Privatsphäre für Kids

Ausschnitt aus der Broschüre // CC BY EDRi

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Als mir «Digitale Defender – Privatsphäre für Kids» in die digitalen Hände geflattert ist, dachte ich, das müsse was gutes sein – für die Broschüre haben sich wichtige, kompetente und engagierte Organisationen in Sachen Datenschutz zusammengetan und Tipps für Kinder und Jugendliche zur Privatsphäre im Internet zusammengestellt.

Das Ergebnis ist auf den ersten Blick im Comicstil jugendgerecht aufgemacht. Auf den zweiten Blick erinnert es mich aber ein wenig an Poochie: Im Grunde werden dröge Texte nur mit pseudocoolen SciFi-Charakteren aufgemotzt, die aber nur wenig inhaltlichen Sinn machen und insbesondere nicht mit den eigentlichen Inhalten verbunden sind. Das Ergebnis ist eine aus meiner Sicht nur mäßig interessante Broschüre.

Inhaltlich sind dabei durchaus praktische Tipps zur Privatsphäre in Sozialen Netzwerken, zu einem sicheren Handy oder zu guten Passwörtern zu finden – deswegen überlasse ich nach diesem leichten Verriss dem/der Leser_in die Entscheidung, ob die Publikation für bestimmte Zwecke in der Medienpädagogik dennoch Sinn macht…

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Eike Rösch für medienpaedagogik-praxis.de
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 23.02.2017

3 Kommentare

  1. Heiko (DerMedienwolf) am 23.02.2017:

    Danke für den Tipp!
    Ich finde die Broschüre zwar auch nur „befriedigend“, aber als Einstieg für den weiteren Austausch mit Kids sehr gut.
    Die App-Tipps sind gut und die Unterscheidung „Gute“ und „Bösewichte“ ganz lustig.
    Lediglich bei den Infos zu „Passwörtern“ fehlen wirklich ein paar gute Beispiele – die Infos sind hier zu abstrakt.

  2. Christopher McGregor am 23.02.2017:

    Wurde bewusst im Titel Privatsphäre ohne p geschrieben?

    Cheers!

  3. Eike Rösch am 23.02.2017:

    Ui, wie peinlich. Danke für den Hinweis, ist geändert!

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