreiben.
Wer Interesse hat: LINK



3 Kommentare
Anna Berger am 25.02.2010:
Vor kurzem ist offensichtlich ein erster Ratgeber zum Thema Computerspielsucht erschienen, der sich direkt an betroffene Jugendliche richtet: “Computerspielsucht Therapie” von Peter Jedlicka – ist zwar nicht wissenschaftlich geschrieben, aber lösungsorientiert (Hab´s mir für meine Diplomarbeit gekauft).
LG Anna B.
Gerrit Neundorf am 25.02.2010:
Bin auch sehr gespannt, wie das Themenfeld “Computerspielsucht” in der nächsten Zeit behandelt wird… Meine Hoffnung ist ja, dass von Anfang an (der nun auch schon etwas zurück liegt) eine sachlichere und konstruktivere Diskussion geführt wird als beim Gewalttehma. Dass die Medienpädagogik von Anfang an mit einbezogen wird, um z.B. alternative Therapiekonzepte zu erarbeiten, bzw. um das Themenfeld Computerspiel für die Therapeuten transparenter zu gestalten, stimmt uns zuversichtlich.
lg Gerrit
Heinz Ahrend am 09.09.2010:
Der von Frau Berger genannte Ratgeber ist tatsächlich einmal ein recht unkompliziert geschriebenes Buch. Wir haben es für eine sozialpädagogische Wohngemeinschaft angekauft und gemeinsam die einzelnen Themen diskutiert.
H.A.
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