Güggeltown – Die Stadt aus dem 3D-Drucker (Handbuch Making-Aktivitäten)

Eine Klasse konstruiert Gebäude einer Stadt, die am 3D-Drucker ausgedruckt werden.

Setting Projektarbeit / Auftrag in der Schule
Dauer Abhängig von den Vorkenntnissen, bestenfalls nur 2 Unterrichtsstunden
Zielgruppe Schüler/innen der Sekundarstufe im Fach Geometrisches bzw. Technisches Zeichen
Zielsetzung Einarbeitung oder Vertiefung im Umgang mit dem Online-CAD Tinkercad (alternativ auch SketchUp)
Notwendige Ausstattung
  • 1:1-Computer-Ausstattung und Internetzugang, der die Nutzung von Tinkercad möglich macht, alternativ eine Installation eines Offline-Angebots
  • FDM/FFF 3D-Drucker (z.B. Ultimaker Original)
Aufwand Hoher Aufwand; die Gebäude müssen gedruckt werden.

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Vorbereitung

Die Beschreibung beruht auf einer Projektarbeit in der Schule Steffisburg (Schweiz, Kanton Bern) in Zusammenarbeit mit der Schulinformatik der PHBern. Durchgeführt wurde das Projekt von August 2012 bis Januar 2013. Die Teilnehmer/innen waren Schülerinnen und Schülern der 8. / 9. Klasse im Wahlfachkurs Geometrisch-technisches Zeichnen.

Dieses Projekt ist nur mit Vorkenntnissen auf Seiten des Lehrenden oder Unterstützung mit einer 3D-Expertin bzw. einem 3D-Experten möglich, zudem sind ggf. die vorhandenen Materialien (z.B. Stadtplan, Anleitungen, Folien für den Unterricht) anzupassen.

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Ablauf

Zu Beginn des Unterrichts wird der Auftrag, eine Stadt zu entwerfen und die Gebäude mit dem 3D-Drucker zu drucken, vorgestellt. Dabei wird u.a.

  • der Stadtplan vorgestellt;
  • eine Reihe von exemplarischen Gebäuden vorgestellt, die mit dem 3D-Drucker erstellt sind und
  • genaue Vorgaben zu den Gebäuden gemacht (Maße, Volumen, zusammenhängend, und so möglichst in einem Stück druckbar).

Nach einer Ideensammlung und der Anfertigung von (handschriftlichen) Skizzen wird mit der Modellierungssoftware begonnen. In dieser Projektbeschreibung wird dabei die Arbeit mit Tinkercad vorgestellt, im Projekt wurde es den Schülern und Schülerinnen jedoch freigestellt, ob sie mit Tinkercad oder SketchUp arbeiten wollen.

Die Schüler/innen erhalten webbasierte Aufträge und Anleitungen.

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Bildschirmfoto 2016-06-06 um 22.11.11

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Mögliche Varianten und Ergänzungen

Der Stadtplan kann, wie von Uorschla Eicher (Lehrerin im Kanton Graubünden, Schweiz) vorgeschlagen und in Form von U-Town auch umgesetzt, im Unterricht zum Erlernen des Planlesens oder als Kulisse von Geschichten verwendet werden. In Kombination mit den zuvor konstruierten Schiffen könnte auch ein Hafen als Erweiterung der Stadt entstehen. Möglicherweise ließe sich auch ein Krimi als Stop-Motion-Film in der Stadt drehen. Man könnte auch auf den Straßen Beebots oder andere Roboter fahren lassen.

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Tipps und Tricks

Eine Variante könnte sein, allgemein kleinere Dimensionen zu wählen, da ein Gebäude in der Grösse je nach Komplexität zwischen 6 bis10 Stunden Druckzeit benötigt.

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Raum für kreatives Gestalten

Es können weitere Ausgestaltungen wie Autos, Menschen, Bäume, Ampeln etc. für die Stadt entworfen und hergestellt werden. Der Stadtplan könnte verziert und die gedruckten Gebäude mit Acryl- oder Modellbaufarbe nach Belieben bemalt werden. Dabei kann auch anderes Material, als nur 3D-gedruckte Objekte, verwendet werden.

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Weitere Materialien dazu


cover_handbuch_klein Dieser Beitrag ist ein Ausschnitt aus dem Buch „Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Handbuch zum kreativen digitalen Gestalten“ (herausgegeben von Sandra Schön, Martin Ebner und Kristin Narr, März 2016). Das Buch steht seit 1.3.16 komplett als PDF offen lizenziert zur Verfügung (http://bit.do/handbuch) und ist auch als Printausgabe im Buchhandel erhältlich (ISBN 9783739236582). Das Handbuch entstand im Rahmen einer Kooperation des BIMS e.V., der Technischen Universität Graz, von Kristin-Narr.de, des Medienpädagogik Praxisblog, des fsm e.V. und seinem Projekt „Medien in die Schule“ sowie mit Unterstützung der HIT-Stiftung.

Dieser Artikel steht unter der CC BY 3.0 Creative Commons Namensnennung 3.0 international . Die Namen der Autor_innen sollen wie folgt genannt werden: Gregor Lütolf, 5 für medienpaedagogik-praxis.de
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Gregor Lütolf Kurzbio
Wir sind Gregor und The Crazy Rooster vom Institut für Weiterbildung und Medienbildung an der PHBern. Seit Anfang 2012 beschäftigen wir uns nun intensiv mit dem Thema 3D-Drucken in der Schule, und allgemein mit der Maker-Bewegung. Wer mehr wissen möchte kann sich gerne auf 3drucken.ch ein Bild davon machen, oder uns direkt fragen.
Verfasst am 03.08.2016

Ein Kommentar

  1. Maik am 09.10.2017:

    Den Beitrag hier hab ich vor Monaten schon mal gelesen und vor kurzem habe ich irgendwo eine Frage beantwortet, wo ich hierrauf verweisen wollte, aber ich habs nicht mehr gefunden. Gerade eben aber ja. Nun weiß ich jedoch nicht mehr, wo ich die Frage beantwortet habe. Zu doof. 🙁

    Das ist mit Sicherheit eine sehr coole 3D Drucker Anwendung. Und sie ist mal nützlich. Hätte mir in der Schule damals Spaß gemacht.

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