Linux spielt Time Capsule für Time Machine von MacOsX

Wenn die Ausrüstung für medienpädagogische Projekte grösstenteils aus Apple Computern besteht, hat der eine oder andere vielleicht schonmal mit dem Gedanken gespielt, Time Machine als einfaches, vollautomatisches Backup-System einzusetzen. Hürde war da bisher, das weder eine externe Festplatte noch eine „Time Capsule“ für mehrere Geräte herhalten kann…

Ich war zuhause in der vergleichbaren Situation, hatte nämlich weder eine externe Festplatte „zuviel“, noch das Geld für eine Time Capsule. Dazu noch wusste ich, dass mein Ubuntu-Server der Aufgabe doch irgendwie gewachsen sein musste. Relativ schnell fand ich dann auch folgende Anleitung auf Englisch und auf Deutsch. Es sieht zwar alles fürchterlich kompliziert aus, es ist aber wirklich einwandfrei erklärt, und wer sowieso schon ein bisschen Erfahrung mit Linux hat, meistert das mit Links (<- man bemerke den Wortwitz :).

Zuallererst sollte man den gesamten Artikel einmal überfliegen, inklusive der letzten Kommentare, da dort die letzten Neuigkeiten und Anpassungen festgehalten werden. Hier ein Überblick über die grobe Vorgehensweise:

  1. Apple File Protocol: Hier müssen die Quelltexte von Netatalk heruntergeladen und mit ein paar Erweiterungen übersetzt werden, damit man es installieren kann.
  2. Netatalk konfigurieren: Auch dieser Schritt geht einwandfrei von der Hand.
  3. Freigaben konfigurieren: Hier muss man nun dran denken, für jedes Gerät eine eigene Freigabe einzurichten. Ratsam ist es, den Rechnernamen oder die aufgeklebte Kennung mit in den Namen der Freigabe einfliessen zu lassen:
    /Backups/tmLap1 tmLap1 cnidscheme:cdb options:usedots,upriv
    /Backups/tmLap2 tmLap2 cnidscheme:cdb options:usedots,upriv
  4. Avahi installieren: Avahi ist die Open-Source Implementierung vom Bonjour-Protokoll.
  5. Avahi konfigurieren: Aufgabe des Bonjour-Protokolls ist es, den Server im Netzwerk anzukündigen, damit die Clients ihn finden können.
  6. Konfiguration von Time Machine: Hier kann ich ein bisschen vorgreifen: Man muss zwar die Systemeinstellung „TMShowUnsupportedNetworkVolumes“ manuell umstellen, es reicht dann aber nicht, Time Machine auf das Netzlaufwerk zu verweisen, wie noch in der deutschen Übersetzung beschrieben. In der englischen Fassung findet man ein „update 07/06/2008“ bei dem beschrieben ist, wie man das sparsebundle lokal anlegt, und dann erst auf den Server überträgt. Damit hat’s bei mir funktioniert.

An dieser Stelle vielen Dank an Matthias Kretschmann und kde4.de