Ungenaue Begriffsnutzung und ihre Folgen

Are you serious?
Je öfter Begriffe rezipiert und auch benutzt werden, desto fester sind sie mit Deutungen verbunden. Das ist insbesondere dann unerfreulich, wenn in der Einprägungsphase Begriffe wahllos genutzt und in unklare Zusammenhänge gestellt werden. So mehrfach geschehen rund um die Ego-Shooter Diskussion.
Dieser Beitrag auf Stigma Videospiele richtet sich zwar ausdrücklich an Journalisten, aber auch Eltern und besonders MedienpädagogInnen möchte ich die Lektüre und das Weiterdenken ans Herz legen. Denn hier wird schonungslos offenbart wie sinnfrei manche Äußerungen zu Killerspielen, Verbotsforderungen und angeblich wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhängen zwischen dem Spielen von gewaltverherrlichenden Spielen und tatsächlichem gewalttätigem Verhalten sind.



Ein Kommentar
Gerrit Neundorf am 14.10.2009:
Hallo,
normal wäre, verschiedene Quellen heranziehen, um mir ein ganzheitliches Bild machen zu können.
um den Artikel von Matthias ist in der “Szene” der Computerspielinteressierten eine heiße Diskussion entbrannt. Die von ihm zusammengetragenen Fakten, welche inhaltlich sicherlich sehr gut recherchiert und gerade (wie Mario schon ausführte) für Eltern und Multiplikatoren eine schöne Zusammenfassung darstellen, sind hierbei gar nicht das Problem. Vielmehr geht es darum, dass eine freie Presse sich nicht wirklich vorschreiben lassen sollte, welche Begriffe sie benutzen darf und welche nicht, oder auf welche Studien und “Meinungen” sie sich berufen sollte oder nicht.
Mal abgesehen davon, finde ich persönlich die Darstellung rund um das Computerspiel innerhalb unserer Medienlandschaft relativ normal. Es werden Meinungen mit Fakten vermischt, es werden Halbwahrheiten als Dogma verkauft und das oftmals rudimentäre Wissen mit Aussagen von (oftmals) selbsternannten Experten aufgebessert – also ein ganz normaler Journalismus, der so auch alle anderen gesellschaftsrelevanten Themen behandelt. Das zeigt mir, wie normal das Thema Computerspiele mittlerweile ist und nur, weil wir uns etwas mehr Einblick in die Materie verschafft haben können wir überhaupt erkennen, ob ein Journalist sich “Mühe” gegeben hat das Thema objektiv darzustellen. Bei mir sachfremden Themen wäre dies sicherlich nicht so einfach und ich müsste, wie es für einen medienkompetenten Menschen
lg Gerrit
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