Join Diaspora!
untitled von "y o k o ✿" auf flickr.com (cc by-nc)
Manchmal werden die eigenen Träume von der Realität überholt. So ist mir vor kurzem die Kinnlade herunter geklappt, als ich die Gelegenheit hatte, mit den Machern von Geraspora mal wieder einen Blick auf die Entwicklung von Diaspora zu werfen: Ich hatte ja schon immer den Traum, dass mit der dezentralen Social Community eine nennenswerte Alternative zu facebook entstehen könnte.
Und mittlerweile ist sie das wirklich: Trotz offiziellem alpha-Status läuft die Community sehr stabil, bietet mit Statusmeldungen und Direktnachrichten wichtige Kommunikationsfunktionen – und das alles schneller (!) und ästhetischer als bei facebook. Die Liste der geplanten Features (deutscher Zweig hier) verleitet zu neuen Träumen und die meisten davon sind nur noch kurze Zeit von der Umsetzung entfernt. Und – allein das ist schon traumhaft – schon immer waren bei Diaspora die Daten alleiniges Eigentum der NutzerInnen und können auch wieder endgültig gelöscht werden.
Genau der richtige Zeitpunkt also zum Einstieg für die Medienpädagogik! Und wir machen als Blog ernst, ziehen langsam von facebook weg und möchten unsere ganzen KollegInnen von dort mitnehmen. Dank der Unterstützung der Menschen von geraspora und joindiaspora haben wir die Möglichkeit, alle einzuladen. Wer uns also bei facebook als FreundIn hinzufügt, wird eingeladen und auch alle die, die mir ihre Mailadresse mailen. Wir sehen uns!
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11 Kommentare
Kevin am 12.05.2011:
If anyone needs a tutorial, have a look at http://diaspora.leadhoster.com. It’s in English though.
Matthias Heil am 23.05.2011:
Wäre schön, wenn Querpublikation aus Twitter/Facebook nach Diaspora möglich wäre – sehe auf den ersten Blick aber leider nicht, dass das geht…
Eike Rösch am 23.05.2011:
Das liegt nach meinen Infos nur am Entwicklungsstatus – dafür wird eine API gebraucht, die noch in der Entwicklung ist. Ein erster Hinweis, dass solche Funktionen bald zur Verfügung stehen, ist cubbi.es, das mittlerweile in der rechten Spalte eingebunden ist.
Loreno am 26.05.2011:
Hallo,
bin nun Fan auf Facebook, aber leider noch keine Einladung erhalten
schade, hätte ich gerne getestet.
lg
Loreno
Manuel Dejonghe am 26.05.2011:
und Loreno eingeladen
Eike Rösch am 27.05.2011:
Ich hatte es auf facebook schonmal geschrieben, hier aber blöderweise noch nicht: Wegen technischer Hürden (Restriktionen bei facebook, ein (behobener) Bug bei Diaspora) dauert es leider länger, alle 900 Kontakte einzuladen. Wir sind aber dran. Und wer sofort eine braucht – einfach eine Mail an mich.
Danke für Euer Verständnis!
Katrin Berger am 06.06.2011:
Klingt interessant, aber:
Leider muss ich an dieser Stelle eine Kritik loswerden. Wenn ihr euch als “Person” bei facebook ausgebt, die logischerweise wesentlich mehr persönliche Nutzerdaten wie bspw. Pinnwandeinträge, Fotos etc. sehen kann als Vereins- oder Unternehmensseiten, dann spielt ihr das facebook-Spiel auf fragwürdige Weise mit. Nicht jede(r) ist über “Freunde”-Gruppen organisiert und gibt mit einem unüberlegten “Freundschaft bestätigen” viele persönliche Informationen preis, zudem an eine (auch wenn ihr euch sehr um Transparenz bemüht) diffuse Adminschaft.
Vielleicht könnt ihr kurz erklären, warum und wieso ihr euch für die Art der facebook-Partizipation entscheiden habt.
Eike Rösch am 06.06.2011:
Die Kritik ist berechtigt, denn dass wir eine “Person” bei facebook sind, hat genau die genannten Tücken. Das ist auch der Grund, wieso ich ‘privat’ insitutionellen Personenaccounts keine Freundschaften anbiete.
Der Grund, wieso wir dennoch den Weg gewählt haben, sind die erhöhten Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten mit unseren Kontakten.
Zusätzlich zu unserem ‘Teilumzug’ nach Diaspora (wo das genannte Problem weitaus besser, aber noch nicht zufriedenstellend gelöst ist) haben wir aber dennoch fest im Blick, unsere facebook-Präsenz zu einer Seite zu machen. Denn der Eindruck, wir wollten Informationen sammeln, darf gar nicht erst entstehen. Passt ja eh nicht zu uns.
Katrin Berger am 07.06.2011:
“haben wir aber dennoch fest im Blick, unsere facebook-Präsenz zu einer Seite zu machen. ”
Denn wie gesagt, wenn man seine Freunde in Gruppen organisiert hat man das Problem nicht, aber wir sollten ja immer auch die im Blick haben, die nicht die Privatsphäre-1-mit-Sternchen haben.
>> Gefällt mir!
Diaspora klingt spannend, schau ich mir definitiv mal an. Auch wenn das “nicht NOCH ne Community-Gefühl…” meine Begeisterung ein wenig trübt…
vinz am 01.07.2011:
Hm. Ihr geht von Facebook weg und zu Diaspora respektive Geraspora? Nette Idee, aber das mit der Dezentralität habt ihr nicht so wirklich verstanden – oder?
Eike Rösch am 01.07.2011:
Aber hallo haben wir das. Ich sage ja nicht, dass alle auf einen Pod müssen. Aber auch wenn wir selbst einen an den Start gebracht haben, gibt es bisher noch nicht viele und es ist auch noch nicht trivial einen zu installieren.
Und die Einladung zu JoinDiaspora ist für uns nebenbei eine einfache Möglichkeit, unser facebook-Netzwerk zu Diaspora rüberzuretten.
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