Fake News Check – App

Screenshot von App auf Smartphone

Medienpädagogik wird häufig verwechselt mit rein präventiven Aktionen zu Dingen, die mit Medien schief laufen. Das dem nicht so ist, beweisen tausende von Kolleg*innen jeden Tag. Es geht um Lernprozesse mit und über Medien.

Und so ist die App Fake News Check für ios und android auch kein schnelles Nachschlagewerk (wie es der Name vielleicht vermittelt und viele der Kommentatoren im Play Store wohl erhofft haben), sondern eine Möglichkeit sich mit Fake News und Kriterien für guten Journalismus auseinander zu setzen. Es ist eine Lernapp. (Das sagt eigentlich schon der Name des herausgebenden Vereins „Neue Wege des Lernens e.V.,).

Die App stellt Fragen zu einer Nachricht die man sich selber aus dem Netz sucht. Via Schieberegler beantwortet man die 19 Fragen. Am Ende steht eine Bewertung, ob der Artikel seriöse journalistische Kriterien benutzt oder doch eher fragwürdig oder Fake ist. Dabei wird jede Frage noch mit Hintergrundinfos gefüttert (die man nicht zwingend wahrnehmen muss), so dass man viel über Journalismus und über die Psychologie von Fake News lernen kann.

Die App eignet sich nicht als schnelles Nachschlagewerk, sondern eher für einen Workshop oder eine Schulstunde zum Thema Journalismus oder Fake News. Wird es nicht nur einmal durchgeklickt, sondern häufiger mal verwendet und man wendet sich (im wahrsten Sinne des Wortes) auch den Hintergrundinfos zu, dann bleiben die Kriterien vielleicht auch haften, und man kann Nachrichten auch ohne die App kritisch hinterfragen. Dazu kann auch das begleitende Poster beitragen, welches man sichtbar im Gruppen- oder Klassenraum aufhängen kann.

Wer eine schnelle Antwort will, der sollte lieber das Angebot von mimikama.at, hoaxsearch, correctiv.org  oder einer der anderen zahlreichen Faktencheckseiten nutzen. Als Methode, um das Thema Fake News zu bearbeiten, ist die App sicherlich gut zu gebrauchen.

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Lambert Zumbrägel für medienpaedagogik-praxis.de
Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 12.12.2017

2 Kommentare

  1. Sandra am 12.12.2017:

    Hallo,

    Ein kleiner Hinweis: wenn man auf den Android-Mobiltelefon klickt, kommt man auf die iTunes Seite

  2. Lambert Zumbrägel am 14.12.2017:

    Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

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