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Choose Your Own Adventure Teil 2

Weitere Ideen für die Arbeit mit Twine

Im ersten Teil habe ich einen Überblick zum Genre der Interactive Fiction gegeben und das Open Source Programm Twine 2 als nützliches Werkzeug für den Einsatz in der medienpädagogischen Arbeit vorgestellt. Hier sollen weitere Ideen und Möglichkeiten zur Textgestaltung umrissen werden.

Twine eignet sich für kollaborative Schreibprojekte, das gemeinsame Verfassen interaktiver Erzählungen. Da nicht gleichzeitig an einem Dokument gearbeitet werden kann, müssen die Textpassagen von den AutorInnen entweder am selben Computer nacheinander geschrieben oder zunächst in einem anderen Programm erstellt und dann in Twine zusammengefügt werden. Auch das Teilen des HTML-Dokuments über Cloudspeicher ist natürlich möglich.

Wenn man sich in das Programm vertieft, bietet es zahlreiche Optionen für den Einsatz von Variablen, Scripts und optischen Anpassungen; für das hier beschriebene Einsatzgebiet genügt zunächst die Verlinkungsfunktion.

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Christoph Kaindel Kurzbio
Jahrgang 1966, ist Historiker, Medienpädagoge, Grafiker und Cartoonist und lebt in Gablitz bei Wien. Er war lange beim Wiener Bildungsserver tätig und ist nun selbständiger Vortragender. Als begeisterter Gamer - seit den 80er Jahren - interessiert er sich für alle Aspekte von Videospielen. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Games in der praktischen Medienarbeit. Gelegentlich arbeitet er als Zombiefilm-Coach oder Kampfchoreograf.

Choose Your Own Adventure Teil 1

Interaktive Geschichten schreiben

Das Open Source Programm Twine 2 dient der Erstellung nichtlinearer, interaktiver Texte an der Schnittstelle zwischen Videospiel und Literatur. Es kann in der medienpädagogischen Arbeit auf vielfältige Weise eingesetzt werden, etwa im Rahmen kreativer Schreibprojekte oder zur vertiefenden Auseinandersetzung mit beliebigen Themen, wie auch der Einführung in den Umgang mit HTML und CSS dienen.

Nichtlineare, verzweigte Texte, „Interactive Fiction“, bieten den LeserInnen verschiedene Navigationsmöglichkeiten durch den Text. Beispiele dafür sind die in den 1970er Jahren populären Textadventures wie ZORK oder Adventure, in denen man zwischen verschiedenen Wegen wählen konnte und etwa nach Eintippen von „go north“ oder „enter house“ eine Beschreibung der Umgebung und weiterer Handlungsmöglichkeiten erhielt. Die Hybridformen zwischen Text und Spiel wurden später von grafisch immer aufwändigeren Computerrollenspielen abgelöst.

Zur selben Zeit waren auch die dank ihrer Illustrationen attraktiveren „Fighting Fantasy Gamebooks“ verbreitet, die heute als Apps neu aufgelegt werden. Da hieß es etwa „Du biegst um die Ecke und stehst einem wütenden Ork gegenüber. Wenn du ihn angreifen willst, gehe zu Seite 35. Versuchst du zu flüchten, gehe zu Seite 17.“ Auf jeder Buchseite gab es mehrere Entscheidungsmöglichkeiten, viele führten zu einem jähen Ende der Hauptfigur. Durch die Reihe der „1000 Gefahren“-Bücher von Ravensburger sind nichtlineare Geschichten in gedruckter Form auch heute wieder populär. So bietet sich auch der Einsatz in der Medienpädagogik an – derartige Erzählungen, gedruckt oder digital, selbst zu entwickeln und anderen zum Spielen zur Verfügung zu stellen.

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Christoph Kaindel Kurzbio
Jahrgang 1966, ist Historiker, Medienpädagoge, Grafiker und Cartoonist und lebt in Gablitz bei Wien. Er war lange beim Wiener Bildungsserver tätig und ist nun selbständiger Vortragender. Als begeisterter Gamer - seit den 80er Jahren - interessiert er sich für alle Aspekte von Videospielen. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Games in der praktischen Medienarbeit. Gelegentlich arbeitet er als Zombiefilm-Coach oder Kampfchoreograf.

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