Wider dem „Stopp“: RetteDeineFreiheit

RetteDeineFreiheit

Ein Projekt von Alexander Lehmann

Trotz Online-Petition und vielfältigen Hinweisen von interessierten Kennern und berufsmäßigen Experten: das jugendschutzrelevante „Stopp“-Schild wurde Realität. Die Zeit Trübsal zu blasen und schlaue Reden zu halten ist vorbei, jetzt wird es Zeit nachzutreten – auch für MedienpädagogInnen.

Den Anfang (für mich) machte Volker Pispers mit seiner scharfsinnigen Stoppschild-Analyse. Die zweite Runde wird durch das Projekt und dem dazugehörigen Video RetteDeineFreiheit eingeläutet. Es hebt sich von ähnlichen dadurch deutlich ab, dass es sehr gut analysiert, hervorragend ausgearbeitet und zudem nachvollziehbar mit Quellen belegt ist. Somit ist für jedeN, die/der den Text liest und den Links folgt die Möglichkeit gegeben sich anhand der gelieferten Informationen einen Einblick in die Debatte um die Nutzlosigkeit, den Dilettantismus und den wahlstrategisch motivierten und medienwirksam inszenierten Aktionismus zu verschaffen.

Und im Idealfall wird mensch angefixt und schaltet sich in die öffentliche Diskussion ein (gerne auch hier)!

via mediengestalter.cc

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Mario von Wantoch-Rekowski für medienpaedagogik-praxis.de
Mario von Wantoch-Rekowski Kurzbio
Mario von Wantoch-Rekowski zog es von Berlin nach Rheinland-Pfalz und er arbeitet hauptberuflich beim Landesfilmdienst RLP e.V.. Er studierte Medienkommunikation und kam über seine Studienschwerpunkte Medienpsychologie und -ethik zur Medienpädagogik. Neben seiner praktischen Arbeit versucht er sich auch immer wieder an neuen medialen Entwicklungen und deren möglichen medienpädagogischen Nutzen. Seine Schwerpunkte im Blog sind Medienpsychologie, Jugendschutz und (freie) Spiele.

4 Kommentare

  1. Rette Deine Freiheit. « am 22.09.2009:

    […] wirken kann, kann man > hier sehen. Eine Stellungnahme zu dem Videoprojekt finden Sie > hier.     foto: […]

  2. Michael am 22.09.2009:

    Genau, es ist echt eine Frechheit, dass der Zugang zu unlöschbaren illegalen Inhalten gesperrt wird. Nein im Ernst, Access-Blocking gibt es schon länger, niemand beschwert sich, dass Suchmaschinen Inhalte blockieren oder Provider einzelne Pornoseiten sperren. Auch andere Regularien werden beführwortet. So wird sich niemand in Deutschland in seinen Grundrechten beschnitten fühlen, weil er sich öffentlich keine Knarre kaufen darf. Klar, die Sperrung ist nicht sicher und IT-Profis können sie umgehen, aber was ist mit den abertausenden Ottonormalverbrauchern, die nicht mehr an Kinderpornos rankommen? Das Internet ist ein Spiegel der Gesellschaft – mit all seiner Vielfältigkeit, Licht- und Schattenseiten – aber auch Regularien.

  3. Mario von Wantoch-Rekowski am 22.09.2009:

    Ich gehe konform mit Dir bei der Feststellung, dass das Internet ein Spiegel der (globalisierten) Gesellschaft ist. Es gibt nichts was es nicht gibt, und das was überlebt, wird scheinbar genutzt.
    Aber es ist nicht so, dass ich ein IT-Spezialist sein muss um eine Sperre zu umgehen. Als Anbieter einer Seite kann ich einfach umziehen und die Seite umbenennen – ca. 10 Minuten zu investierende Zeit. Als Nutzer trifft mich die Sperre nur bedingt, da es sich wohl kaum um reguläre und googlebare Seiten handelt auf denen kinderpornografisches Material angeboten wird. Vielmehr werden das Zugänge zu geschlossenen Servern sein von denen Ottonormalverbraucher und eben auch Gesetzesmacher und -hüter nicht ohne weiteres Kenntnis erhalten werden.
    Und nochmal: Ich will mich damit nicht gegen Initiativen richten! Doch wenn etwas gemacht und (Steuer-) Geld in die Hand genommen wird, dann gefälligst richtig und nicht medienwirksam und wahlstrategisch wohl positioniert um den liebgewordenen Sessel in die nächste Legislaturperiode zu retten.

  4. Günter Thiele am 25.11.2010:

    danke für den Hinweis – gutes Material für die medienpädagogische Arbeit!
    Ergänzung zu ähnlichen Ansätzen auf EU-Ebene:
    http://www.produktive-medienarbeit.de/ressourcen/bibliothek/positionspapiere/netzsperren_edr.shtml

Kommentieren

*

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv