Aus Fotos Kunst machen

Foto von Gesicht des Autors in Polygonbild verwandelt

Fotofilter gibt es endlose in diversen Apps. Für die medienpädagogische Arbeit sind sie eher wenig zu gebrauchen. Aber wie wäre es, wenn man selber Hand, bzw. Finger an den Filter anlegt und nach eigenem Belieben coole Fotos oder Bilder erstellt. Oder richtige Kunstwerke.

Mit der kostenlosen App „Poly“ (das mit dem Trademark Verweis) gibt es für iOS eine interessante Möglichkeit Fotos ganz individuell (und nicht automatisiert) in polygone Farbflächen zu zerlegen, und so aus Fotos sehr interessante Kunstwerke zu erstellen. Für medienpädagogische Projekte rund um Fotografie und Bildgestaltung eignet es sich, um Bilder zu betrachten und die wesentlichen Elemente herauszuarbeiten.

Oder man macht ein Spiel: Jeder Teilnehmer macht ein Foto im Raum ohne, dass die anderen es sehen. Danach haben alle eine Minute Zeit das Foto in Polygone zu zerlegen. Anschließend betrachten alle die Bilder und versuchen die Objekte im Raum zu identifizieren.

Auch moderne Gesichtserkennung (wie wär es mit einem coolen Profilbild), Vektorgrafiken oder Computerspiele funktionieren nach diesem Prinzip der polygonen-Flächen. Es ist nur eine Frage, wie detailliert und kleinteilig man wird. Durch die sehr kurzweilige und spaßige Beschäftigung bekommt man da einen guten Einstieg in diese Themen. Und immer irgendwie sehr cool individuelle Kunstwerke.

 

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Lambert Zumbrägel für medienpaedagogik-praxis.de
Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

3 Kommentare

  1. Ulrich Tausend am 12.07.2017:

    Sehr schön! Hast du auch die anderen Poly Apps ausprobiert. Kannst du was über die Unterschiede sagen?

  2. Lambert Zumbrägel am 12.07.2017:

    @ulitausend – ich habe einige Polygon Apps ausprobiert. Die allermeisten erstellen ein automatisches Polygonbild, auf das man dann hier und da noch ein bisschen Einfluss nehmen kann (Farbgebung, Anzahl der Polygone, Eckpunkte usw) Poly TM fängt mit nur ganz wenig Flächen an (6 Flächen), die ich dann selber „zerlegen“ kann. Eine Hilfe ist dabei die Überblendungsregler (Originalbild und Polygonbild). Das macht nicht nur wesentlich mehr Spaß. sondern man kann es eben auch für Bildgestaltungsvermittlung und einiges mehr gebrauchen. Das ist mit den anderen Apps soweit ich sie ausprobiert habe nur bedingt möglich. Zumindest in der kostenlosen Version.

  3. Lambert Zumbrägel am 09.02.2018:

    Leider scheint die App nicht mehr verfügbar zu sein. Zumindest habe ich sie nicht mehr im App Store gefunden. Sehr schade, denn der Ansatz war für pädagogische Zwecke genial.

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