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Freifunk für alle!

In der digitalen Gesellschaft muss Medienpädagogik sich noch mehr medien- und netzpolitisch engagieren und selbstbewusst Modelle voranbringen, die die Grundlage dafür schaffen, dass Kinder und Jugendliche sich frei medial artikulieren können. Eine solche Initiative ist die „Freifunk“-Bewegung: Vordergründig geht es hier darum, frei zugängliches WLAN für alle bereitzustellen, was für Jugendarbeit und Medienpädagogik an sich schon ein erstrebenswertes Ziel ist.

Das Freifunk-Projekt (s. auch Wikipedia-Artikel) geht aber noch viel weiter, denn durch die so genannten Maschen-Netzwerke wird eine selbstorganisierte Netzstruktur in Bürger_innenhand aufgebaut, die frei zur Kommunikation und für eigene Projekte genutzt werden kann. Die aktuelle Debatte um Netzneutralität macht genauso wie andere Versuche, das Internet zu kontrollieren, deutlich, wie sinnvoll das ist.

Daher funke ich selbst seit einigen Monaten frei und habe Spaß dabei. 🙂 Denn Freifunk bedeutet nicht nur freie Netze, sondern eine Community, in der viel über Internet, Sicherheit, WLAN-Technik und praktische Software gelernt und gelehrt werden kann. Noch ein Grund mehr für Medienpädagog_innen zu sagen: Join your local Freifunk!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 27.05.2013

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