Neue Features von der Google Bildersuche

Google Images für "medienpädagogik praxis"

Google Images für "medienpädagogik praxis"

Seit einigen Monaten gibt es nun nicht mehr wöchentlich eine Neuerung bei der Bildersuche von Google, höchste Zeit für einen Rundblick über die neuen Möglichkeiten, dank derer sich Bilder für die Nutzung in medienpädagogischen Projekten noch schneller aufspüren lassen.

Die Bildersuche von Google ist eines der Produkte, dem scheinbar sehr viel Aufmerksamkeit innerhalb des Konzern gespendet wird. Bis vor ein paar Monate hat es viele kleine Neuerungen und meines Erachtens auch bahnbrechende Fortschritte gegeben.

Zu den gleich auf der ersten Seite angebotenen Features (Klick auf „Optionen einblenden„) gehören inzwischen die umfangreiche und präzise Filterung nach Bild- und Dateigröße, nach Farbe und – das hinterlässt mich immer wieder in einem staunenden Zustand – nach Bildart, wie machen die das bloß?
Wann auch immer mal also nur mal eben ein Bild zur Ideenfindung oder für die private Benutzung benötigt, Google ist der Freund der einem ganz ganz schnell Ergebnisse liefert.

Manchmal aber sucht man ein Bild nicht nur für die private Nutzung, sondern für irgendeine Form der Veröffentlichung; ein Fall dem ein Kontrollblick auf die Lizenz gebührt, und da täte man sich dann doch wieder etwas schwerer, eben diese ausfindig zu machen und nachzuschlagen. Bei Google scheint dieses Problem bekannt, weshalb geplagte SucherInnen in der „erweiterten Suche“ kurzerhand angeben können, zu welcher Verwendung man ein Bild sucht, und eben nur solche werden dann auch angeboten. Zur Auswahl stehen 4 der maßgeblichen CC-Lizenzen.
Auch hier fragt mensch sich, wie Google die Lizenz erkennen kann, doch diesmal gibt es eine einfache Auflösung: Durch das Hinzufügen eines Links im selben div-Tags des Bildes greift Google das als deutlichen Hinweis auf:

<div about=“image.jpg“>
<img src=“image.jpg“ alt=““ />
<a rel=“license“ href=“http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/“>Creative Commons Attribution Share-Alike 3.0</a>
</div>

Die „erweiterte Suche“ bietet aber noch wirklich viele andere neue Möglichkeiten. Neben einer etwas größeren Auswahl an vorher schon besprochenen Bildtypen kann man nun auch die Bildgröße in den gängigen Bildschirmauflösungen und Megapixelangaben auswählen, weit über die Zahlen der bezahlbaren Digitalkameras hinaus. Für die ganz schnellen kann man die Bildgröße exakt angeben, aufs Pixel genau. Für diejenigen, die „nur mal ganz schnell“ einen neuen Bildschirmhintergrund zum bestimmten Thema suchen hat Google eine Funktion, die direkt die verfügbare Bildschirmauflösung übernimmt. Zack- fertig !
Je nach Aufgabe und Verwendung hat man ja auch schon eine klare Vorstellung vom Seitenverhältnis, auch dazu bietet Google einen fertigen Filter an. Wer spätere Qualitätsverluste durch Umformatierung und -speicherung fürchtet kann auch hier gleich die Dateitypen ausschließen, die nicht mitspielen dürfen.
Wie bei Google nicht unüblich, stehen diese Auswahlkriterien nicht nur im Formular zur Verfügung, sondern auch als Suchoperatoren, sodass man sich seine eigenen Suchagenten im Browser zusammenschmieden kann.

Zu den Funktionen, die noch in Bearbeitung sind gehört ein echter Knaller: Similar Images findet ähnliche Bilder, und das nicht nur über den Namen der Datei oder seine Beschreibung. Ich habe mir das nun mehrfach argwöhnisch angeschaut, weil ich einfach nicht glauben konnte, dass es so gut funktioniert, und geglaubt habe, ob meiner Einfallslosigkeit immer über vorbereitete Daten zu stolpern. Die Projektseite bietet schon einige Beispiele, in denen man sich schön verrennen kann, anschliessend mangelt es einem dann an spontanen Ideen. Nach einer Weile versteht man aber, dass es funktioniert, irgendwie. Ich lade jeden ein, es selber mal auszuprobieren, und das mit so simplen Assoziationen wie „red car crash„, „bill gates belgium“ oder „merkel„. Achtung: Die „Similars“ haben nicht unbedingt thematischen Zusammenhang, konzentriert Euch auf die Bildinhalte und vergleicht die Bilder, die eben genau thematisch nicht passen.

Abschliessen möchte ich mit einer netten Anekdote bzw. Idee: Statt beim Nachschlagen von Fremdwörtern in den eingebürgerten Nachschlagewerken wie dem münchner Löwen oder Wikipedia abzudriften (iiich ? nieeeee !), funktioniert es eben auch sehr bildhaft, den Terminus bei der Google Bildersuche nachzuschlagen.

*Die Links im Artikel verweisen in erster Linie auf dementsprechende Artikel der englischsprachigen Blogs „Google Operating System“ und dem offiziellen Google-Blog, durch die wir auf die Neuerungen aufmerksam geworden sind.